Samstag, 14. 9. 2002

Uihh, haben wir gut geschlafen Jeder von uns rund 6 bis 7 Stunden, nur durch kurze Pausen unterbrochen.

Es dauert nicht lange und wir bekommen diese heißen Tücher, an denen man sich immer die Finger verbrennt. Aber sind sie erst mal halbwegs ausgekühlt, ist es ganz gut, sich damit das Gesicht und die Hände zu reinigen. Kurz darauf wird das Frühstück serviert, ich wähle eine kleine kalte Platte und Kaffee dazu.

Mit ein wenig Verspätung, nämlich gegen 15 Uhr Ortszeit, landen wir in Singapore. Dieser Flughafen ist wirklich schön, unheimlich geräumig, außerdem läuft alles sehr ruhig ab, kein Gehetze, kein nichts. Wir bummeln ein wenig an den Geschäften entlang, bis ich einen Locker finde. Das ist genau das Richtige für unsere schweren Rucksäcke und den Laptop.
Nun besitzen wir nur noch die Hüfttasche, Michi noch den Filmer, mehr nicht. Leichten Schrittes geht es nun weiter. U. a. besuchen wir auch den Cactus Garden, doch beim Hinaustreten ins Freie trifft uns fast der Schlag: Es ist unwahrscheinlich heiß und feucht, richtig tropisch eben. Ich muss sagen, es begeistert schon, was hier alles für die Passagiere gemacht wird. Die Kakteen zähle ich zwar nicht, sehe sie nur sehr genau an, denn ich vermute immer wieder, sie seien nicht echt. Ist aber ein Irrtum – natürlich sind sie echt.

Nach einiger Zeit haben wir Hunger und suchen ein Restaurant. Michi isst etwas Ähnliches wie mexikanischen Truthahn (er ist jetzt so müde, dass er es nicht mehr weiß und ich habe es auch nicht abrufbereit). Ich bestelle ein Rinderfilet, etwas sehr Feines, mit Gemüse und Ofenkartoffel dazu.

Dann entdecke ich ein Internet-Cafè – klar, da muss ich hinein und M. und E. eine kurze Mail schreiben, wo wir stecken

Michi meldet Bedenken wegen der Lautstärke in der nun folgenden Qantas-Maschine, Marke Economy Class, an. Deshalb kaufen wir vorsorglich Notons für ihn. Kann nicht schaden und brauchen kann man diese Dinger auch immer wieder.

Mittlerweile haben wir unsere Rucksäcke und den Laptop wieder zurück geholt (die Lagerung kostet übrigens 6 US$). Und nun hocken wir gegenüber von Gate 11, unserem Abflugsgate, das noch geschlossen ist. Michi schläft schon ein wenig neben mir, immer wieder fällt ihm der Kopf hinunter, was ein leichtes Schmunzeln bei mir auslöst.
Es ist nun 21.19 Uhr Ortszeit, um 22.15 Uhr soll unser Flieger mit dem Ziel Darwin starten.

Fünf Minuten früher als geplant heben wir ab. Wir haben die Sitze 23D und 23E – da der Flieger nur zwei Sitze rechts, zwei in der Mitte und zwei links hat, sitzen wir dementsprechend in der Mitte, direkt vor uns ist der Monitor, vor uns die Business Class. Heimweh nach der Lufthansa-Maschine macht sich breit, wenngleich ich sagen muss, die Sitze in der BC der Qantas sind zwar etwas größer als in der LH-Economy, die Beinfreiheit ist auch ein wenig größer, auch mit Fußstützen, aber trotzdem überhaupt kein Vergleich zu LH-Maschine in der Business Class.

Ungefähr zwei Stunden nach dem Start bekommen wir etwas zu essen, eigentlich wollen wir gar nichts und schlafen sogar schon, aber wir werden einfach aus dem Schlaf gerissen. Nun, ein paar Bissen verdrücken wir. Und dann heißt es warten, warten, warten......Warten auf Godot......unsere Tabletts werden nämlich glatte zwei Stunden nicht abgeholt. Weiß der Kuckuck, weshalb nicht, ich nehme an, die Airhostessen schlafen. Wir können uns kaum bewegen und nicht nur das – wir bekommen nur ein einziges kleines Gläschen Wasser zu trinken, that’s all. Ich glaube, die Qantas meint, sich nun alles erlauben zu dürfen, jetzt, wo die Ansett überhaupt nicht mehr als Konkurrenz gilt. Nun, ich wollte ohnehin nicht Qantas buchen, aber sie ist die einzige Airline, die von Singapore ohne Umweg über Sydney direkt Darwin anfliegt.