Talsperren auf Gran Canaria


Februar 2011:

Vorab möchte ich Herrn Volker Bettzieche meinen Dank aussprechen, denn er war derjenige, der mir den Tipp gab, den Talsperren auf Gran Canaria doch eine eigene Seite zu widmen.

Herr Bettzieche las meinen Artikel über die "Risse" an der Talsperre des Soria-Stausees und schrieb mich daraufhin an. Da er selbst diesen "Riss" bereits 2009 fotografierte, konnte dieser also nicht neu sein. Michi und ich nahmen dies zum Anlass, ein zweites Mal zum Soria-Stausee zu fahren und hatten das Glück, den Pegelmeister zu treffen, der uns bereitwillig Auskunft gab. Dies ist in meinem Artikel vom 18. Februar 2011 nachzulesen (bitte auf dieser Seite zum entsprechenden Datum hinunter scrollen).

Herr Bettzieche hat eine sehr aufschlussreiche Auflistung seiner 2009 besuchten Talsperren auf Gran Canaria, in der z. B. die jeweiligen Bauzeiten sowie die Fassungsvermögen genau angegeben sind.

Ich freue mich sehr, dass sich Herr Bettzieche bei mir gemeldet hat, denn nur dadurch konnte der Irrtum mit dem "Riss" an der Talsperre des Soria geklärt werden.

********************

Der Großbrand im Juli 2007 forderte, dass zum Löschen des Feuers alles, was Wasser war, herbei geholt wurde, sei es mit Tankwagen oder Löschhelikoptern. Anschließend waren die Stauseen auf Gran Canaria und auch die privaten Wassertanks erschreckend leer.

Obwohl die Winter 2007/2008 und 2008/2009 alles andere als trocken waren, reichte es nicht annähernd aus, die Stauseen wieder aufzufüllen. Nicht auszudenken, wenn während dieser Zeit ein weiterer Großbrand ausgebrochen wäre!

Erst der Winter 2009/2010 füllte die Stauseen großteils wieder auf, der Winter 2010/2011 brachte sie dann sogar zum Überlaufen.

Da wir gerne Talsperren besuchen, bleibt es nicht aus, dass ich auch viel fotografiert habe, um das Ganze bildlich festzuhalten.

Die für mich schönste Talsperre ist jene der Embalse de Ayagaures, die rötliche Bogenform ist einmal etwas ganz Anderes.

Nachfolgend chronologisch unsere "Stausee-Runden", die zuletzt besuchten jeweils an erster Stelle.

********************

31. Januar 2011: Fahrt zum Presa de la Cueva de las Niñas und zum Embalse de Soría

Das heutige traumhaft schöne Wetter nahmen wir zum Anlass, um nach fast einem Jahr wieder mal eine kleine Stausee-Besichtigungsrunde zu drehen.

Auf der GC 60 fuhren wir in nördliche Richtung nach Ayacata. Hier blühen die Mandelbäume naturgemäß noch mehr als eine Woche zuvor.

Nachfolgend Vergleichsbilder vom Presa de la Cueva de las Niñas, ein Mal von heute, das andere Mal von 2011, fast vom gleichen Standort aufgenommen. Man sieht sehr gut, dass dieses Jahr der Stausee um etliches weniger Wasser hat.

aufgenommen: 31. Januar 2012

aufgenommen: 21. Februar 2011

aufgenommen: 31. Januar 2012

aufgenommen: 21. Februar 2011

Die nachfolgenden 3 Fotos sind von heute.

Rechts: Dort, wo heute Leute spazieren gingen, war letztes Jahr meterhoch Wasser.

Auch die nachfolgenden Bilder zeigen, wie verhältnismäßig klein die Wasseroberfläche dieses Stausees ist.

Anschließend fuhren wir weiter und kamen beim Presa de el Perro vorbei. Auch hier sieht man den niedrigen Wasserpegel eindeutig.

 

Nun ging es zum Embalse de Soría, der natürlich auch deutlich weniger Wasser hat.

Am Weg zur Staumauer blühten bereits die blauen Taginasten.

Wiederum zwei interessante Vergleichsfotos. Auf dem rechten Foto, mit rotem Pfeil markiert, sieht man einen winzigen "Stein" aus dem See ragen. Am linken Foto, das ich heute geschossen habe, ist plötzlich eine kleine Halbinsel zu erkennen.

aufgenommen: 31. Januar 2012

aufgenommen: 9. Februar 2011

Die Halbinsel weckte mein besonderes Interesse, da ich linkerhand so etwas Ähnliches wie einen dunklen Sandhügel sah, daher zoomte ich stärker heran:

Einen Reim aus dem Gesehenen kann ich mir allerdings nicht machen.

Noch ein letztes Foto vom Soría Stausee, ehe wir im oberhalb befindlichen Restaurant einen kleinen Imbiss zu uns nahmen und schließlich die Rückfahrt antraten.

Weitere Stausee-Besichtigungen werden demnächst folgen, so es das Wetter zulässt. Ich habe nun wirklich nichts gegen Schönwetter, aber was diesen Winter auf Gran Canaria bisher abläuft, ist nicht normal. Es gab bisher viel zu wenig Regen, aber üblicherweise zeigt der Februar, was er kann und dreht seine Schleusen voll auf. Bleibt abzuwarten, wie es diesmal wird.

 

17. April 2011: Der Videoclip "Eine Fahrt durch den Frühling 2011 - Teil 5" ist fertig

Nun ist auch der fünfte und somit letzte Videoclip der Serie "Eine Fahrt durch den Frühling 2011" fertig.

Er zeigt den Presa de las Hoyas, Presa de Lugarejos und Presa de los Perez und als fast noch Geheimtipp die Fahrt zur santuario Cueva de la Virgen de Fátima im Barranco Hondo de Abajo (= GC 223). Vom Barranco Hondo de Abajo selbst habe ich keine Filmschnipsel, ich verrate aber so viel: Es ist eine wunderschöne Fahrt, die sich auf jeden Fall lohnt. Manchmal kann das Wetter aber verrückt spielen, dann ist es so nebelig, dass man fast nichts sieht.

Wer Lust hat, den jetzt fertig gewordenen Videoclip anzusehen, ist herzlich eingeladen!

 

8. April 2011: Der Videoclip "Eine Fahrt durch den Frühling 2011 - Teil 4" ist fertig

Fertig ist der kurze Videoclip ja schon gewesen, aber hochgeladen hatte ich ihn noch nicht. Das ist jetzt geschehen und ab sofort könnt ihr den knapp 2 Minuten langen Videoclip über den Embalse de Chira ansehen.

 

30. März 2011: Der Videoclip "Eine Fahrt durch den Frühling 2011 - Teil 3" ist fertig!

So, der nächste Videoclip Eine Fahrt durch den Frühling 2011 - Teil 3 ist fertig.

In diesem Videoclip stelle ich euch den Presa de Ayagaures, der mit meinen Augen betrachtet die schönste Talsperre von Gran Canaria hat, sowie den nördlich angrenzenden Presa de Gambuesa vor.

Nach dem Überqueren der Talsperre des Presa de Gambuesa gingen wir linkerhand ein kleines Stück hoch, dabei entstanden die Blumen- und Banenenaufnahmen.

Viel Spaß beim Gucken!

 

22. März 2011: Der Videoclip "Eine Fahrt durch den Frühling 2011 - Teil 2 ist fertig!

Nun ist auch der Videoclp Eine Fahrt durch den Frühling 2011 - Teil 2 fertig.

In diesem Videoclip seht ihr die Fahrt von San Nicolás de Tolentino auf der GC 210 nach Artenara, wobei natürlich - wie könnte es anders sein - auch einige Talsperren und Stauseen zu sehen sind. Nach dem regenreichen Winter sind die Stauseen wirklich gut gefüllt und das Wasser rinnt teilweise über den Überlauf.

 

12. März 2011: Der Videoclip "Eine Fahrt durch den Frühling 2011 - Teil 1" ist fertig!

Der Clip Eine Fahrt durch den Frühling 2011 - Teil 1 ist soeben fertig geworden.

Man sieht darinnen, wie voll die Stauseen nach dem regenreichen Winter sind. Es ist irgendwie beruhigend. Landschaftlich ist es jetzt wunderschön, vieles blüht bereits und weitere Blüten sind am Aufgehen.

Viel Spaß beim Video Gucken!

Teil 2 muss ich erst schneiden, aber das Hauptthema werden - so wie beim Teil 2 - wiederum Talsperren auf Gran Canaria sein.

Einen Teil 3 wird es übrigens auch noch geben.

 

2. März 2011: Besuch des Presa de las Hoyas, Presa de Lugarejos und Presa de los Perez

Den gestrigen Tag wollten wir eigentlich wandernd im Tamadaba Gebirge verbringen. Doch manchmal kommt es erstens anders, als man zweitens denkt. Es war dort oben dermaßen kalt (12° C im Schatten), dazu wehte ein sehr starker Wind - und wir waren nur in kurzen Hosen unterwegs, was völlig ungeeignet war.

Daher disponierten wir um, was in Anbetracht dessen, dass sich in der näheren Umgebung gleich drei Stauseen nacheinander befinden, leicht fiel.

>> hier geht es zum Videoclip (02:23)

Zuerst sahen wir uns den Presa de las Hoyas an.

Die Talsperre des Presa de las Hoyas mit dem deutlich zu erkennenden Überlauf.
Über diese Treppe, an der man linkerhand noch die Reste der Baugeräte sieht, gingen wir zur Talsperre hinunter.
Richtung Westen fotografiert.
Richtung Nordost fotografiert.
Blick von der Staumauer Richtung Süden.
Anschließend fuhren wir zum etwas nördlicher gelegenen Presa de Lugarejos.
Die Talsperre in nahezu voller Breite.
In unmittelbarer Nähe der Talsperre sind auch hier noch die Überbleibsel aus der Bauzeit zu bewundern.
Ehe wir über die Talsperre gingen, ein Foto derselben.
Hier noch einmal, etwas genauer. Im Hintergrund ist der Überlauf zu erkennen.
Auf dem Weg zum anderen Ende der Talsperre.
Blick von der Talsperre über den Stausee Richtung Süden.
Hier drinnen dürfte sich die Pegelstandsmessung befinden.
Blick vom westlichen Ende der Talsperre Richtung Osten. Im Vordergrund ist ein Teil des Überlaufes sichtbar.
Nun fehlte noch der Dritte im Bunde, der Presa de los Perez. Hier die Talsperre mit dem Stausee.
Blick in östliche Richtung.
Auch dieser Stausee hat, wie auch der Presa de Lugarejos, eine gebogene Talsperre.
Der Überlauf befindet sich rechts hinten, wie auf dem unteren rechten Foto relativ gut zu erkennen ist.

Nach dieser Talsperren- und Stauseebesichtung setzten wir unseren Inselausflug fort und fuhren über kleine Straßen zur Cumbre.

 

24. Februar 2011: Versprochener Bericht Stauseen Ayagaures und Gambuesa

Wir fuhren von den Bergen Richtung Maspalomas und ab dort auf der GC 1 in westlicher Richtung, wo wir dann an der ausgeschilderten Ausfahrt GC 503 nach Ayagaures von der GC 1 abfuhren.

Die GC 503 teilt sich bald. Links geht sie als GC 503 weiter, rechterhand wird sie zur GC 504 und auf dieser Straße gelangt man nach einiger Zeit zum Embalse de Ayagaures. Die GC 504 ist eine beliebte Straße, sie wird sehr gerne von Radfahrern benutzt. Entsprechend viele begegneten uns, Vorsicht war also angesagt.

>> hier geht es zum Videoclip (03:17)

Am geschotterten Parkplatz stellten wir das Auto ab und machten uns auf den Weg, um über die Staumauer zu gehen.

Zuerst ließen wir noch ein Auto vorbei...
... und beschlossen, uns anschließend den Überlauf anzusehen - und was man sonst noch so sieht
Hier ein Blick von der Staumauer Richtung Norden.
Nachfolgend die Staumauer sowie der Überlauf.
Blick auf die Staumauer nach dem Überqueren.

Auf demselben Weg gingen wir zurück und nordwärts, vorbei an alten kanarischen Häusern.

Vieles blühte und an den Ohrenkakteen wuchsen schon die roten Früchte, Tunas genannt, heran. Der Inhalt der Tunas schmeckt köstlich, allerdings sollte man sie unbedingt mit dicken Handschuhen pflücken, ansonsten ist die Handinnenfläche mit Stacheln übersät.

Wusstet ihr, dass aus dem Fruchtfleisch der Tunas die berühmte Kaktusmarmelade hergestellt wird?

Die Staumauer mit dem Überlauf des Embalse de Gambuesa. Das Wasser des Überlaufes läuft direkt in den Embalse de Ayagaures.
Über diese schmale Treppe gelangten wir auf die Staumauer des Embalse de Gambuesa, man könnte jedoch auch auf der Fahrpiste weiter gehen und gelangt ebenfalls dorthin.
Blick von der Staumauer des Gambuesa über den Embalse de Gambuesa bis zur Staumauer des Embalse de Ayagaures.
Blick von der Staumauer des Embalse de Gambuesa in nördliche Richtung.
Blick von der Staumauer des Gambuesa auf den Überlauf des Gambuesa. Unterhalb das Wasser des Embalse de Ayagaures.
Nach dem Überqueren der Staumauer gingen wir in nördlicher Richtung am Embalse de Gambuesa entlang. Hier ein Blick zurück auf die Staumauer.

Wir wollten noch ein kurzes Stück am Wanderweg laufen und gingen in diese Richtung.

Und wiederum kamen wir an einem schon verfallenen kanarischen Haus vorbei.

An den Palmen waren und sind immer noch die schwarzen Spuren des Großbrandes vom Juli 2007 zu sehen. Viele Palmen haben sich erholt, aber etliche fielen den Flammen zum Opfer.

Am Foto links unten eine blühende Aloe, rechterhand eine Bananenblüte sowie junge Bananen.

Auf diesem gut sichtbaren und mit kleinen Steinmännchen markierten Wanderweg zweigten wir schließlich ab.
Wir liefen ein Stück hoch und hatten einen fantastischen Blick auf den Embalse de Gambuesa (Vordergrund) und Embalse de Ayagaures (Hintergrund).

Nach geraumer Zeit kehrten wir zum Auto zurück, fuhren ein Stück weiter, um nochmals Blicke auf die Staumauer des Embalse de Ayagaures sowie des Embalse de Gambuesa zu erhaschen.

Im Vordergrund (rosarot) die Staumauer des Ayagaures, im Hintergrund die Staumauer des Gambuesa mit dem Überlauf.

Es war ein wunderschöner Ausflug. Der Wanderweg, den wir begonnen haben, kann man in Form eines Rundweges laufen und kommt an einer 500 Jahre alten Pinie vorbei, in dessen etwas ausgehöhltem Stamm sich ein Büchlein befindet, in das man sich eintragen kann.

 

22. Februar 2011: Weitere Fotos von unserer Stausee-Runde vom 21. Februar

Noch ist der 22. Februar Ich habe es leider nicht früher geschafft, weil wir heute schon wieder auf einer Stausee-Tour waren! Der Ayagaures und der Gambuesa fehlten noch Diese liefere ich dann morgen nach, man kommt ja zu nichts mehr

So, hier aber jetzt noch Fotos von gestern:

Der Presa de la Cueva de las Niñas hat derzeit so viel Wasser, dass ein Teil der Bänke und Tische im Wasser stehen! So voll sahen wir diesen Stausee bisher noch nie und wir kennen ihn mittlerweile fast 6 Jahre.

 

Presa de la Cueva de las Niñas

Presa de la Cueva de las Niñas

Presa de la Cueva de las Niñas

Nur unweit davon entfernt ist der Presa del Mulato, den wir allerdings nur von oben sahen.

Presa del Mulato

Presa del Mulato (aus anderer Sicht)

Hier noch einmal, aus anderer Sicht.

Vorbei an den Azulejos ging es nach San Nicolás de Tolentino.

Von San Nicolás fuhren wir meine Lieblingsstrecke, die GC 210, Richtung Artenara.

>> hier geht es zum Videoclip (04:02)

Am Foto die zahlreichen Serpentinen. Aber keine Angst, nur Serpentinen gibt es nun auch wieder nicht

Die Staumauer des Presa Caidero de la Niña.

Staumauer des Presa de Parralillo von der Wasserseite aus.

In Artenara kamen wir gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang an. Im linken oben Bildviertel ist der Roque Nublo zu erkennen.

 

22. Februar 2011: Unsere weitere Stausee-Runde - kleiner Ausschnitt

Wir schreiben im Moment die ganz jungen Stunden des 22. Februar. Ich möchte euch die allerersten Fotos unserer gestrigen Stausee-Runde zeigen, mehr folgen dann in einigen Stunden

Presa de la Cueva de las Niñas

Staumauer des Presa de la Cueva de las Niñas

Presa Caidero de la Niña

Staumauer des Presa Caidero de la Niña

Staumauer des Presa de Parralillo

nochmals Staumauer des Presa de Parralillo

 

19. Februar 2011: Besuch des Embalse de Chira

Gestern Nachmittag machten wir uns auf den Weg, dem Embalse de Chira einen Besuch abzustatten. Er liegt nur unweit östlich vom Embalse de Soría.

>> hier geht es zum Videoclip (01:56)

Wir fuhren die GC 604 von Norden kommend und hatten einen schönen Blick auf den Chira-Stausee mit dem gar nicht mal so kleinen Ort Cercados de Araña.

Hier zwei Detailaufnahmen von der rechten Seite:

Während der Soría ein Fassungsvermögen von 32.8 Millionen m³ Wasser hat, kann der Chira "nur" 4.030.000 m³ Wasser fassen.

Vom Ufer aus sahen wir Paddlern zu und hatten auch einen schönen Blick zur Staumauer:

Dann machten wir uns auf den Weg über die Staumauer.
Hier ein Blick auf die Talseite...
... dann umgedreht und ein Blick auf die Wasserseite.
Hier ein Blick zu "Albergue de Chira", die jedes Mal, wenn wir dort sind, verlassen aussehen, aber ob sie das wirklich sind?

Am anderen Ende der Staumauer nähern wir uns dem Überlauf:

Über diese Rinne kommt die Übermenge an Wasser des Soría, der höher als der Chira liegt, in den Chira...
... und durch dieses Rohr fließt es in den Chira.

Schließlich gingen wir wieder zur Staumauer zurück und ich versuchte, den Höhenabstand Wasseroberkante zur Staumaueroberkante zu fotografieren, was nicht einfach ist. Der vorsichtig geschätzte Abstand betrug heute Nachmittag knapp 2 m.

Der Blick auf das kleine Wasserkraftwerk des Chira.

Am 26. Februar 2010 waren die jetzt grünen Dächer rot gestrichen.

Hier noch zwei Detailaufnahmen:

Noch ein Blick auf den Transformator.

Übrigens habe ich zwei Höhlenwohnungen entdeckt. Die am Bild links abgebildete befindet sich in de Nähe des Wasserkraftwerkes, jene am rechten Bild fast gegenüber.

Zum Abschluss genehmigten wir uns in der Snack Bar "Vista Alegre" in Cercados de Araña zwei doppelte Espresso, zu denen wir fünf Butterkekse bekamen. Dafür wollte die gute Frau nur € 1,40 in der Summe haben - eine Rarität, selbst auf Gran Canaria!

 

18. Februar 2011: Fortsetzung Bericht über die Stausee-Besichtigung

Im Rahmen der unterhalb geschilderten nochmalen Besichtigung des Soría-Stausees haben wir gestern noch andere Stauseen besucht.

>> hier geht es zum Videoclip (04:29)

Begonnen haben wir mit dem Embalse de Tirajana, der von den Einheimischen oftmals "Presa de Santa Lucía" genannt wird, da er sich nur unweit südlich von Santa Lucía de Tirajana, dem Dorf in den Bergen, befindet.

Nach dem gelegten Großbrand Ende Juli waren alle Stauseen praktisch ausgepumpt, da das Wasser für die Löscharbeiten benötigt wurden. Der Anblick der Stauseen war nicht sehr schön.

Im Nachhinein beeindruckt mich der Vergleich der Fotos vom Embalse de Tirajana, das linke Bild habe ich am 31. Dezember 2008 aufgenommen, das rechte Bild gestern.
Bemerken möchte ich noch, dass die Fotos nicht bearbeitet sind! "Out of camera", jeweils dieselbe Kamera ohne Veränderung der Einstellungen. Am rechten Bild sieht man auch, wie schön grün es jetzt schon ist, es dauert nicht mehr lange, bis die ganze Insel blüht.

Weiter ging es auf der GC 65 in südliche Richtung. Beim Mirador El Guriete drehten wir um, allerdings nur für ganz wenige Meter, denn fast gegenüber befindet sich eine Naturpiste, die wir ein Stück entlang fuhren.

Achtung! Mit Mietwagen würde ich vom Befahren dieser Piste unbedingt abraten!

Wir gingen ein Stück an der Ruta de la Sal entlang, bis wir an jener Stelle waren, wo wir den Embalse Hondo vermuteten ("hondo" heißt übersetzt "tief").

Ein Blick etwas mehr nach links zeigte dann wenigstens die Staumauer:

Da wir aber zum Soría Stausee wollten, machten wir uns nicht die Mühe des Weitergehens und konnten somit nicht feststellen, ob dieser Stausee Wasser führt oder nicht.

Vom gleichen Standort, nur etwas nach rechts gesehen, erspähten wir die Cuevas Blancas, die weißen Höhlen.

Der Bericht mit der überraschenden Begegnung am Soría Stausee steht im Artikel unterhalb.

Nach dem Soría fuhren wir die GC 505 ein Stück zurück und bogen in die ausgeschilderte Straße Richtung San Bartolomé und Ayacata ab. Landschaftlich ist es, wie das ganze Bergland, eine wunderschöne Strecke.

Es dauerte nicht sehr lange und wir kamen zum Presa de "Salto de el Perro". Die Sonne stand bereits tiefer, deswegen sind die Fotos etwas dunkler:

Im rechten unteren Bildviertel ist nochmals ein winziger Stausee zu erkennen. Ob dieser gefüllt ist, weil der Preso de el Perro abgelassen werden musste, entzieht sich meiner Kenntnis.
Hier nochmal im Detail der winzige Stausee.

Das nachfolgend linke Bild zeigt nochmals einen Teil des Presa de el Perro. Das rechte Bild entstand kurz nach der Weiterfahrt und zeigt ebenfalls nochmal den Presa de el Perro.

Nach der Weiterfahrt auf der GC 605 Richtung Ayacata sahen wir, wie schon des öfteren, kurz bevor wir zum Cruz de San Antonio kamen, auf einem Berghügel zwei Kreuze.

Also stellten wir das Auto beim Cruz de San Antonio ab und gingen die paar Höhenmeter zu den beiden Kreuzen hinauf.

Ich konnte bis jetzt nicht heraus finden, was es mit den zwei Kreuzen auf sich hat, aber vielleicht gelingt es eines Tages.

 

18. Februar 2011: Kleine Stausee-Besichtigung - und der Irrtum mit dem "Riss"!!

Stauseen haben es uns angetan und was lag daher näher, als gestern auf einer kleinen Stausee-Besichtigung unterwegs gewesen zu sein. Unter anderem haben wir den Soria-Stausee besucht, denn von dessen Staumauer hatte ich zuletzt die im Internet erwähnen "Wölbungen" nicht fotografiert, das wollte ich nachholen.

Zuvor und danach nahmen wir andere Stauseen unter die Lupe, davon etwas später mehr. Nun ist der Embalse de Soria an der Reihe.

Wettermäßig war es ein wenig besser als am 10. Februar 2011:

 

An der Staumauer sahen wir einen offensichtlich älteren Herrn tief unten an Schiebern der Kontrollgangentwässerung hantieren.

Da er damit länger beschäftigt war, schoss ich in der Zwischenzeit ein weiteres Bild vom "Riss" sowie vom Überlauf, der sogenannten Sprungschanze.

Nach seiner Rückkehr an die Oberfläche sprachen wir ihn an. Er war sehr freundlich und trotz unserer bescheidenen Spanischkenntnisse hat sich ein nettes und für uns informatives Gespräch ergeben.

Interessant ist, dass wir sehr viel vom spanisch Gesprochenen verstehen, es aber selbst so nicht sagen könnten.

Der heutige Pegelmeister war seit Anfang an beim Bau der Sperre dabei, zuvor war hier gar nichts, nur Natur, dann wurde von 1962 bis 1972 gebaut. Er habe 12 Stunden pro Tag gearbeitet, von 7:00 bis 19:00, eine anstrengende und gefährliche Arbeit sei es gewesen, kein Vergleich zu heute (kann man sich
gut vorstellen).
Wir durften den 71 - Jährigen auf seinem weiteren Kontrollgang begleiten und haben natürlich sofort nach dem dunklen "Riss" gefragt, der die schöne Mauer verunstaltet. Er lachte, denn den "Riss" kenne er seit gut 40 Jahren, eine Berühmtheit, er stünde als "schwarzer Riss" schon im Internet (ich muss
forschen!) und er erklärte uns, wie es dazu kam:

Bei den Betonarbeiten wurden Rohre (oder Schläuche?) verwendet, um den Beton von den Betonpumpen hinab zu lassen. Solch ein Teil sei abgerissen und untergetaucht, es konnte nicht mehr geborgen werden. Dummerweise wurde dieses Teil an die Schalung gedrückt, sei bald darauf von selbst heraus gefallen und habe später die weithin sichtbare Vertiefung hervorgerufen.

Ob diese Erklärung schlüssig ist, wissen wir nicht und haben dann auch vergessen zu fragen, warum der Spalt nie geschlossen wurde.

Auf dem weiteren Kontrollgang, den der Pegelmeister sichtlich genoss, kam er auf den Großbrand von 2007 zu sprechen. Die ganze Umgebung habe gebrannt, alle Pinien, nur die Häuser wurden erhalten. Kaum vorstellbar, wenn man heute die Hänge betrachtet. Strotziges Grün mit einem leichten Gelbstich
wegen der beginnenden Frühjahrsblüte, keine Spur vom Feuer zu sehen.

Seit dem Tief von 2007 hat sich der Staupegel kräftig erholt und ist nur einige (40?) Zentimeter unter dem bisherigen Höchststand angekommen. Im Stauvolumen ist das noch eine gewaltige Menge, die dieses Jahr im Frühjahr nicht mehr zu erwarten ist.

Es scheint ein Projekt zu existieren, ein WKW in Verbindung mit dem Chira - Stausee zu errichten, wohl auch mit Rückfördereinrichtung (Speichernutzung), aber das koste unheimlich viel Geld und liege schon sehr lange auf Eis.

Nun standen wir vor dem Pegelhäuschen, das durch mehrere Schlösser gesichert wird, der riesige Schlüsselbund des Pegelmeisters kam zum Einsatz.

Wir durften die Messeinrichtung und Fernübertragung inspizieren, eine Einperlmessung der Firma Rittmeyer, stolze 90,21 m zeigte die örtliche Anzeige, die ich fotografieren durfte. Der Kompressor muss wegen der hohen
Luftfeuchtigkeit täglich einmal entwässert werden, es fällt ein guter Liter an.

Derzeit befinden sich im Soria-Stausee 12 Millionen m³ Wasser, das maximale Fassungsvermögen sind 32,8 Millionen m³, erzählte er uns.

Nachdem alles wieder gesichert war, verabschiedete sich unser nette "Fremdenführer" von den quasi - Nachbarn und trat zu Fuß den Heimweg an.

Wir gingen noch ein Stück auf der Staumauer entlang, um die unschönen Ausbuchtungen zu fotografieren, von denen einige wie Fertigungsfehler / Ungenauigkeiten aussehen und andere wohl gewollte Abweichungen von der "Ideallinie" sind und die inneren Werte der Mauer (Kontrollgänge?) nach außen abbilden.

Schließlich entdeckte ich noch eine Taube, die an einer sicheren Stelle saß sowie einen Paddler in einem primitiven Boot.

Allein der Ausflug nach Soria hat sich gelohnt und wir freuen uns über das Glück, einem so freundlich gesinnten Pegelmeister begegnet zu sein.

 

10. Februar 2011: Soría Stausee und Arguineguin

Gestern unternahmen wir einen kleinen Inselausflug. Mein besonderes Interesse galt dem Embalse de Soría, also dem Soría Stausee. Ich las im Internet, dass die Staumauer Risse aufweisen würde und man überlegt, ob ev. Wasser ausgelassen werden soll, um die Staumauer zu entlasten.

Einen Riss haben wir bereits entdeckt, als wir noch gar nicht auf der Staumauer waren.

Der Riss ist deutlich zu erkennen.

Ein wenig hineingezommt und auf den beiden Bildern unterhalb noch etwas mehr gezoomt.

Klickt bitte auf die Fotos zum Vergrößern.

Ein Blick über den Stausee und für kurze Zeit kam sogar die Sonne heraus, sodass man den Roque Nublo gut sehen konnte.

Der Überlauf ist so hoch angelegt, dass Wasser nur dann darüber laufen kann, wenn der Stausee um etliche Meter höher ist als jetzt, was fast unvorstellbar ist.

Die Stiege dient als Zugang für die auf mehreren Ebenen befindlichen Kontrollgänge.

Am Rückweg zum Auto sahen wir wunderschön blühende Taginasten.

Anschließend fuhren wir über die GC 505 nach Arguineguin, wo es ausgesprochen ruhig und nahezu leer war. Die dunklen Wolken am Himmel sowie der Wind luden nicht unbedingt zu längeren Spaziergängen ein.

Ein Blick nach Puerto Rico.

Arguineguin gefällt mir deutlich besser, auch wenn vieles im Argen liegt und renovierungsbedürftig ist.

Im Hafen sind die bunten Boote mit ihren teilweise winzigen Kajüten zu bewundern und auch die Glass Bottom Ferry fuhr vorbei.

Nach dem Genuss eines sehr guten Espressos fuhren wir nach Hause in die Berge.

 

26. Februar 2010: Freigabe der Sperre vor Ayacata (= GC 60) + Besuch des Embalse de Chira

(geschrieben um 19:15 Uhr kanarische Zeit)

Heute Nachmittag fuhren wir die GC 60 in nördlicher Richtung, weil wir uns selbst überzeugen wollten, wie es mit der Sperre aussieht.

Kurz nach der Brücke in Rosiana waren Arbeiter mit der Anbringung von Stahlnetzen beschäftigt, die zukünftig zumindest einen Teil der Steinschläge abhalten sollen.

gesperrte GC 605 Richtung Presa de las Niñas

Unmittelbar nach der Abzweigung zum Presa de las Niñas (= GC 605, dzt. gesperrt) war die GC 60 gesperrt. Etliche Autos standen dort, Leute fotografierten.

 

Sperre der GC 60

 

Wir hatten, da dieser Abschnitt heute freigegeben werden sollte, die Hoffnung, dass wir bereits bis nach Ayacata fahren können, aber das sah gar nicht danach aus.

Plötzlich kam aus der gesperrten Gegenrichtung ein Fahrzeug, kurz darauf ein zweites, in dem ein Angestellter der Bar in Ayacata saß und wir unterhielten uns kurz, da wir ihn kennen. In dieser Bar trinken wir nämlich ganz gerne einen Espresso. Der gute Mann meinte, wir sollen die Sperre einfach ignorieren, die Straße sei bereits befahrbar und nahm ein rot-weißes Hütchen weg, damit wir fahren können.

Hmmm, sollen wir das wirklich tun? Normalerweise würden wir gar nicht überlegen, denn gesperrt ist gesperrt, basta. Wir kennen den Herrn aber gut genug um zu wissen, dass er uns nicht ins Unglück schicken würde und zum Erstaunen der Touristen fuhren wir weiter.

Schon nach kurzer Zeit sahen wir einige Straßenarbeiter, die aber keine Anstalten machten, uns zu vertreiben. Wir wurden nur gebeten, kurz zu warten, da Gegenverkehr kommt. Anschließend passierten wir die vom letzten Unwetter beschädigte Straße (ein Teil der Fahrbahn ist abgebrochen und liegt unter der Erde, die von der Straße dorthin gebaggert wurde) und gelangten problemlos nach Ayacata. Die Fahrt weiter nördlich auf der GC 60 sparten wir uns aber, da die direkte Verbindung nach Tejeda nach wie vor unterbrochen ist und noch länger sein wird. Tejeda ist, von Süden kommend, nur über Cruz de Tejeda zu erreichen.

 

Rückblick, nach dem Passieren der beschädigten GC 60

Wir kehrten um und bogen wenige Kilometer weiter südlich in die GC 604 zum Embalse de Chira ein.
Auch hier kann man noch erkennen, dass die Straße teilweise verschüttet war, sie ist aber dzt. problemlos zu befahren.

Der Chira-Stausee ist randvoll, das Zuviel an Wasser läuft über das Überlaufbecken ab.

Überlaufbecken des Chira-Stausees

Chira-Stausee

 

In Chira tranken wir in der Bar Alegre Espressos und kamen mit der Besitzerin ins Gespräch. Das Thema war natürlich das bevorstehende 4. Unwetter. Sie ist davon überzeugt, dass es in der kommenden Nacht zuschlagen wird. Warten wir es ab, im Moment sieht es überhaupt nicht danach aus. Es ist leicht bewölkt und unwahrscheinlich warm - fast 30°!

Am Rückweg kamen wir nach Ayacata zur Wiedereröffnung der Straße zurecht - die Sperren wurden gerade entfernt, es war kurz nach 14 Uhr. Fahrzeuge bis 12.0 Tonnen dürfen nun wieder fahren, zumindest bis auf weiteres.

San Bartolomé de Tirajana

San Bartolomé wurde sehr schön von der Sonne beleuchtet.

Kurz vor San Bartolomé (von Norden kommend) ist die GC 60 auf einem kurzen Stück nur einspurig befahrbar. Der Grund ist - wie so häufig - Hangrutschung, die aber großteils schon beseitigt wurde.