Oh Gott, das ist vielleicht eine Nacht 
Wir schlafen kaum, ständig schwirren Moskitos
um unsere Ohren herum. Wir sind fast am Verzweifeln
und werden gestochen ohne Ende. Michi fasst 58
Stiche aus, meine zähle ich gar nicht, ist
besser so.
| Das Moskitonetz beim Bushie
ist nach wie vor montiert, von innen können
wir sehen, wieviele Fliegen draußen
am Netz sitzen und wahrscheinlich gerne zu
uns herein kommen möchten. |
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Wir frühstücken rasch
und fahren los. |
| Unser erstes Ziel ist der Trailhead der
Bell Gorge |
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Wir stellen das Auto ab, legen die Wanderschuhe
an, befördern Getränke in den Rucksack
und los geht's. Trotz der frühen Uhrzeit
ist es schon ordentlich warm, allerdings ist die
Strecke pro Weg nicht allzu lange, ca. 1/2 Stunde.
Eigentlich wurden uns Krokodile versprochen, aber
wie so oft, sind es leere Versprechungen.
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Dafür sehen und filmen
wir Warane.
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| Bei der Bell Gorge ist es wirklich schön
und vor allem haben wir gerade noch den richtigen
Zeitpunkt gewählt. |
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Beim Rückweg zum Auto wird es ziemlich
heiß, obwohl es erst 10 Uhr ist. Aber da
kommen die anderen Touris erst richtig in Schwung,
denn sie reisen gerade zur Wanderung an. Unverständlich
in meinen Augen, aber gut, jeder wie er mag.
Nun legen wir die 20 km zur GRR zurück und
wir gelangen nach einiger Zeit zum Mount Bell.
Das ist ein sehr schöner Aussichtspunkt
an der GRR. Man sieht über den Bell Creek
und die King Leopold Ranges, allerdings gibt es
keinerlei Service, also keine Toiletten, keine
Abfalleimer, kein Nichts. Aber was spielt das
schon für eine Rolle – keine 
Da unser heutiges Ziel Fitzroy Crossing ist,
müssen wir weiter.
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Kurz nach der Cnr. GRR/Napier Downs, es
ist 12.45 Uhr, sind wir bei der Kreuzung GRR/Fitzroy
Crossing/Windjana Gorge/Tunnel Creek. |
Diese Strecke heißt nun nicht mehr GRR,
sondern Fairfield Leopold Rd.
| Um 12.15 Uhr sind wir bei der Einfahrt Windjana
Gorge NP. |
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Hier möchten wir einen kleinen Walk machen,
allerdings kommt solch ein Wind, genauer gesagt,
ein Sandsturm auf, dass wir es bleiben lassen
und im Auto kurz Rast machen, um etwas zu essen.
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Dann geht es weiter, der Himmel vor uns
verdunkelt sich immer mehr. Es scheint ein
schweres Gewitter aufzukommen. Bald fallen
auch ein paar Tropfen vom Himmel. |
Zuerst denken wir, es könnte eine Bushie-Reinigung
werden, aber weit gefehlt. Es wird noch schlimmer,
denn durch die paar Regentropfen klebt der rote
Sand dann gleich noch viel besser am Bushie fest.
Ist aber auch schon egal, ein wenig mehr oder
weniger rot, was soll's 
| Wieso siehst du so ungläubig? Noch
nie einen Bushie gesehen? |
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Um 15 Uhr sind wir beim Tunnel
Creek NP, der Teil des Devonian Reef Conservation
Parks ist. |
Es handelt sich dabei um einen kleinen Fluss
der sich seinen Weg durch das poröse Material
des Riffs gebohrt hat. Auf einigen Kilometern
verläuft er unterirdisch.
Diesen müssen und möchten wir uns
genauer ansehen, also gehen wir mit Foto- und
Filmmaterial bewaffnet los.
Nach nur wenigen Minuten sind wir beim Tunnel,
müssen allerdings ein wenig klettern, um
zum eigentlichen Eingang zu kommen, anschließend
sind ein paar kleine Wasserwanderungen nötig.
Doch dieser Tunnel ist wirklich beeindruckend,
von oben kommt durch das eingebrochene Dach Licht
herein. Wir sind fast die Einzigen, wahrscheinlich
ist den anderen die Kletterei ein wenig zu viel
oder auch zu gefährlich, wer weiß.
Wir jedenfalls genießen diese kurze Wanderung.
Anschließend geht es weiter. Abwechslung
bieten alte, verrostete Autos sowie jede Menge
Tiere.
Die Piste lässt sich gut fahren, allerdings
wird demnächst der Sonnenuntergang beginnen.
Gegen 16.30 Uhr fahren wir am Devonian Reef
Conservation Park vorbei.
Der Name sagt es schon: Es handelt sich um die
Überreste eines urzeitlichen Riffs, das in
Jahrmillionen durch die Anhebung des Meeresbodens
zum Festland wurde
Jetzt in der Abenddämmerung ist das Devonian
Reef besonders schön beleuchtet. Meine Güte,
wenn wir nur ein wenig mehr Zeit hätten,
das wär's…
Doch wir müssen weiter...
| Um 17.15 Uhr sind wir an der Cnr. Fairfield
Leopold Rd. / Great Northern Hwy. |
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Ab hier fahren wir ohne Allrad, denn von nun
an geht es am GNH bis nach Fitzroy Crossing.
Um 18.30 Uhr sind wir in der Fitzroy
River Lodge, also gleich hinter der Brücke
links abgebogen und wir sind dort. Ganz einfach,
auch wenn es schon finster ist.
Dort gehen wir ins Restaurant und essen sehr gut
,
allerdings ist die Räumlichkeit nicht ganz
nach unserem Geschmack. Aber den Raum wollten
wir auch nicht essen 
Anschließend wasche ich endlich Wäsche,
was aber einen fast 10-minütigen Weg zur
Laundry bedeutet, vorbei am Campingplatz.
Es ist sogar eine Waschmaschine frei, also nichts
wie hinein mit unseren schmutzigen Klamotten.
Dann retour zur Lodge, duschen ist angesagt. Anschließend
gehe ich in stockfinsterer Nacht wiederum zur
Laundry, um die Wäsche in den Trockner zu
werfen, nehme mir aber zur Sicherheit meine Maglite
mit, denn der Trockner steht im Freien, kein Licht
weit und breit. Wie soll ich ohne Licht die Dollarmünzen
erkennen 
Auf einer der Waschmaschinen sitzt mittlerweile
eine junge Frau, unter ihrem Allerwertesten unsere
Wäsche
Daneben (am Boden allerdings) sitzt ihr Freund.
Ich frage vorsichtig nach meiner Wäsche,
sie meint, nur die Hälfte sei trocken, die
andere Hälfte sehr feucht, sie habe sie aber
getrennt zusammengelegt. Naja, immerhin etwas...
Wir kommen ins Plaudern, sprechen über Australien,
gelangen irgendwann nach Hawai'i, dort war sie
nämlich auch schon, allerdings aus einem
„Zufall“ heraus. Ich glaube, dieser
Zufall hatte zwei Beine 
Nach einiger Zeit verabschiede ich mich, die feuchte
Wäsche hänge ich im Bushie auf, dort
drinnen ist es ohnehin sagenhaft warm, die trockene
Wäsche nehme ich mit ins Zimmer – fertig,
aus
Weit nach Mitternacht gehen wir ins Bett.
Begleitet war die Nacht von meinen üblichen
hartnäckigen Hustenattacken. Ich möchte
langsam wissen, wann das besser wird. Aber Unkraut
verdirbt ja angeblich nicht 
Km-Stand am Ende des Tages: 119.392
Tages-Km: 306,1