Uihhh, schlafen wir gut
Bis der Wecker klingelt

Nach der Morgentoilette gibt es ein ordentliches
Frühstück
und dann geht’s weiter.
Heute steht die Fahrt vom Keep
River NP nach Kununurra
auf dem Programm. Also eigentlich nicht allzu
viel.
Abfahrt ist um 9.40 Uhr – wo ist eigentlich
die Zeit zwischen Weckerläuten und Abfahrt
geblieben
Getrödelt haben wir nicht, offenbar liegt
es an meiner mangelnden Übung. Mist, ich
muss das Ganze besser hinbekommen, naja, wird
hoffentlich noch.
Um 12:45 Uhr sind wir bei der Kreuzung Victoria
Hwy. / Lake Argyle Rd.
In Kununurra angekommen checken wir im Mercure
Inn Kununurra Hotel ein.
Da wir sehr viel Zeit haben, beschließen
wir, zum Lake
Argyle zu fahren. Dies ist ein riesiger Stausee
südlich von Kununurra. Er ist das Wasserreservoir
Australiens.
Die Fahrt dorthin dauert eine ganz schöne
Weile, auch deswegen, weil wir immer wieder filmen
und fotografieren.
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Auch diese schöne Blüte entdecke
ich. |
Fast am Ende der Straße befindet sich
u. a. das Visitor Center mit einem Internet-Access
Letzteres nütze ich sofort und klappere meine
gmx-Box ab.
Während der Zeit, in der ich Mails schreibe,
bucht Michi in diesem Visitor Center den Heli-Flug
für übermorgen über die Bungle
Bungles, direkt vom Bellburn Airstrip weg. Macht
180$ pro Nase für 1/2 Std. Flug, aber dafür
sollen bei dem Heli die Türen ausgehängt
sein und er fliegt viel niedriger als irgendein
anderer.
Anschließend erkunden wir das Gelände
und fahren dann nach Kununurra zurück
Einkaufen muss für die Bungles auch noch
sein. Dazu fahren wir zum Coles,
diesem Einkaufszentrum, in dem es praktisch alles
gibt. Dort verbringen wir gut und gerne drei Stunden.
Wenn man solch einen Laden nicht kennt, vergeht
unheimlich viel Zeit alleine damit, um festzustellen,
wo man was findet. Aber letztendlich haben wir
alle sieben Zwetschken zusammen und fahren zum
Hotel zurück.
| Seltsamerweise ist es immer noch hell und
ich mache den Vorschlag, zum Kelly's
Knob Lookout zu fahren, dort soll der
Sonnenuntergang sehr schön sein. Also
nichts wie hin. |
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Bei der Anfahrt richte ich mich der Einfachheit
halber nach dem höchsten „Berg“
in Kununurra, denn der müsste es wohl
sein. Naja, manchmal findet auch ein blindes
Huhn ein Korn  |
| Wir gehen die paar Stufen hinauf und haben
tatsächlich einen wunderschönen
Blick auf die Stadt und die bald untergehende
Sonne. |
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Ich blicke ein wenig herum und sehe genau
hinter unserem Rücken einen viel höheren
„Berg“, auch führt zu Beginn
eine ganz schmale Straße dorthin, allerdings
für maximal 50 m und endet bei einem
riesengroßes Tor. Mist, und genau dort
möchte ich doch hinauf  |
Bei noch längerem Hinsehen sehe ich zwei
Männer, die schnellen Schrittes den Berg
hinauf laufen, fast joggen. Von dort oben muss
die Aussicht fantastisch sein 
Ich schlage Michi vor ,dass wir wenigstens bis
zu dem Tor gehen, vielleicht sei es gar nicht
versperrt, so nach dem Motto „Tor auf“
– „Tor zu“.
Doch Michi will nicht, daher gehe ich halt alleine
los und zu meinem Erstaunen folgt er mir dann
doch. Das, was wir auch vorher schon gesehen haben,
nämlich, dass das Tor geschlossen ist, bestätigt
sich nun. Davor große Warnschilder 
Wie aus dem Nichts erscheint der erste Jogger,
der nicht mal ein T-Shirt trägt und ruft
uns zu, wir sollen doch kommen. Zuerst denken
wir, er will uns veräppeln – das Tor
ist ja geschlossen und oben drüber
Nein, das ist erstens zu hoch und zweitens jenseits
des Legalen. Der Jogger scheint unsere Zweifel
zu bemerken, denn er ruft uns noch etwas Anderes
zu – nämlich, wir sollen einfach so
tun, als ob wir die in englischer Sprache geschriebenen
Schilder nicht lesen können und wir sollen
doch durch das Loch im Maschendrahtzaun schlüpfen.
Meine Güte, sind wir blind
Da klafft doch direkt neben der Türschnalle
ein riesengroßes Loch, wir stehen unmittelbar
davor und sehen es nicht. Nicht einmal das Schild,
das zum Durchsteigen auffordert, sehen wir 
Na gut, wir erholen uns von unserer eigenen Dummheit,
schlüpfen durch das Loch und dann geht es
bergwärts. Es ist ziemlich steil, wir kommen
gehörig ins Schwitzen, aber das Schlimmste
ist, dass wir auf solch eine Tour überhaupt
nicht vorbereitet sind, wir haben nichts zu trinken
mit. Der Durst lässt nicht lange auf sich
warten, aber das Wissen, dass wir vom Gipfel eine
erstklassige Aussicht haben werden, treibt uns
voran. Nach einiger Zeit (und ein paar kleinen
Pausen – japs
) sind wir oben und es ist einfach großartig,
was wir sehen
Es ist ein Blick um ganz Kununurra, sozusagen
360°, dazu gehört natürlich auch
das Hidden Valley, das in der untergehenden Sonne
ein Traum ist.

Blick
über Kununurra |

Blick
über das Hidden Valley |
Doch allzu lange können wir nicht bleiben,
denn wir wissen, dass es sehr schnell dunkel wird.
Da wir keine headlights mithaben, ist ein rascheres
Abwärtsgehen angesagt.
Wieder beim Auto, fahren wir direkt nach Kununurra
zurück, als Erstes zur BP-Tankstelle, es
ist 16.45 Uhr:
vorne: 74,0 l
hinten: 25,4 l
105,9 ct/l
total: AU$ 105,20
Wassertank: nachgefüllt
Öl: ok
Wasser: ok
1 l Öl zur Sicherheit gekauft
Anschließend geht es zu unserem Mercure
Inn Hotel. Wir nehmen eine erfrischende Dusche
und gehen ins Restaurant
Michi isst einen Caesar Salad und ich Barramundi.
Km-Stand am Ende des Tages: 117.848
Tages-Km: 165