Aloha


Ein Teil der Touristen fährt auf den Mauna Kea, aber auf den Mauna Loa, dem kleinen Bruder, der sich gegenüber befindet und ebenfalls über die Saddle Rd. erreichbar ist, fährt praktisch kein Tourist.

Mit einem Alamo Auto darf man die Saddle Rd. inklusive Versicherungsschutz befahren, auf der Mauna Loa Observatory Road ist man jedoch mit jedem Mietwagen ohne Versicherungsschutz unterwegs!
Für das Befahren ist ein 4WD nicht nötig, da sich der Parkplatz auf 3.370 m befindet und diese Höhenlage selbst herkömmlichen PKWs üblicherweise keine Schwierigkeiten bereitet.

Ehe man auf die Saddle Rd. fährt, muss das Auto auf jeden Fall vollgetankt werden, es gibt in der Folge keinerlei Versorgungsmöglichkeiten.

Da es in höheren Lagen kühl bis kalt werden kann, ist das Mitnehmen von warmer Kleidung empfehlenswert.

Zugegeben, die Mauna Loa Observatory Road hat nicht die Highlights zu bieten, die die Mauna Kea Access Rd. zu bieten hat, trotzdem fahren wir sie immer wieder gerne.

Die Landschaft entlang der MLOR ist auf andere Art und Weise beeindruckend: Meilenweit fährt man durch ein riesengroßes Feld aus a’a-Lava. Meist kann man zwei, manchmal sogar drei verschiedene Lavafarben erkennen.

Die Straße, die zwischen dem MM 27 und 28 (von Hilo kommend) linkerhand der Saddle Rd. beginnt, ist großteils nur einspurig befahrbar und nur zu Beginn (Stand August 2010) wurde der Asphalt erneuert. Der weitere Verlauf zeigt die (mir bekannte) schlechte Straße mit zahlreichen Schlaglöchern und – als Kuriosität – eine handgezeichnete Mittellinie. Außerdem ähnelt die Straße einer Hochschaubahn, das fällt besonders beim Bergabwärtsfahren auf.

Durfte man in früheren Jahren bis zu den Observatorien fahren, so muss man mittlerweile das Auto am kleinen Parkplatz davor abstellen. Der Zugang zu den Observatorien ist auch per pedes nicht mehr erlaubt - leider! Ich bin dort nämlich gerne lustgewandelt

Am Ende der MLOR beginnt der Mauna Loa Observatory Trail, die kürzere, aber anstrengendere Variante, um bis auf den Mauna Loa in 4.169 m Höhe zu gelangen.


Hier nun Fotos:

Kurz nach dem Abbiegen von der Saddle Rd. Im Hintergrund - diese scheinbar niedrige Erhebung - ist der 4.169 m hohe Mauna Loa. Rechterhand - das leicht ansteigende Grün - ist der unterste Teil des Pu'u Huluhulu.
Hier sieht man, wie das Asphaltband auf die Lava gelegt wurde. Im Hintergrund wiederum der Mauna Loa.

für noch bessere Sicht steige ich auf den Reservereifen

das Asphaltband schlängelt sich über die Landschaft

auf 2.186 m Höhe (lt. unserem GPS) endet der neue Asphalt

links liegen lassen, rechts weiter fahren


Mittellinie: echte Handarbeit

auf 3.330 m stehen diese neuen Observatorien

kurz vor dem Ziel - das Auto am Ende der Straße am kleinen Parkplatz abstellen

hier beginnt der Mauna Loa Observatory Trail



Und hier Fotos aus dem Jahr 2000, man durfte noch zwischen den Observatorien lustwandeln

von der Lava zerstörtes Haus

Lava in verschiedenen Farben


Und mit Fotos aus 2009 geht es wieder bergab:

meist erst am Rückweg zu erkennen: Eine eingebrochene Lavatube


Ich hoffe, ihr habt jetzt auch eine Vorstellung, wie die Mauna Loa Observatory Road ist, was man sieht oder auch nicht .