Sonntag, 5. Oktober 2003 :
Weckerläuten logischerweise um 6.40 Uhr 
Die Hoffnung, dass wir uns eventuell heute morgen duschen können, zerschlägt sich mit einem Male – nach ca. 5-minütigem Wasser-laufen-lassen ändert sich die uns schon von gestern bekannte orange Wasserfarbe nicht. Ehrlich, das ist nicht mehr so lustig Es wäre nicht so schlimm, hätte es andere Außentemperaturen, aber in dieser Kälte unsere Bushie-Außendusche anzuwerfen ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Ein Segen, dass es insgesamt nicht so heiß ist und wir daher gar nicht schwitzen.
Um 7.30 Uhr gehen wir ins Roadhouse zum Breakfast und ordern ham and eggs on toast, aussie-mäßig bekommen wir auch eine gegrillte Tomate geliefert. Nicht nur das, sondern auch der Kaffee ist gut.
Der offenbare Besitzer des Roadhouses, ein schon ziemlich alter Mann (jener, bei dem gestern beim Billiard-spielen alles „bloody“ war), gibt uns den Tipp, in Wilcannia das Auto nie unversperrt aus den Augen zu lassen, keinerlei Wertgegenstände im Auto lassen, alles Wertvolle dicht am Körper zu tragen etc., etc.
Der Grund dafür ist folgender: Kurz vor der Olympiade in Sydney im Jahr 2000 wurden zahlreiche blackfallows von Sydney nach Wilcannia verfrachtet und dort treiben sie nun mehr oder weniger ihr Unwesen. Es muss aber wirklich arg sein, denn der Inhaber erwähnt weiterhin, dass – wenn ein Greyhound-Bus in Wilcannia Station macht – die ein- und aussteigenden Leute von Polizisten bewacht und begleitet werden; andernfalls würden sie in null komma nix von den blackfellows belästigt werden.
Uffff, da kommt ja etwas auf uns zu 
Um 8.20 Uhr fahren wir vom Packsaddle Roadhouse ab und am Silver City Hwy. entlang.
Die nachfolgende Angabe ist zur genaueren Erläuterung des Silver City Hwy.'s vom Packsaddle Roadhouse südwärts gedacht, allerdings nicht bis nach Broken Hill, da wir vorher in Richtung Mutawintji NP abzweigen. Die genaue Tabelle hat ihren Grund und zwar wird immer wieder behauptet, dass der gesamte ( ) Silver City Hwy. geteert ist und das ist schlichtweg falsch 
Vom Packsaddle Roadhouse – Tages-Km 9,2 sind mindestens bis Tages-Km 12,0 sealed (wahrscheinlich noch weiter, aber wir biegen ab).
Bei 12,0 Km zweigen wir in Richtung „Wonnaminta“, also ostwärts, ab, die sealed road hört nach ca. 50 m auf.
Bei Km 21,8 schalten wir – allerdings nur aus Vernunftsgründen – den Allrad zu, man weiß ja nie, was einem bevorsteht. Kaum ist das getan und ich fahre kurz weiter, sehe ich vor mir einen stark aufgewühlten Dip, der mit Wasser gefüllt ist. Es muss in dieser Gegend vor ganz wenigen Tagen ziemlich geregnet haben. Wahrscheinlich war das jener Tag, an dem wir Arkaroola verließen.
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26,1 km: rechts Abzweigung zu „Nundora“ (private road), wir fahren links.
38,7 km: Gate „Wonnaminta“, dahinter ein Schild „Wildlife Refuge“
57,6 km: Gate geöffnet
58,8 km: Gate geöffnet
59,4 km: langer tiefer bulldust
59,9 km: Gate geöffnet
64,0 km: Gate geöffnet (es ist 10.15 Uhr)
72,4 km: Gate closed
76,2 km: T-Stück:
links: Tibooburra: 175 km
rechts: Broken Hill: 222 km
rechts: White Cliffs: 76 km
Wir fahren rechts.
84,3 km: Abzweigung nach links „Yancannia + Bootra“
Wir fahren geradeaus.
89,2 km: Abzweigung Broken Hill: 209 km
Mutawintji NP: 95 km
Wir fahren rechts.
113,0 km: Kreuzung:
rechts Nuntherungie
links White Cliffs 64 km
geradeaus Broken Hill 188 km
Wir fahren geradeaus.
129,7 km: Ten Mile Creek: gigantische Wildblumenblüte Das nützen wir und machen Lunch.
Weiterfahrt um 12.45 Uhr, doch kurz zuvor sehen wir einen großen Waran über die Straße spazieren. Wir folgen ihm. |
bulldust Richtung Wonnaminta
in Richtung Mutawintji NP
Ten Mile Creek
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185,9 km: es ist 13.55 Uhr: Abzweigung Mutawintji NP 20 km nach links
geradeaus Broken Hill 115 km
Wir fahren links.
200,0 km: Info-Center Mutawintji NP: Wir sehen uns etwas um und beim Zurückgehen zum Auto kommt uns gerade der Ranger entgegen. Er fragt uns, wohin wir heute noch im Park möchten und macht uns darauf aufmerksam, dass – wenn wir heute noch nach Broken Hill wollen – um spätestens 16 Uhr den Park verlassen sollten. Es kann Regen geben und gegebenenfalls werden die Straßen gesperrt Ach, das habe ich mir schon lange mal gewünscht  
Wir sind aber für diese Infos sehr dankbar und richten uns entsprechend danach. |
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Mutawintji NP Visitor Center

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200,3 km: Abzweigung nach rechts zur Mutawintji Gorge.
Wir zweigen rechts ab, es ist zu diesem Zeitpunkt 14.30 Uhr.
203,7 km: Wir erreichen den Carpark Mutawintji Gorge Trail, stellen das Auto ab, packten Wasser in die Rucksäcke, auch den Regenschutz zur Sicherheit.
Start Mutawintji Gorge Trail um 14.45 Uhr, über unseren Köpfen sehen wir ziemlich dunkle Wolken am Himmel und fragen uns, wie weit wir es wohl, ohne nass zu werden, schaffen würden.
Schon zu Beginn wieder die herrliche Wildblumenblüte 

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| Flotten Schrittes gehen wir voran, aber die Millionen von Fliegen machen uns das Leben schwer. Wir rätseln hin und her und gelangen zu der Meinung, dass wir in all den Aufenthalten in Australien noch nie so viele Fliegen auf einmal gesehen haben. Sie sitzen nicht nur an meinen Armen und Beinen, nein, auch im Gesicht, in jedes Loch im Gesicht wollen sie hinein. Sie verleiden einem wirklich den Trail und die eigentlich wunderschöne Landschaft. Wir ziehen uns das Moskitonetz übers Gesicht, dann sind wir wenigstens in diesem Teil geschützt.
Nach knapp 45 Minuten sind wir beim Waterhole, das aber nichts Weltbewegendes ist. Das einzig Weltbewegende dort sind Horden von Moskitos, die urplötzlich über uns herfallen, als hätten sie seit Monaten nichts gegessen. Ich weiß nicht, wie viele Stiche wir innerhalb allerkürzester Zeit abbekommen, aber es ist enorm. So rasch ich kann, krame ich den Aerogard-Spray hervor und sprühe uns ein. Und dann atmen wir auf, weil wir plötzlich von sämtlichen ( ) fliegenden Tieren unsere Ruhe haben Oh Mann, weshalb habe ich nicht vorher an den Aerogard gedacht 
Doch die dunklen Wolken rund um uns verfinstern sich noch mehr. Wir haben einerseits den Rückweg zum Bushie vor uns und andererseits auch noch die Fahrt vom NP nach Broken Hill Wenn wir in den Regen kommen, wird diese unsealed road rutschig wie nasse Seife und darauf kann ich gut und gerne verzichten. In diesem Urlaub hatten wir doch eigentlich schon genug Action rund um den Bushie – allerdings erst zwei.......Wo ist die dritte Action  
Also flotten Schrittes zurück zum Bushie, wo wir kurz vor 16.30 Uhr ankommen.
Um 16.30 Uhr geht es Richtung Broken Hill weiter, ich fahre, was das Zeug (und die Geschwindigkeitsbegrenzung im NP) hält.
221,5 km: es ist 16.45 Uhr, kommen wir zu einer Kreuzung:
rechts: White Cliffs 137 km
links: Broken Hill: 115 km
Wir fahren links.
Noch vor Erreichen des Silver City Hwy.'s, ab Km 273,7, ist die Straße geteert. Es begegnen uns nur zahlreiche Rinder, Schafe und auch Roos, was mich zu vermehrten Notbremsungen veranlasst.
281,7 km: Erreichen des Silver City Hwy.'s um 17.55 Uhr. Sehr witzig, langsam wird es finster und kurz vor Broken Hill stellen wir die Uhren um ½ Stunde zurück.
Rechts geht es nach Tibooburra: 282 km
links nach Broken Hill: 54 km
Wir fahren links.
292,8 km bis 305,4 km: sealed (Silver City Hwy.)
319,6 bis 336,8 km: sealed (= Ankunft Broken Hill)
Um 19.30 Uhr kommen wir in Broken Hill an und nach nicht allzu langer Sucherei finden wir unser “Comfort Inn Hilltop Broken Hill” in der Kaolin Street.
Den Bushie kann wir allerdings nicht vor unserer Moteltür abstellen, da die Durchfahrt für 2.7 m (= Bushie-Höhe) zu niedrig ist. Aber es gibt einen Parkplatz ohne Höhenbeschränkung wenige Meter daneben, also keinerlei Problem.
Das Motel ist ganz ok, wir melden uns zum Dinner an.
Michi bestellt sich Barramundi, ich mir ein Steak mit einer hot-spicy Soße, beide Speisen sind köstlich, nur das Restaurant ist für unseren Geschmack zu überspitzt.
Jetzt ist es nach Broken Hill-Zeit kurz nach Mitternacht und endlich hebt bei M&H J. das Telefon ab. Vorher habe ich es schon etliche Male probiert, jedoch ohne Erfolg (übrigens hätte ich auch versucht, E. und M. anzurufen, aber auch sie sind ausgeflogen).
Lt. J. gab es nichts Weltbewegendes, na hoffentlich 
Tages-Km: 336,8
Gesamt-Km: 183.962
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