Samstag, 13. September 2003 :
Um 1:30 Uhr morgens bekommen wir unser Dinner im Flieger, Michi nimmt gefüllte Nudeln mit Pilzsauce (schon wieder ), ich ein Hühnchenfilet. Beides ist ganz gut. Eigentlich will ich mir einen Film ansehen, auf Kanal 20 finde ich nämlich einen Deutschsprachigen, aber es wird nichts Richtiges daraus, ich bin einfach zu müde. Also heißt es, es sich gemütlich machen, Decke über den Kopf und weg wie nix. Tja, das denke ich, dem ist aber nicht so und nicht nur ich kann eine Zeit lang nicht schlafen. Wir geraten nämlich in gigantische Turbulenzen, müssen angeschnallt bleiben, was noch nicht so schlimm wäre. Viel schlimmer ist, dass die Turbulenzen dermaßen groß sind, dass es den ganzen Flieger samt den Insassen hin und her reißt. Mal links, mal rechts, dann hinauf und hinunter. Ist wirklich sehr abwechslungsreich. Irgendwann gelingt es aber doch, eine ordentliche Mütze Schlaf abzubekommen und kurz nach 7 Uhr (auf meiner MESZ-Uhr) werden wir von der Airhostess mit einem freundlichen „Guten Morgen“ geweckt. Wir bekommen die berühmten heißen Tücher zwecks Erfrischung, bald darauf gibt es Frühstück. Michi wählt ein Nudelgericht, ich ein Eieromlett mit einem Nürnberger Würstchen.
Um 17:30 Uhr, anstatt wie geplant um 14:45 Uhr, landen wir in Singapore.
Naja, das ist nun den Vorteil, dass wir in Frankfurt Verspätung hatten, somit wurden aus den 6 Stunden Wartezeit in Singapore nur gute 3 Stunden.
Wir pilgern x-fach im Airport entlang, ich entdecke auch
die Internet-Stations, die aber hoffnungslos belagert
sind – auch viel später noch. Also wird es nichts
mit mailen. Nennt man Pech gehabt.
Dafür gönnen wir uns ein kühles Getränk und stellen fest, dass die Zeit am Airport auch ziemlich rasch vergeht.
Zuerst heißt es, wir müssen bei Gate F52 boarden,
kurze Zeit später ist es F54 und so bleibt es dann
auch. Glücklicherweise sind wir bald dort, denn knapp
nach uns bildet sich eine elendslange Menschenschlange.
Und nun sitzen wir schon im Abflug-Gate, ich tippe auch
schon die ersten Zeilen in den Laptop. Doch weit komme
ich nicht, denn wider Erwarten heißt es bald darauf
„boarden“. Fast pünktlich, nämlich anstatt 20:50
Uhr um 21 Uhr, rollen wir am Flugfeld dahin, um kurz darauf
in der Luft zu sein.
Wieder kommen zuerst diese heißen Erfrischungstücher, bei denen man sich immer die Finger verbrennt, dann gibt es Nüsse und Getränke, bald darauf das Dinner. Diesmal für Michi und auch für mich Fisch mit Gemüse und Kartoffeln, im Anschluss daran ein Magnum-Eis.
Nun ist es 23:53 Uhr, ich belege im Flieger den Platz 61H, Michi 61K, wieder diese Superplätze, wo wir nur zu zweit sitzen, der 3. Platz ist ausgespart und ich habe für unseren ganzen Krims-Krams Platz.
Michi schläft schon wieder neben mir. Erstaunlicherweise durchfliegen wir seit dem Start in Singapore nun auch sämtliche Turbulenzen, die man sich vorstellen kann, müssen – wie schon beim vorhergehenden Flug – angeschnallt sein und wenn man auf die Toilette muss, ist das ganz schön schwierig. Selbst das Personal hat große Mühe, sich ohne Sturz vorwärts zu bewegen.
Nun habe ich gerade ausgerechnet, dass wir seit 27 Stunden unterwegs sind 
|