Freitag, 27. 9. 2002

Der Wecker läutet, wir geben uns geschlagen und stehen auf.
Wir genießen das hervorragende Frühstück vom Mercure Inn Kununurra und fahren um 8.30 Uhr ab. Heute geht es auf die Gibb River Road

Als Erstes fahren wir jedoch zum Tourist Info Bureau von Kununurra, das um 8.30 Uhr, also kurz vor unserem Eintreffen, öffnet. Dort erfahren wir, dass z. B. die Ellenbrae Station mit 1.10. 02 die diesjährige Saison beendet und schließt, weiters, dass die Manning Gorge wegen schlechter Straßenverhältnisse absolut gesperrt ist. So ein Mist Dass die Adcock Gorge geschlossen ist, weiß ich schon seit langem.

Wir pendeln anschließend zu Fuß in das Golf Hotel (oder wie war der Name? Im Internet finde ich unter diesem Namen nichts), es ist auf derselben Straßenseite wie das Tourist Bureau. Dort finden wir einen Internet-Access, aber zu dumm, man kann immer nur jeweils 2$ einwerfen, dann funktioniert der PC für 10 Minuten Aber er ist so langsam, gigantisch. Was bin ich doch vom ADSL verwöhnt Und wenn dann endlich mal etwas geht, sind die 10 Minuten um und der PC fährt von selbst runter

Ich hinterlasse im Australien-Forum eine kurze Nachricht über die neuesten Neuigkeiten von der Gibb River Road (in der Folge GRR genannt), zum Mailen bleibt keine Zeit mehr, wir möchten doch weiter.

Also verlassen wir diese Räumlichkeiten, was an sich nicht besonders erwähnenswert wäre, aber es gibt einen „Freiluftgang“, nebenan werden die diversen Bäume, Sträucher etc. bewässert, Wasser ist natürlich auch am Freiluftgang und nach dem Schema Null komma nix rutsche ich aus und liege am Boden. Ohje, meine beiden Knie tun mir vorerst höllisch weh. Aber ich blute nicht mal, was ich beinahe als Gemeinheit ansehe Aber blaue Flecken sind mir sicher.
Also aufgestanden, retour zum Auto und losgefahren........

Um 10.35 Uhr sind wir bei der Kreuzung GNH/GRR.

Nun liegt sie also vor uns – die Gibb River Road

Die GRR ist hier eine reine Wellblechpiste. Michi, der ausnahmsweise am Steuer sitzt, fährt mit ca. 80 Km/h, allerdings ist es dadurch im Auto so laut, dass wir nicht mal die eigenen Sätze verstehen. Ich filme ab und zu, aber irgendwelche Kommentare oder Erklärungen kann ich mir sparen, man würde ohnehin nichts hören.

Die Emma Gorge lassen wir rechts liegen.

Um 12.50 Uhr stehen wir vor dem Pentecoast River (Michi ist der Meinung, es handle sich um den Chamberlain River).

Wir warten ab, bis ein anderes Auto durchfährt, damit wir ungefähr wissen, wie tief der Pentecoast River ist.
Nachdem das so harmlos aussieht, machen wir uns auf den Weg. Ein bisschen mulmiges Gefühl ist schon vorhanden, aber es gibt keinerlei Schwierigkeiten.
Anschließend geht es Richtung Home Valley Homestead.

Der Blick auf die Kimberleys ist wunderschön

Im Home Valley Homestead angekommen, machen wir endlich Rast, es ist auch schon 14 Uhr.

Doch dieses Home Valley Homestead möchten wir weiter erkunden, deshalb machen wir uns auf den Weg Richtgung Eingang. Ist schon irgendwie lustig, denn wir sehen minutenlang überhaupt niemanden. Dann kommen wir zum Eingangsbereich, dort steht, dass man sich nun auf privatem Gebiet befinde, man möge die Glocke läuten, wenn man etwas möchte, ansonsten wird gebeten, das Privatleben der Besitzer zu respektieren.

Nun wissen wir nicht, was wir tun sollen. Ich huste mal kurz, das fällt mir ja immer noch nicht schwer und das ist der Auslöser dafür, dass sich eine ältere Dame zeigt. Michi bestellt Kaffee, ich Cola light. Michi bekommt zu seinem Kaffee zwei Stück Kuchen, ähnlich einem Früchtekuchen, wie es ihn bei uns in der Vorweihnachtszeit gibt.
Später kaufen wir noch eine Landkarte, plaudern mit der Besitzerin, ihrem Mann (?), der Tochter (mit kleinem Kind). Und das Schönste ist, wir sind die einzigen Gäste

Doch das Ziel unserer heutigen Etappe ist damit nicht erreicht, denn wir möchten zur Ellenbrae Station, also weiter.

So sieht übrigens die Wellblechpiste namens Gibb River Road aus.
Und wenn man meint, hier tut sich nichts, ist das ein Irrtum. Kühe und Rinder gibt es mehr als genug.

Endlich gelangen wir zur Ellenbrae Station, aber der Weg ist schon ein bisschen verwirrend.

 

Zuerst sehen wir links und rechts des Tracks Schilder mit „bookings“, dann folgt ein Hinweis „rubbish tip“ und geradeaus geht es zum Homestead, wo wir um 17.15 Uhr ankommen. Dort erwartet uns ein weibliches Wesen, sie spricht den breitesten West-Australien-Dialekt, den man sich vorstellen kann, nebenbei ist sie ziemlich heruntergekommen, das Leben hier prägt offensichtlich.
Wir bezahlen 9$ pro Person/pro Nacht.

Abendessen: Wir sind Selbstversorgen und essen heute kalt. Anschließend sitzen wir noch unter einem gigantischen Sternenhimmel. Gegen Mitternacht gehen wir ins Bett


Km-Stand am Ende des Tages: 118.793
Tages-Km: 235