Wie könnte es anders sein: Um 6.45 Uhr läutet
der Wecker. Doch das stört mich nicht, denn
ich war ohnehin fast die ganze Nacht munter. Mein
Husten verstärkt sich mehr und mehr, teilweise
bis zum Brechreiz. Wirklich zum Verzweifeln. Gut,
dass Michi nach seinen Angaben kaum etwas davon
mitbekam, sonst hätte ich ihm auch noch den
Schlaf geraubt. Und meine Stirnhöhlen sind
nach wie vor voll mit Eiter. Ich weiß gar
nicht, wann es mich das letzte Mal dermaßen
arg erwischt hat.
Ich stehe auf und gehe zu den sanitären
Anlagen. Alle anderen schlafen noch. Dann beginne
ich langsam, die Sachen aus dem Campground-Kühlschrank
wieder in unseren Bushie zu verfrachten, unsere
Sachen zusammenzupacken, denn heute ist leider
Abreise von der Banyan Farm. Schade, aber alles
nimmt leider mal ein Ende. Ein Glück, dass
uns Wally noch begegnet, denn auch von ihm wollen
wir uns persönlich verabschieden.
Und dann gehts weiter.....
Wir fahren die Daly River Rd. ostwärts bis
zur Dorat Rd. (= alter Stuart Hwy.), von da ab
südlich in Richtung Katherine.
Doch ich bin so enorm müde, Frühstück
hatten wir auch keines, dass ich den Vorschlag
mache, in Hayes Creek etwas zu konsumieren, es
ist ja auch schon nach 11 Uhr, also fast Mittag.
Wir bestellen Barramundi & Chips und wie üblich,
wird eine Riesenmenge angeliefert. Aber eines
ist wenigstens gut – der Kaffee für
den Fahrer ist frei 
Und weiter geht's nach Katherine. Meine Güte,
die paar Kilometer können sich vielleicht
ziehen.....
In Katherine besuchen wir den Woolworth. Meine
Bedenken, dass es vielleicht dermaßen tiefgekühlt
sei wie die drei in Darwin, bestätigen sich
Gott sei Dank nicht. Hätte ja noch gefehlt.
Es ist sogar fast zu warm. Nun soll niemand sagen,
mir kann man es nicht Recht machen
Doch, das geht eigentlich ganz leicht 
In diesem Woolworth finden wir nahezu alles,
was auf unserer Einkaufsliste steht. Es ist zwar
eine Sucherei, bis wir alles haben, aber immerhin.
Michi ersteht dort sogar seinen gekrempelten Sonnenhut
inklusive Mossie-Netz.
In dieser Mall gibt es auch eine Apotheke. Dort
kaufen wir einerseits homöopathische Kapseln,
andererseits einen ganz gut schmeckenden Hustensaft,
er soll angeblich helfen.
Da es schon kurz nach 14 Uhr ist, müssen
wir dazu sehen, dass wir weiterkommen.
Doch – halt
Wo ist denn die Ampol – Tankstelle
Die brauchen wir ja noch, schließlich hat
auch der Bushie Durst, nicht nur wir. Und bei
der Ampol soll es am billigsten sein. Also nix
wie hin 
Achja – hier habe ich es notiert: Diese
Ampol befindet sich bereits auf dem Victoria Hwy.,
aber wir sind noch nicht am Victoria Hwy. Also
noch ein wenig Geduld. Dank dieses genauen Hinweises
finden wir die Tankstelle auf Anhieb.
Tankstelle Ampol/Katherine:
vorne: 54,0 l
hinten: 43,07 l
Preis pro Liter: 97 ct
total bezahlt: AU$ 94,16
Öl: ok
Wasser: ok
Wassertank nachgefüllt, ca. 1/2 Kanister.
Relativ spät kommen wir im Victoria
River Roadhouse an, es ist sogar noch hell.
Wir bekommen auf Anhieb ein Zimmer (Nr. 3), auf
Nr. 1 wohnen zwei Motorradfahrer, einer von den
beiden torkelt später stockbetrunken vom
Roadhouse ins Zimmer, der andere ist wohl drinnen,
denn es brennt schon die ganze Zeit Licht.
| Was wir heute noch unbedingt machen möchten,
ist der Escarpment Walk. Also noch gut 1 km
auf den Victoria Hwy. fahren, dann geht linkerhand
die Abzweigung weg. Es ist uns klar, dass
wir zu spät dran sind, deshalb nehmen
wir auch unsere Stirnlampen mit. |
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Lieber Himmel
Ist der Anstieg vielleicht steil
Jetzt weiß ich, weshalb manche Touris
diesen Walk nicht gehen. Es geht über
Stock und Stein, aber echt steil bergauf.
Wenigstens ist der Trail gut markiert, was
aber gegen meine Atemnot nicht viel bzw. gar
nicht hilft. |

Rock
Wallaby
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gleich
ist es geschafft |
Ich bin immer noch heiser, huste aus dem letzten
Loch, meine Nebenhöhlen sind vereitert, also
alles beim Alten.
| Nun sind wir auf diesem Escarpment Walk
ganz oben angekommen und haben eine herrliche
Aussicht auf die Stokes Range. Für den
Sonnenuntergang ist es gerade ein paar Minuten
zu spät, aber was soll’s. |
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Ich finde es einfach traumhaft, allerdings steht
uns nun der Abstieg in völliger Dunkelheit,
nur mit unseren Stirnlampen bewaffnet, bevor.
Kein leichtes Unterfangen, vermute ich. Doch es
geht viel leichter, als erwartet, dauert zwar,
aber gut. Wir haben es ja nicht eilig 
Im Victoria River RH sind wir – besonders
ich – so geschafft, dass wir nach dem Duschen
wie ein Stein ins Bett fallen.
Km-Stand am Ende des Tages: 117.376
Tages-Km: 466