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Viele Touristen möchten Lava, wenn sie fließt,
sehr gerne aus der Luft sehen. Dazu gibt es einige Helicopter-Anbieter.
Die meisten fliegen mit Türen, ein paar wenige bieten
Heli-Flüge ohne Türen an.
Was sind die Vor- und Nachteile der jeweiligen Helis
Vorteile
der Helicopter mit Türen:
1. Für Ängstliche sind die Türen eine
gewisse Sicherheit.
2. Wenn man vom Regen überrascht wird, bleibt man
trotzdem trocken.
3. Die Helis haben fast immer Aircondition.
4. Preise fast immer billiger als bei einem Heliflug ohne
Türen.
5. Nach dem Flug kann man – zu überhöhten
Preisen, wie ich finde – eine DVD vom eigenen Flug
kaufen. An der Außenseite des Helis ist eine Kamera
montiert, die den Flug aufzeichnet.
Nachteile
der Helicopter mit Türen:
1. Sie dürfen nicht so niedrig fliegen wie Helis
ohne Türen, im weiteren Sinn fehlt die „Nähe“
zur Umgebung.
2. Die Fensterscheiben spiegeln sehr leicht, was beim
Fotografieren und/oder Filmen sehr störend ist. Deswegen
empfehle ich das Tragen von dunkler Kleidung. Diese nützt
jedoch nur begrenzt, denn wenn andere Passagiere im Heli
helle Kleidung tragen, ist die Spiegelung wieder voll
wirksam.
Vorteile
der Helicopter ohne Türen:
1. Sie dürfen deutlich niedriger fliegen als Helis
mit Türen, dadurch ist man näher an der Umgebung.
2. Es gibt keinerlei Spiegelungen beim Fotografieren und/oder
Filmen, da es keine Scheiben gibt.
Nachteile
der Helicopter ohne Türen:
1. Für Ängstliche fehlt die gewisse Sicherheit,
da man von keiner Tür geschützt ist.
2. Gerät man in den Regen, wird man mehr oder weniger
nass.
3. Die Helis haben keine Aircondition. Ist es draußen
sehr warm, kommt man leichter in Schwitzen.
4. Preise sind nahezu immer teurer als bei Helis mit Türen.
5. Es gibt vom eigenen Flug keine DVD zu kaufen.
Unser allererster Helicopter-Flug war mit Blue
Hawaiian Helicopters. Wir ärgerten uns über
die vielen Spiegelungen, entsprechend schlecht wurden
unsere Fotos und Filmaufnahmen.
Daher beschlossen wir in der Folge, ausnahmslos nur mit
Helis ohne Türen zu fliegen.
Mein eindeutiger Favorit ist Tropical
Helicopters. Es ist jedoch auch möglich, mit
der Schwesterfirma Paradise
Helicopters zu fliegen.
Die beiden letzt Genannten sind am Airport Hilo zu finden
und zwar direkt nebeneinander, wie Schwestern eben 
Es gibt auch die Möglichkeit, ab Kona an der Westküste
zu fliegen. Der große Nachteil ist, dass die Flugzeit
zur Lava entsprechend lange ist und so verkürzt sich
auch die Zeit, die man dort verbringt, da man ja wieder
nach Kona zurückfliegen muss.
Wenn ihr die Tour „doors off“ wählt,
ist es jeweils die Tour, auf der ihr über der Lava
fliegen werdet, egal, ob bereits erkaltet oder fließend.
Manchmal ist es wettertechnisch nicht möglich, zum
Pu’u O’o zu fliegen, obwohl es mir selbst
auf zahlreichen Flügen noch nie passiert ist. Ich
hörte es aber bereits vereinzelt von anderen, nahm
deswegen Kontakt zu Tropical Helicopters auf, die mich
aufklärten.
Ich empfehle die Tour am frühen Morgen bzw. nicht
später als 10 Uhr, wenn möglich. Gegen Mittag
ziehen gerne Wolken auf und dadurch ist die Sicht oftmals
getrübt.
Wird der Flug ohne Türen gewählt, ist es besonders
im Winter empfehlenswert, lange Hose, festes Schuhwerk
und einen Anorak bzw. ein windfestes Oberteil zu tragen.
Hat jemand empfindliche Ohren, hilft ein kleines Stück
Watte.
Keine Angst vor dem Flug: Man wird sehr gut angeschnallt.
Immer wieder höre ich, dass es manche als „zu
gut“ angeschnallt empfinden, weil sie sich nicht
so hinausbeugen können, wie sie möchten.
Persönliche Gegenstände, wie z. B. Rucksäcke,
Wasserflaschen etc., dürfen nicht mit in den Heli
genommen werden. Bei Tropical und Paradise Helicopters
werden diese Gegenstände in ein Fach gesperrt.
Fotoapparate und Camcorder dürfen selbstverständlich
mit. Ich empfehle, besonders beim Camcorder darauf zu
achten, dass man ihn sich – zumindest provisorisch
– mit einem Band o. ä. um den Hals hängen
kann.
Achtet darauf, dass die Akkus dieser Geräte voll
geladen sind. Zur Sicherheit einen Reserveakku mitnehmen,
aber beim Wechsel besonders vorsichtig sein.
Ich habe, obwohl ich dachte, ich sei vorsichtig genug,
vor einigen Jahren Pele einen Akku gespendet, der direkt
in den Pu’u O’o gefallen ist! Sie hat sich
wahrscheinlich darüber gefreut, ich dafür weniger
Gut, dass ich noch einen weiteren Reserve-Akku mit dabei
hatte.
Speichert am Abend vor dem Flug eure Fotos extern ab,
damit die Speicherkarte leer ist.
Beim Camcorder mit DV-Kassetten ein neues Band einlegen.
Damit ihr euch besser vorstellen könnt, wie die
Sicht ohne störende Türen ist, kann ich euch
zwei Videoclips anbieten, die ich geschnitten habe und
zwar vom Heli-Flug auf Big
Island mit Landung bei Jack Thompson, dem letzten
auf der Lava lebenden Menschen und den zweiten von Kaua'i,
wo wir mit Interisland Helicopters flogen und zwei Mal
- für uns völlig unerwartet - mitten
im Dschungel von Kaua'i gelandet sind. Beide Flüge
waren ein Traum!
Und nun: Guten Flug, genießt die traumhafte Landschaft
unter euch 
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