Jeder, der meine Hawai’i-Reiseberichte
gelesen hat weiß, dass ich mich sehr für
Vulkane interessiere. Auch kann ich nicht nur
stunden-, sondern tagelang über Lava wandern
und es fasziniert mich auf’s Neue.
Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass
Big Island meine Lieblingsinsel ist 
Was mir besonders gut gefällt, möchte
ich euch gerne auf einer kleinen Rundreise über
Big Island zeigen.
Hilo ist unser Ankunftsflughafen und kaum ist
das Gepäck übernommen, nehmem wir den
vorreservierten Alamo-Jeep in Empfang und haben
somit ein Allradfahrzeug – das können
wir auf der Reise gut gebrauchen 
Dann nichts wie ab zum schon gut bekannten Hilo
Hawaiian Hotel, das uns – außer
im ersten Hawai’i-Urlaub – jedes Mal
für geraume Zeit aufnimmt.
Viele werden sich fragen: Warum gerade ein Hotel
in Hilo? In Hilo regnet es doch so viel.
Tja, das stimmt, Hilo ist ein richtiges Regenloch,
obwohl es ausgerechnet im Dezember 2005/Januar
2006 ganze 4 Wochen am Stück nicht geregnet
hat! Ein wahrlich seltenes Ereignis.
Doch uns stört der Regen in Hilo nicht. Wir
wählen diese Stadt, weil sie uns mich ein
idealer Ausgangspunkt für den Hawai’i
Volcanoes National Park ist. Nur 45 Minuten
Fahrzeit und schon sind wir in „meinem“
Park, in dem wir uns die meiste Zeit der Urlaube
aufhalten. Warum, erfahrt ihr etwas später
Die Koffer sind im Hotel abgegeben, zu dieser
frühen Uhrzeit ist einchecken noch nicht
möglich, aber nun geht’s endlich los.
Frühstück oder eine andere Mahlzeit
gefällig? Das ist entweder im Hotel eigenen
Restaurant oder in naher Umgebung möglich,
denn Ken’s
House of Pancakes eignet sich dazu wunderbar.
Das Angebot an Pancakes in allen möglichen
Variationen ist beeindruckend, aber es gibt auch
andere Speisen und dies 24 Stunden am Tag. Praktisch,
oder?
Der Hilo
Farmers Market befindet sich Ecke Mamo Street/Kamehameha
Avenue und hat jeden Mittwoch und Samstag geöffnet.
Das Angebot an Obst, Gemüse und wunderschönen
tropischen Pflanzen ist enorm.
Unweit vom Hilo Farmers Market befindet sich
in 130 Kamehameha Ave. das Pacific
Tsunami Museum. Es ist ziemlich
klein, aber an Hand von Fotografien kann man nachvollziehen,
welche zerstörerischen Kräfte die Tsunamis
der 1950er und 1960er Jahre besonders für
Hilo hatten. Auch sonst erhält man wertvolle
Infos über Tsunamis, die es bekannterweise
nicht nur auf Hawai’i gibt.
Ehe wir uns auf die Weiterfahrt machen, gibt
es im Hilo
Bay Café im Waiakea Center in
Hilo noch eine Stärkung. Man darf sich wirklich
nicht davon irritieren lassen, dass dieses kleine
Restaurant in einem Shopping Center liegt, so
unauffällig, dass man es richtiggehend suchen
muss. Den Besuch
bereuen wir nicht, im Gegenteil.
Genug von Hilo, es geht am Hwy. 19 in nördliche
Richtung. Nach nicht sehr langer Fahrt führt
rechterhand der ausgeschilderte Pepe’ekeo
Scenic Drive weg und vier Meilen fahren wir durch
einen Regenwald, wie wir ihn hier nicht vermuten
würden. Mein Tipp: Mit Antiinsektenmittel
vorsorgen, denn Moskitos gibt es mehr als reichlich
Was erwartet uns noch auf dieser wunderschönen
Strecke? Richtig – ein botanischer Garten,
genau genommen der Hawai’i
Tropical Botanical Garden.
In diesem Paradies kann man sich stundenlang aufhalten.
Was es hier an tropischen Pflanzen zu bewundern
gibt, ist unglaublich! Heliconias, Strelitzien,
Orchideen – alles ist im Überfluss
vorhanden und es duftet herrlich 
Hier ein kleiner Wasserfall, dort ein Blick auf
den Pazifik – das ist es, was gefällt

Lust auf einen größeren Wasserfall?
Dann weiter, bis wir wieder die Hawai’i
Belt Rd. (= Hwy. 19) erreichen und schon bald
ist linkerhand die Abzweigung zur Old Akaka Falls
Rd. (= 220) ausgeschildert, die wir bis zu ihrem
Ende fahren und uns im Akaka
Falls State Park befinden.
Nun heißt es, ein klein wenig wandern. Wandern
durch den nächsten Regenwald mit riesigen
Bambusgewächsen. Rechterhand geht es zu den
Kahuna Falls, linkerhand zu den Akaka Falls. Zwar
wird empfohlen, zuerst zu den Kahuna Falls zu
laufen, aber im Prinzip ist es egal, welche Wasserfälle
wir zuerst bewundern.
Gigantisch, wie sich die Akaka Falls in die Tiefe
stürzen! Doch Vorsicht bei Fotoapparat und
Camcorder – der Wasserdampf schlägt
sich gerne auf die Linsen nieder.
Auf dem weiteren Weg nach Norden gibt es noch
einiges zu sehen, z. B. den Laupahoehoe Point
Park, aber daran fahren wir vorbei.
Wir folgen aber nicht bedingungslos der Hawai’i
Belt Road, sondern fahren rechterhand (eher geradeaus)
in die Mamane Street (= 240) und bis zu ihrem
Ende.
Hoch über dem Meeresspiegel stehen wir am
berühmten Waipi’o Valley Lookout und
können den schwarzen Sandstrand erkennen.
Vor vielen Jahren war es mit einem Allradauto
(ohne Versicherungsschutz) möglich, bis zum
Strand zu fahren, das ist jedoch seit langem verboten.
Stattdessen werden geführten Touren angeboten,
diese nehmen wir jedoch nicht in Anspruch.
Also zurück zum Hwy. 19, der ab hier in
westliche Richtung Mamalahoa Hwy. heißt.
Unser nächstes Ziel ist Waimea.
Waimea ist das Zuhause der Paniolos, also der
Cowboys. Kein Wunder, befindet sich hier im großen
Umkreis die Parker
Ranch, eine der größten Rinderranches
der gesamten Vereinigten Staaten! Sie erstreckt
sich aber nicht nur hier bei Waimea, sondern reicht
bis zum Gebiet der beiden großen Vulkane
Mauna Loa und Mauna Kea und weiter bis zum Meer
sowie nördlich von Waimea.
Auch das Parker Ranch Museum, das Parker Ranch
Visitor Center im gleichnamigen Shopping
Center – all das ist sehenswert, wenn
man schon mal hier ist.
Waimea ist fast so ein Regenloch wie in Hilo.
Manchmal kann man aus dem Auto nicht aussteigen,
weil es wie aus Eimern schüttet.
Waimea bedeutet übersetzt „rötliches
Wasser“. Die Färbung entsteht angeblich
durch die großen Hapu-Wälder (Baumfarn-Wälder)
in den Kohala Mountains.
Da es auf den Hawai’i-Inseln mehrere Orte
namens Waimea gibt, kam die Post schon vor langer
Zeit in Schwierigkeiten, Briefe ordnungsgemäß
zuzustellen und daher war man auf der Suche nach
einem anderen Namen. Dies war nicht schwierig,
denn Samuel Parker (Sohn des Gründers der
Parker Ranch) war ebenso angesehen wie sein Vater
und ihm zu Ehren wurde Waimea in Kamuela (= hawaiischer
Name für Samuel) geändert. Dies ist
jedoch hauptsächlich für die Post gedacht,
landläufig ist nahezu immer von Waimea die
Rede und jeder weiß, was damit gemeint ist.
Was wir leider nicht mehr sehen können,
ist das Kamuela Museum, das früher in manchen
Reiseführern auch „Kaktus Museum“
genannt wurde. Wohl deshalb, weil im Vorgarten
mehrere Kakteen standen. Wir kannten die Besitzer
und unsere Erlebnisse habe ich auf einer eigenen
Info-Seite
des Kamuela Museums zusammen
gefasst.
Wir verlassen Waimea und fahren auf der Kohala
Mountain Road (= 250) in nördliche Richtung,
bis wir – nach dem rechterhand Abbiegen
auf den Hwy. 270 – bei MM 25 den urigen
Ort Kapa’au erreichen.
| Kapa’au hat
etwas Besonders zu bieten, nämlich die
Originalstatue von King Kamehameha den Großen,
auch King Kamehameha I. genannt. |
 |
Viele Leute denken, die Originalstatue stehe
in Honolulu, doch das ist nicht richtig.
1878 wurde die Statue anlässlich der Krönung
von König David Kalakaua in Auftrag gegeben,
in Paris gegossen und war 1883 auf dem Weg nach
Honolulu. Leider geriet das Schiff in Seenot und
die wertvolle Fracht ging verloren.
So schnell wie möglich wurde eine neue Statue
gegossen, nach Honolulu gebracht und vor dem Justiz-Gebäude
aufgestellt.
In der Zwischenzeit fand man die Originalstatue
vor den Falkland Inseln, barg sie und –
da der Platz in Honolulu bereits besetzt war –
brachte man sie nach Kapa’au.
Warum ausgerechnet nach Kapa’au? Weil King
Kamehameha I. in der Nähe von Kapa’au
geboren wurde 
Wir fahren bis zum Ende der Straße und
stehen somit am Pololu Valley Lookout. Von hier
aus haben wir eine fantastische Sicht über
den Pazifik und den rund 400 feet unterhalb liegenden
Pololu Beach. Wer möchte, kann auf dem Pololu
Trail hinunter zum Strand gehen, der aber nicht
aus Sand, sondern Lavasteinen besteht. Vorsicht
ist geboten, wenn es zuvor geregnet hat, denn
dann ist der Trail sehr rutschig und wird dadurch
auch gefährlich.
Lust auf eine kleine Stärkung? Dann kehren
wir um und fahren auf dem Hwy. 270 bis nach Hawi.
Hawi war bis in die früheren 1970iger Jahre
von Bedeutung, denn in der Umgebung wurde viel
Zuckerrohr angebaut.
Nachdem wir uns ein paar wenige Kunstgalerien
angesehen und durch kleine Läden gegangen
sind, lassen wir uns z. B. bei „Short N
Sweet Bakery“ nieder und beobachten ein
wenig das Leben in Hawi.
 |
Hawi ist heutzutage ein Aussteigerdorf,
ein Dorf, in dem die Uhren irgendwann stehen
geblieben sind. Es ist ohne weiteres möglich,
dass plötzlich ein Reiter auf seinem
Pferd vorbei kommt, also nicht wundern  |
Zwar könnten wir hier noch länger verweilen,
aber wir möchten unser nächstes Ziel
Kailua Kona ansteuern, das wir in südlicher
Richtung über den Hwy. 270 und in der Folge
den Hwy. 19 erreichen.
Kailua Kona befindet sich an der meist sonnigen
Westküste von Big Island und ist mit ca.
10.000 Einwohnern eine richtige Stadt. Sie besitzt
einen internationalen Flughafen, der sich ein
kleines Stück weiter nördlich befindet.
Berühmt wurde und ist Kailua Kona durch
den alljährlich im Oktober stattfindenden
Triathlon, auch Ironman
genannt, andererseits durch den Kona-Kaffee und
auch die Macadamia-Nüsse, beides wird im
Umkreis angebaut.
Die Hauptstraße, der Ali’i Drive,
verläuft durch die Stadt, vorbei an zahllosen
Geschäften, größeren und kleineren
Restaurants und auch Hotels.

von
diesem schmalen Sandstreifen stürzen
sich die Teilnehmer des Ironman in die Fluten |

fast
in Bildmitte das Royal Kona Resort, das
mittlerweile wieder eine Empfehlung wert
ist |
|
Sehenswert ist auch die Mokuaikaua
Church. Sie wurde aus Lava und Korallen erbaut. |
| Shoppen, bummeln,
Kaffee oder etwas Anderes trinken - hier lässt
es sich aushalten. |
 |
Nur unweit südlich von Kailua Kona steht
das Keauhou
Beach Resort. Es wäre an sich nicht besonders
erwähnenswert, könnte man nicht direkt
vor dem Hotel grüne Meeresschildkröten
beobachten. Das ist allemal einen Stopp wert.
Uns zieht es weiter und wir kommen nach Kealakekua.
Hier lädt die Kealakekua Bay zum Schnorcheln,
Tauchen sowie Kajak fahren ein.
Von hier aus ist auch das Captain Cook Monument
zu sehen, das per Kajak oder schwimmend zu erreichen
ist.
Wir bleiben auf der Straße 160, die auf
den meisten Landkarten und Routenplanern als Puuhonua
Rd. bezeichnet wird, vor Ort aber Keala o Keawe
Rd. heißt.
 |
Rechterhand ist das „Coffee
Factory Outlet“ zu sehen, das mit ausgezeichnetem
Kaffee und Eis Gäste anlockt. |
Frisch gestärkt und nur ein kleines Stück
weiter, stehen wir vor dem Pu’uhonua
o Honaunau National Historical Park. Wir haben
uns den Annual Park Pass für Hawai’i
gekauft, da dieser für alle National Parks
auf Hawai’i gültig ist und somit müssen
wir hier keinen extra Eintritt bezahlen, sondern
nur den Annual Pass vorweisen.
Diese „City of Refuge“, wie Pu’uhonua
o Honaunau auch genannt wird, war früher
die Zufluchtsstätte geschlagener Krieger
und einfacher Verbrecher.
Heute zeigt sie den Besuchern, wie die Hawaiianer
früher gelebt haben.
Auf meiner Infoseite
zu Pu'uhonua o Honaunau gibt
es Wissenswertes.
 |
Vor oder nach dem Besuch der
City of Refuge besteht die Möglichkeit,
in unmittelbarer Umgebung zu schnorcheln und
ab und zu auch grüne Meeresschildkröten
zu sehen. |
Weiter geht's in südliche Richtung. Da uns
noch eine längere Wegstrecke bevosteht, auf
der Tankstellen rar sind, nehmen wir die Möglichkeit
wahr, im Pohue Plaza Shopping Center, neben dem
sich eine Tankstelle befindet, unser Auto aufzufüllen.
Dieses Shopping Center ist in Ocean View und nicht
zu verfehlen, da es schon vom Hwy. aus rechterhand
zu sehen ist.
Das Tanken dauert jedoch ein paar Minuten, in
denen unsere Blicke über das kleine Shopping
Center schweifen und wir feststellen, dass es
das frühere "Desert Rose Café"
nicht mehr gibt. Die früheren Besitzer hatten
nicht mehr genug Einkommen damit und mussten es
aufgeben. Es wurde ein L&L Hawaiian Barbecue
daraus. Die Verlockung ist groß, der Hunger
und Durst ebenfalls und wir stärken uns.
Auf der Weiterfahrt in südliche Richtung
verlockt uns zwischen MM 70 und 69 (von Kailua
Kona wird rückwärts gezählt) am
Hwy. 11 schon allein der Name „South Point
Road“ und wir biegen ab.
Obwohl die South
Point Road durchgehend geteert
ist – wenngleich nur 1,5-spurig –
ist das Befahren nur auf eigenes Risiko möglich.
Laut den Automietverträgen erlischt auf den
bevorstehenden 12 Meilen jeglicher Versicherungsschutz.
Man muss nicht alles verstehen, nur akzeptieren
Nachdem wir nur wenige Meter vom South Point
entfernt gestanden sind und auch beim Green
Sand Beach waren, kehren wir
zum Hwy. 11 zurück und fahren in östlicher
Richtung weiter.
Hier gibt es Kaffee, Obst, Macadamianüsse
und noch einiges mehr zu kosten und zu kaufen.
Diese Farm gehört Elizabeth und Barney, die
2001 vom Festland nach Big Island übersiedelten.
Elizabeth hat neben ihrer Tätigkeit als Farmerin
bereits zwei sehr erfolgreiche Inka-Bücher
geschrieben und Barney betreibt nicht nur die
Farm, sondern auch den Fruit Stand.
|
Wir verabschieden uns nach einem
kleinen Plausch und fahren weiter ostwärts,
machen jedoch in Na’alehu bei der Punalu’u
Bakery den nächsten Stopp. |
Hier gibt es sowohl im Freien als auch im Inneren
Sitzmöglichkeiten. Es werden sehr leckere
Sachen angeboten, vor allen Dingen Mehlspeisen
und Eis, aber um die Mittagszeit gibt es auch
warme Speisen, wobei die Auswahl allerdings eher
gering ist.
Nun wollen wir uns einen richtig schönen
und auch großen schwarzen Sandstrand ansehen.
Dazu müssen wir wiederum ein wenig weiter
ostwärts zum Punalu’u Black Sand Beach
fahren, wo des öfteren die großen,
grünen Meeresschildkröten zu sehen sind.
Obwohl es ein nicht zu übersehendes Hinweisschild
gibt, dass man genügend Abstand zu den Tieren
halten, geschweige denn sie berühren soll,
gibt es immer wieder Touristen, die sich nicht
daran halten. Ist es denn so schwer, den Schildkröten
ihre nötige Ruhe zu lassen?
Leider ist es hier zum Baden fast nie geeignet,
das Meer ist zu rau und durch die Lavafelsen,
die mehr oder weniger aus dem Pazifik ragen, auch
zu gefährlich.
Wer Durst oder Gusto auf einen Snack hat, kann
sich eine Kleinigkeit am Kiosk kaufen. Viel Auswahl
gibt es allerdings nicht.
Es folgt eine längere Fahrt durch die weite
Ebene. Links Lava, rechts Lava und wir mitten
durch, auf dem Asphaltband, das vor Jahren einfach
so auf die Lava gelegt wurde.
Doch Achtung
Wir dürfen die Abzweigung zwischen MM 31
und 30 linkerhand nicht übersehen, denn das
ist die Mauna
Loa Road, die wir 11,5 Meilen
hoch fahren möchten, um von dort den Blick
auf den Halema’uma’u Crater zu genießen.
Und endlich kommt das Highlight, worauf wir schon
die ganze Zeit warten
Es
ist der Hawai'i
Volcanoes National Park.
Nach dem Passieren des Kassenhäuschens fahren
wir geradeaus zum Kilauea
Visitor Center, das wir nach kurzer Zeit erreichen.
Zur Information sehen wir uns den Vulkan- bzw.
Lavafilm an, der während der Öffnungszeiten
regelmäßig läuft. Außerdem
erkundigen wir uns bei den Rangern, ob und wo
Lava fließt und ob man diese auch sehen
kann.
Anschließend fahren wir – soweit geöffnet
– den Crater Rim Drive und auch die Chain
of Craters Rd. bis zum Meer.
Dann ist Zeit zum Überlegen, welche Trails
wir in der uns zur Verfügung stehenden Zeit
laufen möchten. Bei zwei Trails benötigen
wir Permits, die wir bei Bedarf kostenlos im Kilauea
Visitor Center bekommen.
Nachdem wir nun vieles im Volcanoes National
Park kennen gelernt haben, fahren wir in östlicher
Richtung nach Hilo weiter.
Da unser Thema immer noch „Lava“
heißt, reizt es uns sehr, eine Führung
in der Kazumura
Lava Tube, die sich bei Kurtistown
befindet, mitzumachen.
Dazu biegen wir, vom National Park kommend, kurz
nach dem MM 11 rechterhand in die Kuauli Rd. ein,
um in der Folge zur Kilauea
Cavern of Fire, wie die Kazumura Lava Tube
auch heißt, zu gelangen.
Diese Lava Tube ist wirklich beeindruckend und
wir freuen uns, die Führung gebucht zu haben.
Nach nicht sehr langer Weiterfahrt erreichen
wir unseren Ausgangspunkt Hilo, bleiben aber nicht
stehen.
Am Plan stehen nun der Mauna Kea sowie der Mauna
Loa, die beiden höchsten Vulkane auf Big
Island bzw. ganz Hawai’i.
Um dorthin zu gelangen, müssen wir die Saddle
Road (= 200) in westliche Richtung fahren, eine
andere Möglichkeit gibt es nicht.
Wie sieht es aber aus? Dürfen wir mit einem
Mietauto überhaupt die Saddle Road fahren?
Um an Infos zu gelangen, klicken wir auf den 
Und wenn ja, dürfen wir damit auch auf den
Mauna Kea? Gibt es irgendetwas zu beachten? Auch
hier gibt der
gerne Auskunft
Und was ist mit dem Mauna Loa, dem etwas kleineren
Bruder? Was sagen die Vermietfirmen dazu? Auch
hier weiß der
Bescheid
Alles klar, nun sind wir im Bild und entscheiden,
was wir machen möchten. Diese Highlights
werden wir uns sicher nicht entgehen lassen.
Es gibt auch eine Straße, auf der man den
Mauna Kea "hinter herum" umfahren kann.
Dabei handelt es sich um die Mana
Road. Vorsicht! Lest, welche
Tücke die Mana Road in sich birgt.
Als Nächstes bemühen wir uns um einen
Helicopterflug ohne Türen
und fliegen vorzugsweise vom Airport Hilo ab,
weil von hier die Flugzeit zum Pu'u O'o weitaus
geringer ist, als würden wir von Kona aus
fliegen. Wir haben die Wahl zwischen Tropical
und Paradise
Helicopters, es sind Schwesterfirmen. Egal,
bei wem, wir wählen den Flug zum Vulkan,
denn diesem gilt unser Hauptaugenmerk.
Was sieht man eigentlich auf dem Flug zum aktiven
Pu'u O'o? Viel 
Auf meiner Infoseite
zum Pu'u O'o gibt es unter
anderem Bilder, ihr seid aber auch herzlich eingeladen,
euch den Videoclip
vom Heli-Flug zum aktiven Pu'u O'o mit der Landung
bei Jack anzusehen.
Jack ist der einzige derzeit noch auf der Lava
lebende Mensch. Viele Male schon wurde er ausgeflogen,
weil sich wieder ein Lavafluss seinem Haus näherte.
Bisher durfte er nach kurzer Zeit zurück
in sein Haus. Wir haben uns mit ihm unterhalten
und er bereitwillig Auskunft. Man merkt ihm an,
dass er zwar einerseits Hoffnung hat, dass sein
Haus erhalten bleibt, andererseits hat er ein
unterschweliges mulmiges Gefühl, zumal sein
letzter Nachbar im Oktober 2008 sein Haus räumen
musste, das nur kurze Zeit später von der
Lava vernichtet wurde.
Haben wir jetzt eigentlich alle Highlights oder
kommt noch eines in Frage? Ja, doch, das Schönste
kommt zum Schluss. Der flüssigen Lava sehr
nahe zu sein, das ist ein Erlebnis, das man nicht
in Worte fassen kann und deswegen muss zur Krönung
des Big Island Urlaubes unbedingt die Lavatour
mit Chris sein. Sehen wir uns doch zuvor
die Videoclips
an, um ungefähr zu wissen, was uns möglicherweise
erwartet. Ein Traum, wenn die Lava so fließt!
Update 23. Januar 2012: Die
Lavatour mit Chris kann ich nur mehr sehr bedingt
empfehlen. Gerade gestern hatte er einen Termin
mit zwei Gästen meiner Homepage. Als sie
Chris sahen, wussten sie zwar, dass er nichts
getrunken hatte, aber er war in einem Zustand,
der für die Lavatour nicht geeignet war.
Daher fuhren sie ohne Lavatour wieder zurück.
Eines ist Fakt: Die Garantie auf Lava gibt es
nicht. Sie kann heute fließen und morgen
nicht mehr oder auch umgekehrt.
Für uns wollen wir hoffen, dass sie fließt,
für Jack, dass sie sein Haus auch weiterhin
verschont.
Mit diesem tollen Erlebnis beenden wir unsere
Reise auf Big Island