Eine Rundreise über O'ahu...

Aloha


… soll euch zeigen, dass diese Insel, die immer wieder von Touristen abgewertet wird, diesen Ruf nicht verdient hat

Allerdings muss ich ehrlich zugeben, dass auch ich zu denjenigen gehörte, die zu Beginn unserer Hawai’i-Urlaube – Mitte der 1990iger Jahre – dachte, viel hat O’ahu nicht zu bieten. Mit diesem vorschnellen Urteil irrte ich mich aber gewaltig.

Manch einer von euch wird sich die Frage stellen, soll ich O’ahu zu Beginn einer Hawai’i-Reise planen oder eher ans Ende legen

Die Antwort ist schwierig und einfach zugleich, denn wie so oft gibt es jeweils Vor- und Nachteile.

Vorteil von O’ahu zuerst besuchen: Diese Insel ist – für mich – die richtige Einstimmung für Hawai’i, es kommt das erste Aloha-Feeling auf.

Nachteil von O’ahu zuletzt besuchen: Fast jeder erleidet einen Schock. Von den überwältigenden Schönheiten der anderen Inseln landet man in Honolulu. Schon beim Landeanflug sieht man den schmalen Waikiki Beach und gleich dahinter eine Hotelburg nach der anderen, eine höher als die andere.

Gut, man müsste nicht in Honolulu übernachten, das könnte man zum Beispiel in Kailua an der Ostküste genauso tun, aber das wollen die wenigsten, denn wenn Honolulu, dann sollte Waikiki nicht fehlen und dem stimme ich voll und ganz zu.

Waikiki ist laut, hier tummeln sich Abertausende von Touristen, Autogehupe hier, Sirene dort – von Ruhe keine Spur.

Aber genau das ist es: Kommt man von einer deutschen, österreichischen oder Schweizer Stadt, die ebenfalls mehr oder weniger laut sind, nach Honolulu, ist der Schock nicht allzu groß.

Aus diesem Grund empfehle ich, eine Hawai’i-Reise mit O’ahu zu beginnen und sich im Anschluss daran den Naturschönheiten der anderen Inseln zu widmen. Das ist das Eintauchen in eine völlig andere Welt – ja, so stellt man sich Hawai’i vor

Nein, stimmt eigentlich nicht, denn wenn man noch nie auf Hawai’i war, hat man eine bestimmte Vorstellung, doch diese ist meist weit unterhalb der Realität – Hawai’i ist schöner, als man es sich vorstellen kann.

Über eines muss man sich auf O’ahu auch im Klaren sein: Es wohnen außergewöhnlich viele Leute aus Fernost hier, das hat die Insel geprägt.

Und noch etwas solltet ihr wissen:

Jedes Jahr findet vom 2. Freitag im September bis zum 2. Freitag im Oktober das Aloha Festival statt.
Besonders schön finde ich die Floral Parade, eine richtige Augenweide.

Seit 1973 findet jeden zweiten Sonntag im Dezember der berühmte Honolulu Marathon statt.
Beginn ist auf dem Ala Moana Boulevard, von wo aus es Richtung Downtown Honolulu und in der Folge nach Waikiki geht. Vorbei am Waikiki Beach sind die Läufer Richtung Diamond Head unterwegs, machen dort eine kleine Schleife, um zum Waikiki Beach zurück zu kehren.

Sehen wir uns auf einer gemeinsamen Reise O’ahu genauer an

Und so werden wir am Airport begrüßt:

Anschließend übernehmen wir unseren Alamo Allrad-Jeep, den benötigen wir, weil wir Gebiete besuchen, die kaum ein Tourist zu Gesicht bekommt.
Da Alamo/National ihre Car Returns weitab der anderen Vermieter haben, gibt es in meinem Info-Teil die Wegbeschreibung zur Autorückgabe in Honolulu.

Es gäbe noch die Möglichkeit, mit einem Shuttle zum gebuchten Hotel zu fahren und O’ahu mit dem öffentlichen Verkehrsmittel The Bus zu erkunden, doch das ist nicht empfehlenswert. The Bus ist zwar sehr billig, fährt aber nur ganz bestimmte Ziele an, sodass man sehr unflexibel ist.

In Waikiki gibt es zudem den Waikiki Trolley. Die Fahrer sind sehr unterschiedlich. Manche erzählen viel von Honolulu oder überhaupt von O’ahu, andere schweigen sich aus und man erhält überhaupt keine Infos.
Der Waikiki Trolley fährt ebenfalls nur ganz bestimmte Ziele innerhalb von Honolulu an und er fährt sehr langsam, entsprechend benötigt man viel Zeit, um von A nach B zu kommen und billig ist er nicht gerade.

Wir fahren daher mit dem Mietwagen zu unserem lieb gewonnenen Hotel, dem Pacific Monarch Hotel in der Kuhio Ave. in Waikiki.
Dieses Hotel liegt nicht direkt am Waikiki Beach, aber bis dorthin ist es nicht weit.

Beim Einchecken bekommen wir das sogenannte „Aloha Book“ ausgehändigt. Dahinter verbirgt sich kein Bildband, sondern ein Gutschein-„Buch“.
Sei es nun ein Gutschein für McDonalds (1 Burger kaufen, 2 Burger für dasselbe Geld bekommen), seien es Rabatte in bestimmten Läden oder auch ein 1 : 2 Gutschein für die Teilnahme am Lu’au im Princess Kaiulani Hotel, also ein Mal zahlen, zwei Leute dürfen zum Preis von einem daran teilnehmen – dieses Aloha Book ist wirklich sehr nützlich und hilft, Geld zu sparen.

Eintritt für das Lu'au im Princess Kaiulani Hotel.

In früheren Jahren wohnten wir jeweils im Outrigger Reef on the Beach, das direkt am Waikiki Beach steht. Es wurde 2006/2007 renoviert, wobei mir die ursprüngliche Bar besser gefiel, es war irgendwie gemütlicher.

Manch einer wird sich wundern, aber der Waikiki Beach ist künstlich angelegt. Bis zum Jahre 2009 brachten mehr oder weniger regelmäßig Schiffe, die von Moloka’i kamen, den weißen Sand zum Waikiki Beach, dort wurde er dann malerisch verteilt.
Nun hat der Staat Hawai’i wegen der Weltwirtschaftskrise kein Geld mehr, die Sandlieferungen wurden auf unbestimmte Zeit gestrichen und nun geschieht das Unausbleibliche: Der Waikiki Beach wird noch schmaler, als er ohnehin schon war, was zur Folge hat, dass manche Hotels schon sehr nahe am Meer stehen, was der Bausubstanz nicht gerade gut tut.

Das Herzstück Waikikis ist die Kalakaua Ave. Hier reiht sich ein Restaurant an das andere, ein Laden an den anderen und ein Hotel an das andere, hier pulsiert das Leben, sowohl tagsüber als auch nachts.

In dem Moment, wo ich diesen Text schreibe (= 8. Juni 2010), ist der weltberühmte „International Market Place“ noch vorhanden, es gibt ihn seit dem 16. Januar 1955.
Doch seit Ende Mai 2010 ist bekannt, dass das Aus des International Market Place vor der Tür steht, er soll einem Open Air Shopping Center zum Opfer fallen.
Es ist schade, denn nicht nur mir ist der International Market Place ans Herz gewachsen und ich kann mir Waikiki ohne diesen Markt nicht wirklich vorstellen.

All jenen unter euch, die den International Market Place nicht mehr sehen können, hier ein paar Erinnerungsfotos:

Kleine Einkäufe können in den abc-Läden getätigt werden. Dort gibt es eigentlich alles, was man im Urlaubsalltag benötigt, angefangen über Getränke, Obst, Knabbergebäck bis zu Sonnenöl und Badetüchern.

Ist richtiges Shopping gefragt? Dann empfehle ich das Ala Moana Shopping Center, das sich westlich von Waikiki befindet. Zahlreiche Geschäfte laden zum Bummeln ein, es gibt Restaurants jeder Klasse, nahezu alles, was das Herz begehrt.

Ein wenig einfacher geht es im benachbarten Ward Center zu, aber ein gemütliches Durchschlendern ist kein allzu großer Zeitaufwand.

Schräg gegenüber des Pacific Monarch Hotels, gerade wenige Gehminuten entfernt, ist das Kings Village Shopping Center. Es ist ziemlich klein, aber einen Besuch allemal wert.

Vom Hotelzimmer aufgenommen: Sieht witzig aus

Steht am Abend essen gehen auf dem Programm, kann ich guten Gewissens Chili’s empfehlen, das sich in 2350 Kuhio Ave. befindet. Die Auswahl ist reichlich und das Essen wirklich gut.

Ein Restaurant, das ich gerne einmal besuchen möchte, ist das Top of Waikiki, wo man im 18. Stockwerk, hoch über Waikiki, speist, während dessen sich das Restaurant langsam dreht.

Genug ums Essen gekümmert, jetzt geht’s auf zur Stadtbesichtigung.

Der Honolulu Zoo befindet sich am Ostrand von Waikiki. Er ist nichts Weltbewegendes, eignet sich aber hervorragend, wenn der Flug zum Festland erst abends geht und man sich tagsüber nicht mehr weit weg vom Hotel bewegen möchte, da man ja noch zum Airport muss.
Auf meiner Info-Seite zum Honolulu Zoo sind ein paar Fotos vom Honolulu Zoo.

Der Foster Botanical Garden ist ein herrlicher botanischer Garten, den man sich – wenn möglich – nicht entgehen lassen sollte.

Nun auf zur Erkundung der Altstadt, die sich im Westen von Honolulu befindet.

Wir beginnen mit dem Aloha Tower. Parkplätze sind rar und es ist fast nur Valet Parking möglich.
Der Aloha Tower war viele Jahrzehnte das höchste Gebäude von Honolulu. Seit langem haben ihm diesen Rang zahlreiche Hotels abgelaufen und mittlerweile erscheint der Aloha Tower fast als Zwerg.

Mit einem Aufzug (zuvor security check) kann man auf die Aussichtsterrasse fahren und schöne Blicke über den Hafen und Honolulu genießen.

Der unmittelbar an den Aloha Tower angrenzende Aloha Tower Market Place ist zwar keine Besonderheit, aber doch einen kleinen Rundgang wert. Es wird nicht nur Ramsch zum Kauf angeboten, sondern auch wirklich schöne Artikel, wie z. B. besondere T-Shirts.
Auch wenn man nur eine Kleinigkeit kauft, z. B. eine Flasche Wasser oder ein Eis und hebt die Rechnung auf, sollte man diese sinnvoller Weise dem Herrn beim Valet Parking vorzeigen, dann ermäßigt sich die Parkgebühr.

Unweit vom Aloha Tower Market Place befindet sich Gordon Biersch, eine bekannte Mikrobrauerei. Es werden verschiedene Biere gegen Entgelt zum Verkosten angeboten und die Speisekarte macht einem den Mund wässrig.

Da wir in der Nähe von Chinatown sind, statten wir dieser einen Besuch ab, doch ich kann Chinatown eigentlich nichts sehr Positives abgewinnen.

Hier ein paar Fotos, wobei man auf einem Foto die ständige Polizeipräsenz gut erkennen kann: Links ein Polizeiauto, rechts ein Polizeiauto...

Der Gang durch die verschiedenen Märkte und Läden ist aufs Erste interessant, aber spätestens der zweite Blick zeigt ein sagenhaftes Chaos, wobei das aber nicht für alles gilt.

Es gibt diverse Stände, wo frische Speisen zubereitet werden. So sah ich z. B. lecker aussehende Hähnchenteile am Grill liegen, die noch nicht ganz fertig waren, reihenweise stellten sich Käufer an.
Im Augenwinkel sah ich, dass sich etwas in der Nähe des Grills bewegte und im selben Augenblick überkam mich großer Ekel: Eine Horde (!) Kakerlaken lief auf die Hähnchenteile zu! Wenn ihr nun meint – vom Koch abgesehen – dass sich die Käufer an den Kakerlaken gestört hätten, liegt ihr falsch! Das schien völlig normal zu sein, aber mir war es zuviel und ich wandte mich ab. Ich hatte ohnehin nicht vorgehabt, etwas zu kaufen, aber wenn… Gut, den Rest könnt ihr euch denken

Die sonstigen Sehenswürdigkeiten in der Nähe, wie Iolani Palace, State Capitol, die Kamehameha Statue (übrigens nicht das Original, denn das steht in Kapa’au auf Big Island) und das Rathaus, sollten bei einem Erstbesuch von Honolulu eigentlich nicht fehlen, es sei denn, es mangelt an Zeit, wie leider immer wieder.

Apropos Zeit: Wenn diese aufgebracht werden kann, ist ein Besuch des Bishop Museums sehr empfehlenswert.

Unser nächstes Ziel ist der Punchbowl Crater, ein erloschener Vulkan, der sich ein kleines Stück nördlich von Honolulu Downtown befindet. In diesem Krater befindet sich das National Memorial of the Pacific, das ist der größte Soldatenfriedhof von Hawai’i. Hier sind fast 37.000 amerikanische Soldaten begraben.

In unmittelbarer Nähe des Punchbowl Craters ist der Tantalus Drive, ein serpentinenartig angelegter Scenic Drive, der durch den Regenwald auf den Mt. Tantalus führt, von wo aus man eine fantastische Sicht auf Honolulu mit dem Diamond Head (im Hintergrund) hat.

In Reiseführern wird immer wieder empfohlen, den Tantalus Drive zur Sonnenuntergangszeit zu fahren. Solange das Wetter mitspielt, ist dieser Tipp goldrichtig, aber oftmals ziehen schon zu Mittag Wolken auf, die beharrlich die Sonne verdecken und mit tollen Sonnenuntergängen ist dann vom Tantalus Drive aus nichts mehr. Hier hilft nur eines: Wetter beobachten und zur vermeintlich richtigen Zeit fahren.

Da wir nicht sehr weit vom bekannten Nu’uanu Pali Lookout entfernt sind, machen wir uns auf den Weg und fahren den westwärts gelegenen Nu’uanu Pali Hwy. (= 61), bis zur Ausschilderung des Lookouts und biegen ab.
Am Nu’uanu Pali Lookout ist es meist sehr windig und dadurch auch kühler. Der Blick auf die steil abfallenden Klippen, die man „Pali“ nennt sowie nach Kane’ohe und Kailua sind wunderschön.

Nun würden wir aber gerne einen Trail laufen und was bietet sich in dieser Gegend mehr an, als der Maunawili Demo Trail Pali Side? Er beginnt in der nicht zu übersehenden Haarnadelkurve, das Auto stellt man am dort befindlichen Parkplatz ab.
Dieser Trail führt bis nach Waimanalo an der Ostküste. Einem Touristen ist es fast nie möglich, einen Shuttle zu organisieren und die Alternative, ein zweites Auto anzumieten, um an jedem Trailhead ein Auto stehen zu haben, scheidet ebenfalls fast immer aus. Somit ist man am besten beraten, einen Teil des Trails zu laufen und dann umzudrehen. Auf jeden Fall sehr lohnenswert!

Schließlich fahren wir nach Honolulu zurück, denn wir besorgen uns zwei Permits.
Eines ist für die Poamoho Access Rd. mit dem gleichnamigen Trail, nahe von Wahiawa im Inselzentrum, das andere ist für die Satellite Tracking Station Access Rd., auf der wir in die Wai’anae Mountains im Nordwesten von O’ahu kommen.
In meinem Info-Teil zu Permits auf O’ahu erkläre ich die Wegbeschreibung zu Na Ala Hele bzw. DLNR, wo wir die kostenlosen Permits bekommen.

Doch wir streben nicht sofort diese Ziele an, sondern nehmen den von Honolulu aus gesehenen östlichen sowie nördlichen Teil genauer unter die Lupe.

Nördlich von Honolulu gibt es den Mau’umae Ridge Trail, der wie auf einer Hochschaubahn (hinauf – hinunter – hinauf – hinunter) in die Ko’olau Mountains führt. Zugegeben, der Trail ist in gewissem Maße anstrengend, aber die Sicht auf Honolulu ist wunderschön.

Da wir gerade beim Wandern sind, knöpfen wir uns doch gleich den nächsten Trail vor. Es ist der Kuli’ou’ou Ridge Trail, der ebenfalls in die Ko’olau Mountains führt. Auch für diesen Trail benötigt man ein wenig Kondition, ansonsten ist der Muskelkater am nächsten Tag garantiert.
Wenn man beim Picknicktisch weiter nach oben bis zum „end of trail“ geht, hat man eine atemberaubende Sicht auf den Koko Crater, Koko Head und Diamond Head. Allein dafür lohnt sich die Anstrengung.
Ich habe von diesem Trail einen Videoclip geschnitten, wer Lust hat, ist herzlich eingeladen.

In Hawai’i Kai, ein klein wenig weiter östlich, machen wir im Koko Marina Shopping Center eine kleine Pause, bummeln ein wenig und gönnen uns eine Kleinigkeit zum Essen sowie zum Abschluss ein Eis.

Frisch gestärkt geht es nun auf den Diamond Head, den „Hausberg“ von Honolulu. Verständlich, dass sich das fast kein Tourist entgehen lässt und somit ist der ca. 45 Minuten lange Trail meist hoffnungslos überlaufen.

Doch wen stört das schon, hat man von oben eine traumhafte Sicht auf Honolulu mit Waikiki und dem Waikiki Beach, dem Kapiolani Park und auf der anderen Seite kann man direkt in den Diamond Head Crater blicken.

Möchtet ihr einen Videoclip davon sehen? Aber gerne – hier der Clip vom Diamond Head Trail.

Zur Abwechslung ist jetzt schnorcheln angesagt. Obwohl die Hanauma Bay nicht mehr wirklich zu empfehlen ist, möchte ich sie dennoch erwähnen.
Ihr werdet euch nun fragen „warum nicht mehr empfehlenswert?“. Die Antwort ist einfach: Es sind sehr häufig viel zu viele Besucher dort, fast alle schnorcheln, dadurch ist das Meer sehr aufgewühlt und man sieht kaum etwas.
Wer trotzdem in der Hanauma Bay schnorcheln möchte, sollte sehr zeitig am Morgen dort sein, 9 Uhr sollte angestrebt werden.
Es gibt vereinzelt Tage, wo man sogar um 10 Uhr noch einen Parkplatz bekommt, aber diese Tage sind wirklich selten.
Beachtet auch, dass die Hanauma Bay jeden Dienstag geschlossen ist.

Wie wäre es mit etwas Botanik? Nicht sehr weit vom Diamond Head entfernt befindet sich der Koko Crater Botanical Garden. Es ist ein relativ junger botanischer Garten mit je nach Jahreszeit vielen blühenden Pflanzen. Auch die Kakteenabteilung ist sehr schön anzusehen. Antimoskitospray ist jedoch empfehlenswert, außerdem die Mitnahme von Wasser, denn im Koko Crater Botanical Garden wird es ganz schön heiß.
Auf meiner Info-Seite zum Koko Crater Botanical Garden könnt ihr euch ein paar Fotos ansehen.

Nach der Botanik widmen wir uns der Zoologie. Dafür eignet sich der Sea Life Park hervorragend und er liegt auf unserem weiteren Weg Richtung Norden.

Der Eintritt ist kein billiges Vergnügen und will man an der Delfinfütterung teilnehmen, kostet das natürlich extra.

Am Waimanalo Beach halten wir uns ein wenig auf. Von hier aus sehen wir Manana Island, auch Rabbit Island genannt.

In Waimanalo beginnt der Maunawili Demo Trail Waimanalo Side, das ist jener Trail, den ich schon weiter oberhalb vom Pali Hwy. aus erwähnte.

Weiter geht es nach Kailua mit dem schönen Kailua Beach Park und über Kane’ohe weiter nach Norden. Entlang dieser Strecke gibt es immer wieder mehr oder weniger große Strände.

Im Kualoa Conservation Regional Park stellen wir unser Auto und gehen ein paar Meter zum Strand hinunter. Von hier aus ist „Chinaman’s Hat“ zu sehen, eine aus dem Meer ragende Felsformation, die die Form eines chinesischen Hutes hat.

Chinaman's Hat

"Gehen wir heute in die Disco?"

In Ka’a’awa steht (von Süden kommend) linkerhand des Highways das Crouching Lion Inn Restaurant. Es ist ein Restaurant der gehobeneren Klasse, der einzige Nachteil ist, dass es vom Meer durch den Highway getrennt ist.
Ich kann ruhigen Gewissens das Top Sirloin Steak empfehlen – ein Gedicht!

Jetzt widmen wir uns der Kultur, das Polynesian Cultural Center in La’ie steht am Programm.
Es ist zwar sehr touristisch, aber trotzdem einen Besuch wert. In sehr gut gemachten Shows der verschiedenen Südseeinseln wird einem die jeweilige Kultur näher gebracht.
Das PCC öffnet um 12 Uhr, sonntags ist es geschlossen.
Wer Interesse am PCC hat, sollte ziemlich pünktlich sein und nicht erst um 14 Uhr kommen. Das Gelände ist sehr weitläufig und es bedarf einiges an Zeit, um womöglich alle Shows sehen zu können und allein die Farbenpracht der Kostüme ist beachtlich.
Getränke, kleine Imbisse und Eis können käuflich erworben werden.
Abends wird ein Lu’au angeboten, an dem wir jedoch noch nie teilgenommen haben und daher kann ich es weder empfehlen noch davon abraten.

Den nächsten Stopp machen wir an der Turtle Bay. Mit etwas Glück sieht man hier die grünen Meeresschildkröten.

Weiter geht es zum Sunset Beach. Weswegen er diesen Namen trägt weiß man spätestens dann, wenn man mal zum Sunset dort gewesen ist. Romantik pur!

Ist zwischendurch ein Trail gefragt? Kein Problem In Waimea zweigt südostwärts die Pupukea Road ab, die uns zum Trailhead des Kaunala Trails bringt.

Anschließend ist am Laniakea Beach wieder eine Pause geplant, denn hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass man grüne Meeresschildkröten sieht, sehr hoch.

Nun ist es nicht mehr sehr weit und wir sind in Haleiwa.
Haleiwa ist ein ziemlich verschlafenes Nest mit einem ganz eigenen Flair, hier sind die Surfboarder zu Hause.
Wir lieben es, uns in der Coffee Gallery Eiskaffee zu bestellen und auf den im Freien aufgestellten Holztischen mit Bänken zu schlürfen.
Ist ein exquisites Restaurant gesucht, kann ich Jameson’s by the Sea empfehlen. Die Lage ist perfekt, die Speisen ebenso und dass Perfektes seinen (hohen) Preis hat, ist fast jedem bekannt – aber man gönnt sich ja sonst nichts

Wir fahren weiter westwärts und parken uns direkt am Dillingham Airfield ein. Ja, das darf man! Jetzt möchtet ihr wissen, was wir hier tun Nein, wir fliegen nicht, aber nur unweit entfernt beginnt der Kealia Trail, den wollen wir jetzt laufen.
Er bringt uns in die Wai'anae Mountains, in die wir – von der Westseite her – nur mit einem entsprechenden Permit über die Satellite Tracking Station Access Rd. kommen.
Läuft man den Kealia Trail vom Dillingham Airfield aus, benötigt man kein Permit.

Wieder retour fahren wir den Farrington Hwy. bis zu seinem Ende. Hier beginnt der Ka’ena Point Trail Mokule’ia Side, auf dem wir in das einzige Vogelschutzgebiet von O’ahu kommen, u. a. brüten Albatrosse hier. Schnorchelsachen nicht vergessen, denn wenn das Meer ruhig ist, kann man am Ka’ena Point herrlich schnorcheln!

Wir fahren anschließend über den Hwy. 99 nach Haleiwa zurück und in der Folge nach Wahiawa.

Eine kleine Besichtigung des Wahiawa Botanical Gardens sollte möglich sein. Dieser botanische Garten ist nicht sehr groß und auch nicht überlaufen.
Auf meiner Info-Seite zum Wahiawa Botanical Garden gibt es Fotos.

Doch beim Wort „Wahiawa“ fällt mir noch etwas ein: Dole Plantation
Und Dole = Ananas

Schon mal das beste Ananas-Eis aller Zeiten gegessen? Wenn nein, dann sollte es jetzt sein.
Im Shop wird vieles angeboten und alles hat etwas mit Ananas zu tun, seien es bedruckte T-Shirts, Salz- und Pfefferstreuer in Form einer Ananas, Bücher über Ananas – Ananas, wohin man sieht
Der Irrgarten ist recht witzig und es ist gar nicht so einfach, wieder herauszufinden.
Bei genügend Zeit lohnt sich die Fahrt mit dem Pineapple Express. Dieser kleine Zug fährt innerhalb von 20 Minuten eine zwei Meilen lange Strecke ab und in dieser Zeit bekommt man viele Infos über die Geschichte der Ananas.

Weiter geht es in südliche Richtung. Am Plan steht Pearl Harbor, das sich nur wenige Touristen entgehen lassen.
Am besten ist es, wenn wir uns als erstes die Karten für die Bootstour holen und uns ins Shuttleboat setzen, um zum Memorial zu fahren.
Anschließend sehen wir uns den Film und die Ausstellung an.

Und nun ab in den Südwesten und Westen

Im Südwesten gibt es im Ort Ewa die Hawaiian Railway Society.


Was hat denn ein Zug auf O’ahu verloren? Diese Frage wird sich manch einer denken.

Auf O’ahu und anderen Hawai’i-Inseln fuhren früher tatsächlich Züge! Sie waren hauptsächlich wegen des Transportes von Zuckerrohr von A nach B im Einsatz.

Reste der früheren Gleisanlagen kann man sehen, wenn man im Westen am Farrington Hwy. bis zur Yokohama Bay fährt bzw. so weit, bis die Straße zu Ende ist.
Dort beginnt der seit Jahren gesperrte Ka’ena Point Trail west side, aber es steht nichts im Wege, den Trail ein Stück zu laufen, gesperrt ist er ca. bei der Hälfte, weil ein Teil des Trails ins Meer abgebrochen und daher diese Stelle nahezu unpassierbar geworden ist.

Sieht man zu Trailbeginn auf den Boden, erkennt man immer wieder die Holzbohlen, die Eisenschienen wurden schon längst entfernt. Der Zug fuhr früher um den Ka’ena Point herum.

Zurück zur Hawai'i Railway Society: Zu Öffnungszeiten darf man sich frei am Gelände bewegen und fotografieren.
Sämtliche Restaurierungsarbeiten an Zügen und Waggons werden von Freiwilligen durchgeführt.

Der bekannte Parlon Car 64 fährt jeden zweiten Sonntag im Monat von hier Richtung Norden ab, stoppt am Kahe Point Beach Conservation Park und kehrt wieder zur Hawai’i Railway Society zurück. Reservierung ist dringend angeraten, da die Sitzplätze verständlicherweise limitiert sind.

Beim Weiterfahren entlang der Westküste fallen uns die zahlreichen Zelt“städte“ auf.
Diese gab es – in weit geringerem Ausmaß – schon früher, aber seit der Wirtschaftskrise ist die Zahl der Obdachlosen und somit die Zeltstädte rapid angestiegen.
Weshalb sie gerade im Westen und sonst kaum auf O’ahu zu finden sind, hat einen Grund: Der Westen wird von den Touristen weniger bereist, somit bekommen die Touristen wenig bis gar nichts von den vielen Obdachlosen mit.
Manche der Obdachlosen könnten sich nicht mal ein Zelt leisten und haben sich aus den primitivsten Mitteln eine „Unterkunft“ gebastelt, manchmal nur aus Baumästen bestehend, über die irgendwelche Tücher mehr oder weniger gespannt sind. Wiederum andere leben bzw. schlafen in ihren alten Autos.
Von der Polizei wird dies geduldet, denn wohin sonst mit den Obdachlosen?
Im Urlaub April/Mai 2009 fiel mir nur eines unangenehm auf: Diese armen Leute packen ihren Müll zwar in große schwarze Plastiksäcke, doch diese Säcke türmten sich entlang des Highways. Je öfter wir daran vorbei fuhren, umso mehr Säcke lagen umher und ich frage mich, wie oft bzw. selten die Müllabfuhr kommt. Ein schöner Anblick war das nämlich nicht gerade.

Obwohl es im Westen von O’ahu einige schöne Strände gibt, sind diese für Touristen nun fast tabu, eben wegen der Obdachlosen.

Im Ort Makaha werde ich jedes Mal nachdenklich.

Hier wuchs ab dem zehnten Lebensjahr Israel Kamakawiwo’ole auf, der am 20. Mai 1959 in Honolulu geboren wurde. Die ersten zehn Jahre wohnte er im Palolo Valley, nördlich von Honolulu.

Israel, liebevoll auch „IZ“ genannt, war ein äußerst begabter Sänger, der auch Ukulele spielte. Ja, er war, denn er starb am 26. Juni 1997 im Alter von 38 Jahren. Klar, viel zu früh, aber er litt an krankhafter Fettsucht, deren Folgen er nicht überlebte, er wog zuletzt 350 kg.
IZ war der dritte Hawaiianer (und der erste Nicht-Politiker), dessen Sarg im Capitol Building aufgebahrt wurde. Später wurde seine Asche dem Meer übergeben.

Schon bei meinen ersten Hawai’i-Urlauben kaufte ich einige CD’s der Gruppe „The Makaha Sons of Ni’ihau“. Diese Gruppe wurde von IZ, seinem Bruder Skippy sowie drei weiteren Sängern 1976 gegründet und mir gefiel die Musik auf Anhieb.

Skippy erlitt 1982 eine tödliche Herzattacke, was IZ schwer traf. Wen wundert’s…

Die Makaha Sons of Ni’ihau blieben bis 1990 bestehen, dann trennte sich IZ und machte sich selbständig. Ein Album nach dem anderen kam auf den Markt und war jedes Mal auf Platz 1.
Dass ich alle CDs besitze, erwähne ich nur am Rande, aber nicht nur das, auch DVDs und ein Buch über sein Leben darf ich mein eigen nennen.
Auch jetzt, in dem Moment, in dem ich diesen Text schreibe, höre ich IZ’ Musik

Kein anderer Sänger der Jetzt-Zeit kommt nur annähernd an IZ heran, auch wenn ich natürlich auch Gefallen an vielen anderen finden kann und insgesamt mehr als 50 CDs mit nur hawaiischer Musik und Liedern besitze.

Genug von Musik geschwärmt

Nach Makaha dauert es nicht mehr sehr lange, dann ist der Highway zu Ende und man befindet sich an der Yokohama Bay, die eigentlich Keawa’ula Bay heißt, aber ersteres ist leichter zu merken

Hier ist schöner weißer Sandstrand, meist ist das Meer ruhig, sodass man bedenkenlos baden und schnorcheln kann.

Doch für uns steht das letzte Highlight von O’ahu am Programm, nämlich die Wai’anae Mountains. Dafür haben wir uns bereits in Honolulu das kostenlose Permit zum Befahren der Satellite Tracking Station Access Road geholt.

Wenn ihr an der Yokohama Bay steht und rechterhand hoch auf die Berge guckt, seht ihr einen riesengroß wirkenden „Tennisball“ – dort hinauf und noch weiter möchten wir, schon deswegen, damit wir dem Tennisball nahe sind

Nach dem Vorzeigen des Permits und der Reisepässe dürfen wir weiter fahren. Nach dem Passieren des zweiten Gates ist bald die ungeteerte Piste erreicht und man durchfährt ein naturbelassenes Gebiet. Es ist herrlich grün hier oben, das würde man „von unten“ nicht für möglich halten.

Je nach Jahreszeit sind die Strawberry Guavas, von den Hawaiianern auch „Hawai’i Cherry’s“ genannt, reif, die köstlich schmecken! Vorsicht: Suchtgefahr

Auch Trails sind in den Wai’anae Mountains zu finden. Zum einen der Mokule’ia Trail, zum anderen der Kuaokala Trail.
Man könnte auch das Auto beim Trailhead des Kealia Trails stehen lassen und hinunter zum Dillingham Airfield laufen, von dieser Richtung ist auch meine Trailbeschreibung des Kealia Trails, aber daran denken: Man muss auch wieder hoch.

Die ungeteerte Piste darf man nicht unterschätzen. Sie zieht sich gewaltig in die Länge. Dazu kommt, dass man wegen der vielen Fotopausen, die sich nur schwer bis gar nicht vermeiden lassen, kaum vorwärts kommt.

Zuvor noch nie gesehene Hinweisschilder.

DAS ist das O’ahu, wie es nur ganz, ganz wenige deutschsprachige Touristen kennen, zumindest wurde mir das von der Lady von Na Ala Hele, die die Permits ausstellt, schon mehrfach erzählt.
Aber auch Touristen anderer Länder wird man hier vergebens suchen.

Mit diesem für mich außergewöhnlichen Highlight verabschieden wir uns von O’ahu und versprechen: Wir kommen wieder