Der Wecker läutet, wir geben uns geschlagen
und stehen auf.
Wir genießen das hervorragende Frühstück
vom Mercure Inn Kununurra und fahren um 8.30 Uhr
ab. Heute geht es auf die Gibb River Road 
Als Erstes fahren wir jedoch zum Tourist Info
Bureau von Kununurra, das um 8.30 Uhr, also kurz
vor unserem Eintreffen, öffnet. Dort erfahren
wir, dass z. B. die Ellenbrae Station mit 1.10.
02 die diesjährige Saison beendet und schließt,
weiters, dass die Manning Gorge wegen schlechter
Straßenverhältnisse absolut gesperrt
ist. So ein Mist
Dass die Adcock Gorge geschlossen ist, weiß
ich schon seit langem.
Wir pendeln anschließend zu Fuß in
das Golf Hotel (oder wie war der Name? Im Internet
finde ich unter diesem Namen nichts), es ist auf
derselben Straßenseite wie das Tourist Bureau.
Dort finden wir einen Internet-Access, aber zu
dumm, man kann immer nur jeweils 2$ einwerfen,
dann funktioniert der PC für 10 Minuten Aber
er ist so langsam, gigantisch. Was bin ich doch
vom ADSL verwöhnt
Und wenn dann endlich mal etwas geht, sind die
10 Minuten um und der PC fährt von selbst
runter 
Ich hinterlasse im Australien-Forum eine kurze
Nachricht über die neuesten Neuigkeiten von
der Gibb River Road (in der Folge GRR genannt),
zum Mailen bleibt keine Zeit mehr, wir möchten
doch weiter.
Also verlassen wir diese Räumlichkeiten,
was an sich nicht besonders erwähnenswert
wäre, aber es gibt einen „Freiluftgang“,
nebenan werden die diversen Bäume, Sträucher
etc. bewässert, Wasser ist natürlich
auch am Freiluftgang und nach dem Schema Null
komma nix rutsche ich aus und liege am Boden.
Ohje, meine beiden Knie tun mir vorerst höllisch
weh. Aber ich blute nicht mal, was ich beinahe
als Gemeinheit ansehe
Aber blaue Flecken sind mir sicher.
Also aufgestanden, retour zum Auto und losgefahren........
Um 10.35 Uhr sind wir bei der Kreuzung GNH/GRR.
Nun liegt sie also vor uns –
die Gibb River Road
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Die GRR ist hier eine reine Wellblechpiste.
Michi, der ausnahmsweise am Steuer sitzt, fährt
mit ca. 80 Km/h, allerdings ist es dadurch im
Auto so laut, dass wir nicht mal die eigenen Sätze
verstehen. Ich filme ab und zu, aber irgendwelche
Kommentare oder Erklärungen kann ich mir
sparen, man würde ohnehin nichts hören.
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Die Emma Gorge lassen wir rechts
liegen. |
Um 12.50 Uhr stehen wir vor dem Pentecoast River
(Michi ist der Meinung, es handle sich um den
Chamberlain River).
| Wir warten ab, bis ein anderes Auto durchfährt,
damit wir ungefähr wissen, wie tief der
Pentecoast River ist. |
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Nachdem das so harmlos aussieht, machen
wir uns auf den Weg. Ein bisschen mulmiges
Gefühl ist schon vorhanden, aber es gibt
keinerlei Schwierigkeiten. |
Der Blick auf die Kimberleys ist wunderschön

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Im Home Valley Homestead angekommen, machen
wir endlich Rast, es ist auch schon 14 Uhr. |
Doch dieses Home Valley Homestead möchten
wir weiter erkunden, deshalb machen wir uns auf
den Weg Richtgung Eingang. Ist schon irgendwie
lustig, denn wir sehen minutenlang überhaupt
niemanden. Dann kommen wir zum Eingangsbereich,
dort steht, dass man sich nun auf privatem Gebiet
befinde, man möge die Glocke läuten,
wenn man etwas möchte, ansonsten wird gebeten,
das Privatleben der Besitzer zu respektieren.
Nun wissen wir nicht, was wir tun sollen. Ich
huste mal kurz, das fällt mir ja immer noch
nicht schwer und das ist der Auslöser dafür,
dass sich eine ältere Dame zeigt. Michi bestellt
Kaffee, ich Cola light. Michi bekommt zu seinem
Kaffee zwei Stück Kuchen, ähnlich einem
Früchtekuchen, wie es ihn bei uns in der
Vorweihnachtszeit gibt.
Später kaufen wir noch eine Landkarte, plaudern
mit der Besitzerin, ihrem Mann (?), der Tochter
(mit kleinem Kind). Und das Schönste ist,
wir sind die einzigen Gäste 
Doch das Ziel unserer heutigen Etappe ist damit
nicht erreicht, denn wir möchten zur Ellenbrae
Station, also weiter.
| So sieht übrigens die Wellblechpiste
namens Gibb River Road aus. |
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Und wenn man meint, hier tut sich nichts,
ist das ein Irrtum. Kühe und Rinder gibt
es mehr als genug. |
Endlich gelangen wir zur Ellenbrae Station,
aber der Weg ist schon ein bisschen verwirrend.
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Zuerst sehen wir links und rechts des Tracks
Schilder mit „bookings“, dann folgt
ein Hinweis „rubbish tip“ und geradeaus
geht es zum Homestead, wo wir um 17.15 Uhr ankommen.
Dort erwartet uns ein weibliches Wesen, sie spricht
den breitesten West-Australien-Dialekt, den man
sich vorstellen kann, nebenbei ist sie ziemlich
heruntergekommen, das Leben hier prägt offensichtlich.
Wir bezahlen 9$ pro Person/pro Nacht.
Abendessen: Wir sind Selbstversorgen und essen
heute kalt. Anschließend sitzen wir noch
unter einem gigantischen Sternenhimmel. Gegen
Mitternacht gehen wir ins Bett 
Km-Stand am Ende des Tages: 118.793
Tages-Km: 235