Als besonderes Highlight
auf Big Island ist ein Heli-Flug über die Lava
ein absolutes Muss, überhaupt dann, wenn gerade
ein aktiver Lavafluss zu sehen ist.
Ich habe solch einen Heliflug bereits mehrere Male
gemacht und nie bereut, auch dann nicht, wenn keine
Lava floss. Auch flog die Pilotin bzw. der Pilot
immer zum aktiven Vulkankegel Pu'u O'o. Es gibt
allerdings Berichte, dass dies nicht immer der Fall
ist, meist wird es auf das Wetter geschoben...
Wie dem auch sei: Allein dieses riesengroße
Lavameer aus luftiger Höhe zu sehen, ist sehr
beeindruckend.
Auf meiner Info-Seite Heliflug
mit oder ohne Türen? habe
ich die Vor- und Nachteile erläutert sowie
Infos zu der von mir bevorzugten Helicopter-Firma
und auch allgemeine Tipps geschrieben. Ein Blick
auf diese Seite lohnt allemal.
Nun will ich aber zeigen, was man üblicherweise
auf einem Heliflug (mit Tropical
oder Paradise
Helicopters) sieht.
Ich beginne mit dem Heliflug 2009, weiter unten
folgenden Fotos von 2007 und 2006.
Der Heli-Flug im Mai 2009 war ein ganz besonderes
Erlebnis, da es Tropical und Paradise Helicopters
für wenige Monate gestattet war, bei Jack Thompson,
dem letzten auf der Lava lebenden Mensch, einen
Besuch abzustatten, sprich - vor seinem Haus zu
landen.
Wie die Landung bei Jack war, was er uns erzählte,
ist in meinem Reisebericht
zu lesen.
Ich habe auch einen Videoclip
geschnitten, anhand dessen ihr euch den Heli-Flug
besser vorstellen könnt, falls ihr noch nie
mit einem Heli geflogen seid.
Nur zwei Monate später, nachdem wir bei Jack
waren, ging ganz in seiner Nähe ein neuer Lavafluss
vorbei. Jack wurde für kurze Zeit evakuiert,
was schon des öfteren vorkam, durfte aber bald
wieder zurück. Sein Haus blieb unversehrt.
Macht es euch gemütlich, lehnt euch zurück,
es geht los 
| Kurz vor dem
Start am Airport Hilo. Im Hintergrund ist
der Mauna Kea mit seinen Observatorien zu
sehen. |
 |
| |
Das linke Gebäude ist das
Hilo
Hawaiian Hotel, unser Stammhotel, das ich
wärmstens empfehlen kann. |
| Die Tour heißt
"Feel the Heat with Waterfalls"
und so beginnen wir mit diesen herrlichen
Wasserfällen. |
 |
| |
Im Hintergrund der kleine Bruder
des Mauna Kea, der 4.169 m hohe Vulkan Mauna
Loa.
Mauna Loa heißt so viel wie "langer
Berg". |
Wir fliegen Richtung Meer, genau zu jener Stelle,
wo die Lava ins Meer fließt. Fast immer
tut sie das, nur manchmal legt die Feuergöttin
Pele eine Pause ein, dann sieht man leider nichts
- weder Dampfwolke noch rötlich leuchtende
Lava. |
Die ringförmig angeordneten Betonsteher
sind die spärlichen Reste eines irrwitzigen
Plans: Ein Mann wollte sich unbedingt hier
ein Haus bauen, das Dach war zeltartig vorgesehen,
ähnlich einem Zirkuszelt. Zu diesem
Zweck hat er in der Mitte einen Mast errichtet,
das sollte die Dachspitze werden.
Dem guten Mann wurde der Weiterbau verboten
und er bekam die Auflage, den in der Mitte
angebrachten Mast abzutragen.
Kurz darauf kam die Lava und nun ragen die
Betonsteher nur mehr ca. 1 m aus der Lava
heraus, der Rest ist unterhalb der Lava.
|
 |
| |
Links der Halema'uma'u Crater
mit dem neuen Vent und rechterhand ist der dampfende
Pu'u O'o zu erkennen. |
Wir nähern
uns dem Pu'u O'o, die Freude steigt  |
 |
| |
Zahlreiche offene Lava Tubes sind
zu sehen, auch die beiden Dampfwolken unten
am Meer. |
Und hier ist er - der Pu'u O'o. Leider
sehen wir dieses Mal vor lauter Dampfwolken
nichts. Trotzdem ist es ein unbeschreibliches
Gefühl, so nahe am Kraterrand zu sein!
Helis ohne Türen dürfen weitaus
niedriger fliegen als Helis mit Türen.
|
 |
| |
Für kurze Zeit verschwindet
die Dampfwolke und wir erhaschen einen Blick
in den Krater. |
| Am Kraterrand
sind zahlreiche Messgeräte montiert,
um die Aktivität aufzuzeichnen. |
 |
|
Nun fliegen wir zu Jack's House weiter.
|

Hier
ist Jack's House zu sehen, umgeben von Lava.
|

Kurz
vor der Landung. |
| |
Darf ich vorstellen?
Jack Thompson, der einzige noch auf der Lava
lebende Mensch. Anfangs sehr schüchtern,
taute er rasch auf und erzählte aus seinem
Leben. Lest dazu mehr in meinem Reisebericht. |
| Dies ist der
Lavafluss vom März 2009. |
 |
| |
George, unser Pilot, schießt
ein Abschiedsfoto von Jack, Michi und mir. |
Landung in Hilo und Abschiedsfoto mit George.
|
 |
Das war ein Flug mit "landing in unimproved
area", wie es auf dem Zettel, den wir
vor dem Abflug unterschreiben mussten, steht.
Leider wird die Landung bei Jack seit Juli
2009 nicht mehr angeboten. Tropical und
Paradise Helicopters bemühen sich zwar
darum, die Lizenz wieder zu bekommen, bisher
wird es ihnen aber verwehrt.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich das eines
Tages wieder ändert und vor allen Dingen,
dass Jack's House erhalten bleibt!
In diesem Jahr hatten wir das Glück,
einen ca. 200 m langen oberirdischen
Lavafluss zu sehen, dafür war
der Pu'u O'o Krater genauso eingehüllt
wie 2009. Seht selbst:
|
| |
Wiederum ist der Krater
des Pu'u O'o durch die Dampfwolke kaum
zu sehen. |
| |
In unserem Hawai'i-Urlaub
2005/2006 flogen wir am 3. Januar
2006 zum aktiven Pu'u O'o. Das ist
ein ganz besonderes Datum, denn
am 3. Januar 1983 brach der Pu'u
O'o zum ersten Mal aus und seither
produziert er, von kleinen Pause
abgesehen, ununterbrochen Lava.
|
Zu unserer Freude konnten wir schöne
Blicke vom Inneren des Pu'u O'o
erhaschen. Phänomenal, wie
das aussieht!
|
 |
Wenn es eure Reisebudget erlaubt,
gönnt euch den Heliflug ohne
Türen, ihr werdet begeistert
sein!
|
|
|