Uihh, haben wir gut geschlafen
Jeder von uns rund 6 bis 7 Stunden, nur durch
kurze Pausen unterbrochen.
Es dauert nicht lange und wir bekommen diese
heißen Tücher, an denen man sich immer
die Finger verbrennt. Aber sind sie erst mal halbwegs
ausgekühlt, ist es ganz gut, sich damit das
Gesicht und die Hände zu reinigen. Kurz darauf
wird das Frühstück serviert, ich wähle
eine kleine kalte Platte und Kaffee dazu.
Mit ein wenig Verspätung, nämlich gegen
15 Uhr Ortszeit, landen wir in Singapore. Dieser
Flughafen ist wirklich schön, unheimlich
geräumig, außerdem läuft alles
sehr ruhig ab, kein Gehetze, kein nichts. Wir
bummeln ein wenig an den Geschäften entlang,
bis ich einen Locker finde. Das ist genau das
Richtige für unsere schweren Rucksäcke
und den Laptop.
Nun besitzen wir nur noch die Hüfttasche,
Michi noch den Filmer, mehr nicht. Leichten Schrittes
geht es nun weiter. U. a. besuchen wir auch den
Cactus Garden, doch beim Hinaustreten ins Freie
trifft uns fast der Schlag: Es ist unwahrscheinlich
heiß und feucht, richtig tropisch eben.
Ich muss sagen, es begeistert schon, was hier
alles für die Passagiere gemacht wird. Die
Kakteen zähle ich zwar nicht, sehe sie nur
sehr genau an, denn ich vermute immer wieder,
sie seien nicht echt. Ist aber ein Irrtum –
natürlich sind sie echt.
Nach einiger Zeit haben wir Hunger und suchen
ein Restaurant. Michi isst etwas Ähnliches
wie mexikanischen Truthahn (er ist jetzt so müde,
dass er es nicht mehr weiß und ich habe
es auch nicht abrufbereit). Ich bestelle ein Rinderfilet,
etwas sehr Feines, mit Gemüse und Ofenkartoffel
dazu.
Dann entdecke ich ein Internet-Cafè –
klar, da muss ich hinein und M. und E. eine kurze
Mail schreiben, wo wir stecken 
Michi meldet Bedenken wegen der Lautstärke
in der nun folgenden Qantas-Maschine, Marke Economy
Class, an. Deshalb kaufen wir vorsorglich Notons
für ihn. Kann nicht schaden und brauchen
kann man diese Dinger auch immer wieder.
Mittlerweile haben wir unsere Rucksäcke
und den Laptop wieder zurück geholt (die
Lagerung kostet übrigens 6 US$). Und nun
hocken wir gegenüber von Gate 11, unserem
Abflugsgate, das noch geschlossen ist. Michi schläft
schon ein wenig neben mir, immer wieder fällt
ihm der Kopf hinunter, was ein leichtes Schmunzeln
bei mir auslöst.
Es ist nun 21.19 Uhr Ortszeit, um 22.15 Uhr soll
unser Flieger mit dem Ziel Darwin starten.
Fünf Minuten früher als geplant heben
wir ab. Wir haben die Sitze 23D und 23E –
da der Flieger nur zwei Sitze rechts, zwei in
der Mitte und zwei links hat, sitzen wir dementsprechend
in der Mitte, direkt vor uns ist der Monitor,
vor uns die Business Class. Heimweh nach der Lufthansa-Maschine
macht sich breit, wenngleich ich sagen muss, die
Sitze in der BC der Qantas sind zwar etwas größer
als in der LH-Economy, die Beinfreiheit ist auch
ein wenig größer, auch mit Fußstützen,
aber trotzdem überhaupt kein Vergleich zu
LH-Maschine in der Business Class.
Ungefähr zwei Stunden nach dem Start bekommen
wir etwas zu essen, eigentlich wollen wir gar
nichts und schlafen sogar schon, aber wir werden
einfach aus dem Schlaf gerissen. Nun, ein paar
Bissen verdrücken wir. Und dann heißt
es warten, warten, warten......Warten auf Godot......unsere
Tabletts werden nämlich glatte zwei Stunden
nicht abgeholt. Weiß der Kuckuck, weshalb
nicht, ich nehme an, die Airhostessen schlafen.
Wir können uns kaum bewegen und nicht nur
das – wir bekommen nur ein einziges kleines
Gläschen Wasser zu trinken, that’s
all. Ich glaube, die Qantas meint, sich nun alles
erlauben zu dürfen, jetzt, wo die Ansett
überhaupt nicht mehr als Konkurrenz gilt.
Nun, ich wollte ohnehin nicht Qantas buchen, aber
sie ist die einzige Airline, die von Singapore
ohne Umweg über Sydney direkt Darwin anfliegt.