Wir stehen um 6:30 Uhr auf, um 7 Uhr gibt es
bei B. Kaffee. Wir sitzen auf dem Balkon und genießen
die Stille (bis auf B.s Monolog). Nahezu pünktlich
fahren wir los. Es ist gar nicht einfach, zum
Haus des Bushcamper-Vermieters zu finden, die
Hausnummer ist ziemlich versteckt.
Ich dachte immer, es werde Herr B. sein, der
uns erwartet – aber es ist ein Herr namens
G.
Und B. wartet und wartet und wartet.....Worauf
eigentlich 
Erstmal kommt das Schriftliche dran wegen des
Bushies, dem folgt die Einweisung durch G. Er
versucht zwar, dies auf die Schnelle zu erledigen,
doch da es unser erster Bushie-Urlaub ist, lassen
wir uns alles haarklein erklären (obwohl
ich schon vieles von M. weiß). Das Bordwerkzeug
ist wider Erwarten relativ umfangreich, trotzdem
hoffen wir, dass wir es nicht brauchen werden.
Eigentlich sind wir um 9 Uhr fertig, allerdings
muss G. mit Herrn B., der in Perth hockt, Kontakt
aufnehmen – und Westaustralien ist um 1,5
Stunden zurück.
Also müssen wir warten, dann ist auch dieser
letzte bürokratische Teil erledigt und es
kann losgehen.
Übernahme Bushie mit Km –
Stand: 116.148
B. bietet an, dass sie mit uns zum Casuarina
Shopping Center fährt, sie habe ohnehin
dort zu tun. Nun, nein kann man auch nicht sagen.
Also fährt sie vor, wir hinter ihr her. Im
Casuarina bekommt sie Hunger, denn sie hatte kein
Frühstück (wir auch nicht
),
also nehmen wir dort gemeinsam unser Breakfast
ein.
Dann trennen sich unsere Wege, Michi und ich
machen das Casuarina unsicher. Doch zu diesem
Zeitpunkt wissen wir noch nicht, wie lange wir
an diesem Tag in Darwin unterwegs sein würden.
Oh Gott....
Wir bekommen im Casuarina wirklich viel von meiner
„Einkaufsliste Darwin“, aber doch
nicht alles und genau dieser Rest macht uns schwer
zu schaffen. Man glaubt gar nicht, wie schwierig
es ist, z. B. ein Fliegengitter zu erstehen oder
eine Handlampe, eigentlich Dinge des täglichen
Gebrauches für Darwin – denken wir
zumindest.
Gegen 20 Uhr gehen wir in die so genannte Backpacker-Street,
ist eigentlich nicht der richtige Name, aber er
spricht trotzdem für sich. Dort essen wir
in einem Restaurant: Michi Barramundi auf Reisbett,
ich Barra-Filet mit Bratkartoffeln und Gemüse.
Und wie schon vor vier Jahren – eine übergroße
Riesenportion.
Wird Zeit, dass langsam wieder Schmalhans Küche
bei uns einkehrt
Doch damit ist der Tag und schon gar nicht der
Abend zu Ende. Wir fahren kreuz und quer durch
Darwin, sehen bei alle möglichen (schon geschlossenen,
es ist schließlich 23 Uhr) Geschäften
durch die Scheiben, um erkennen zu können,
ob sie vielleicht unsere fehlenden Dinge im Laden
haben. Nichts dergleichen ist der Fall. Ein wenig
betrübt fahren wir zu unserem Zimmer zurück,
allerdings füllen wir vorher noch den hinteren
Tank auf, der ja leer ist (und so geben wir ihn
auch wieder zurück – vorne voll, hinten
leer).
Achja, hier habe ich sogar die genaue Uhrzeit
unseres Tankstopps: Es ist 23:22 Uhr 
Mit dieser Uhrzeit hat es eine besondere Bewandtnis:
Michi will mit seiner Kreditkarte bezahlen, doch
das funktioniert nicht. Mehrmalige Versuche scheitern.
Leicht entnervt wählt er die Notrufnummer
der Kreditkartenfirma und fragt, was los sei.
Die Antwort der sehr freundlichen Dame am anderen
Ende der Leitung: "Wir mussten ihre Kreditkarte
sperren, da Verdacht auf Betrug nahe liegt. Am
heutigen Tag wurde nämlich mit ihrer Karte
ein 4-stelliger Australien-Dollar-Betrag abgebucht
und daraufhin die Karte gesperrt".
Ja Himmel noch einmal
Ich habe vor unserer Abreise bei der Kreditkartenfirma
angerufen. Einerseits, um das Limit aufheben zu
lassen und andererseits habe ich bekannt gegeben,
dass wir demnächst nach Australien fliegen
und ein 4-stelliger Betrag abgebucht wird 
Und jetzt, wo genau dieser Fall eintritt, weiß
plötzlich niemand etwas davon 
Nachdem der Irrtum aufgeklärt ist, wird die
Karte sofort freigeschaltet und Michi kann bezahlen.
Es ist jetzt 24 Uhr, also Geisterstunde, demnach
gerade der richtige Zeitpunkt, um erstens duschen
zu gehen und zweitens mein Notebook einzuschalten,
um wenigstens einen Teil vom Sonntag schreiben
zu können. Weit komme ich nicht, aber es
ist trotzdem 1.30 Uhr morgens, ehe ich ins Bett
finde 
Km-Stand am Ende des Tages: 116.246
Tages-Km: 98