Dienstag, 23. September 2003 :
Huchhhh, wie soll ich das anstellen M. und E. haben heute ihren 39. Hochzeitstag Ich bräuchte ein Internet-Café  
Der Wecker läutet um 7 Uhr, um 8 Uhr sind wir beim Frühstück, anschließend checken wir aus. Dabei müssen wir feststellen, dass das Hotel für den Busparkplatz für den Bushie pro Tag 25 $ verrechnet. Also nichts vonwegen die Aussies seien so großzügig, wie ich noch vor zwei Tagen dachte 
Um 9.20 Uhr ziehen wir los, um den Bushie zu holen, mit ihm nochmals zum Hotel und unsere Reisetaschen sowie die großen Rucksäcke eingeladen.
Wir, besser gesagt Michi, wollen so rasch wie möglich
aus Adelaide hinaus und in Richtung Norden. – Ich selbst
hätte viel lieber vorerst ein Internet-Café
aufgesucht, um M. & E. zum Hochzeitstag zu gratulieren,
aber daraus wird nichts 
Insgesamt brauchen wir 50 Minuten, um von der North Terrace
endlich auf dem richtigen Weg in Richtung Gawler zu sein
X-mal kreisen wir in Adelaide herum, teilweise landen
wir sogar immer wieder auf denselben Straßen, es
ist wirklich zu dumm..
Nun ja, nach diesen 50 Minuten haben wir es ja und nun
ist es nur noch halb so schlimm, jetzt geht es nur mehr
ans Kilometer-Fressen, allerdings ist es bereits knapp
vor 11 Uhr und es liegen ca. 450 km vor uns. Zwar reiner
Highway, aber immerhin.
Die erste Rast machen wir in Clare, denn in Gawler übersehen wir total, ein Foodland o.ä. aufzusuchen. Dies soll nun in Clare sein.
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Vorerst denken wir, Clare sei relativ groß (ist es auch), bestehe aber nur aus der einen Durchzugsstraße, dem Highway eben. Doch das ist ein Irrtum, wie sich herausstellt, denn plötzlich sehe ich, als ich in eine Seitenstraße blicke, an dessen Ende ein Foodland Na super Also nix wie hinein, ein paar nötige Dinge, wie Mineralwasser, Milch, Kekse für Michi, Joghurt für das Naan und Küchenrollen gekauft und ab damit in den Bushie. Da wir schon dabei sind, gehen wir noch in ein Café (ohne Internet  ). |
| Michi bestellt sich einen großen Braunen und einen Bananenkuchen, ich mir – wie gewohnt – einen Capuccino.
Ach du grüne Neune, wie die Zeit verläuft Im Nu sind 1,5 Stunden verschwunden 
Also was tun Klar, hinters Steuer geklemmt und in einem Rutsch bis nach Hawker durchfahren. Da wir nicht unbedingt in Wilpena tanken wollen und andererseits unser Bushie Durst hat, erledigen wir das nun in diesem Ort, es ist kurz vor 17 Uhr.....
BP – Tankstelle Hawker:
vorne: 46,85 l
hinten: 30,46 l
$/l: 1,01
gesamt: $ 79,81
bei Tages-km: 411,9
Gesamt-km: 181.984
Doch die Tankstelle in Hawker ist vielleicht witzig – kaum betreten wir den Shop, um uns einen Kaffee zu machen und den Diesel zu bezahlen, meint die gute Frau an der Kassa, wir sollen uns mit dem Kaffee nach draußen setzen, sie sperre nun zu Um 17 Uhr Das muss man sich mal geben 
Ok, es wäre wahrscheinlich nicht weiters schlimm gewesen, denn in Hawker gibt es noch zwei Shell-Tankstellen und eine Mobil. Inwieweit die anderen Tankstellen noch geöffnet hätten, wissen wir nicht, wir sehen gar nicht nach. – Nun, unser Bushie ist versorgt, wir mit dem Kaffee ebenfalls, daher legen wir die letzten Kilometer nach Wilpena zurück. Laut Auskunft bei der Tankstelle seien es noch 40 Minuten zum Fahren.
Die Flinders Ranges sind schon fast zum Greifen nahe.
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Da wir jedoch ein paar Pausen einlegen, um zu filmen
und zu fotografieren (die Wildblumenblüte ist der
reinste Wahnsinn  
), dauert unsere Fahrt nicht 40, sondern 60 Minuten
Was soll's, es ist jedenfalls noch hell, als wir beim
Visitor Center ankommen.
In selbigem fassen wir ein paar Prospekte aus und kaufen noch ein paar spezielle Straßenkarten von den Flinders Ranges, dazu noch eine topographische Karte von ganz Australien. Die sieht echt klasse aus 
Langsam wird mir beim Gedanken, wie viel Gewicht wohl unser Gepäck beim Abflug haben wird, ganz leicht übel Aber ich habe mir schon überlegt, spätestens in Sydney, wenn nicht schon früher, per Post etwas nach Hause zu schicken, vor allem die vielen Prospekte und Bücher. Aber das muss wohl eingeschrieben geschehen, damit ich ihm Falle des Falles einen Nachforschungsauftrag erteilen kann, mit der Hoffnung, dass er Erfolg hat.
Übrigens müssen wir im Visitor Center auch 6,50 $ für den NP-Pass bezahlen. |
| Er gilt jedoch nicht nur für einen
Tag, sondern so lange, wie man sich im NP aufhält
– mit derselben Autonummer natürlich, denn diese
muss man angeben.
Anschließend checken wir ein und bekommen Apartment Nr. 71 zugewiesen. Zu diesem Zwecke müssen wir ein kleines Stück mit der Kirche ums Kreuz fahren, aber das macht nichts. Das Apartment ist wirklich toll Es scheint relativ neu zu sein, denn selbst der Küchenblock zeigt so gut wie keine Abnützungserscheinungen.
Wir ziehen uns rasch um und gehen ins Restaurant zum Abendessen.
Dort angekommen, denke ich mir „ohje, solch ein Lärm,
Michi wird gleich meckern“, aber der zuständige Herr
für die Tischvergabe setzt uns an einen Tisch, der
ganz im Eck ist.
Michi bestellt für uns als Vorspeise Damper und als Hauptgericht für sich einen whole barramundi und für mich ein Hähnchengericht. Als geraume Zeit später die Rechnung kommt, ist der nicht gelieferte Damper mit 10 $ verrechnet, wogegen Michi Einspruch erhebt. Speisen oder Getränke, die wir nicht erhalten und daher auch nicht konsumiert haben, zahlen wir nicht 
Weit nach Mitternacht gehen wir ins Bett.
Tages-km: 468,2
Gesamt-km: 182.040
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