Sonntag, 30. 5. 2004:
Kurz vor 6 Uhr läutet der Wecker, um 6.30 Uhr sind wir beim Frühstück im hoteleigenen Restaurant. Es soll angeblich ein spezielles Sonntags-Angebot geben. Dass es, besonders für mich, ein Reinfall wird, ist nicht abzusehen. Geboten wird süßes Brot mit zwei sehr schmalen und hauchdünn geschnittenen Speckstreifen sowie etwa zwei Esslöffel scrambled eggs. Das süße Brot ist nichts für mich, bleibt also nur das bisschen Speck mit der Eierspeise. Kaffee muss extra bezahlt werden und somit kommt uns dieses Frühstück - Trinkgeld nicht mitgerechnet - auf $ 18,00. Wir schwören uns: nie wieder
Hungrig ziehen wir von dannen, schnappen uns unsere Wandersachen vom Zimmer und lassen unser Auto vorfahren. Wir wollen auf schnellstem Weg in den Norden, aber zwischendurch noch eine Kleinigkeit essen.

Um 7.45 Uhr fahren wir vom Hotel ab und kurz vor 9 Uhr sind wir in Waialua, wobei wir aber nach Haleiwa möchten, um dort das zweite Frühstück einzunehmen. Meine Güte, auf dem Weg nach Haleiwa verfransen wir uns total Das kommt davon, wenn man mal eine etwas andere Route fährt Allerdings sehen wir dadurch auch Gebiete, die sonst wohl kaum ein Tourist zu sehen bekommt. Lange beratschlagenen wir, zu welcher Ortschaft wohl diese vielen Häuser gehören würden, die wir sehen und kommen zu dem Entschluss, sie müssen zu Waialua gehören, anders kann es nicht sein. Nach einigem Hin und Her treffen wir doch tatsächlich in Haleiwa ein.
Michi will dort unbedingt beim Mexikaner frühstücken (wenige Schritte vom Coffee Shop entfernt)., aber die Speisekarte vom Mexikaner ist nicht einladend, im Gegenteil. Also übersiedeln wir in den Coffee Shop und bestellen neben Kaffee noch Truthahntoasts. Der Kaffee ist wie immer erstklassig, zu den Truthahntoasts gebe ich besser keinen Kommentar ab.
Frisch gestärkt legen wir die letzten Meilen am Farrington Highway bis zu seinem Ende zurück und stellen das Auto am dortigen Parkplatz ab. Nur ganz wenige Autos sind vorhanden, die Besitzer sind beim Fischen. |
| Frohen Mutes und mit der Aussicht auf einen einsamen Trail ziehen wir los.
Nach kurzer Zeit ein Motorgeräusch. Was ist das denn Wir drehen uns um und sehen einen 4WD auf uns zukommen Nun ist uns klar, weshalb der zuletzt 2001 sehr gut zu gehende Trail so viele Auswaschungen hat Es scheint hier einer seine Künste üben zu wollen Aber was soll's, er ist ja schnell vorbei und wir haben wieder die Ruhe für uns. Doch weit gefehlt Wenige Minuten später ein Motorgeräusch von vorne. Was soll denn das Sind wir denn hier auf einer Allradpiste gelandet Nein, kann nicht sein, denn wir kennen diesen Trail schon seit dem Jahr 2000. Gut, der Jeep ist nun auch vorbei und wir genießen die Ruhe, die Landschaft und die Vielfalt der Vögel.
Doch nicht lange, vielleicht ein paar Minuten, dann kommt das nächste Auto.
Mit der Zeit müssen wir feststellen, dass aus dem Trail doch tatsächlich eine 4WD-Piste geworden ist. Nicht nur Allrads kommen von hinten und von vorne, sondern auch Mountainbiker und jene, die mit Beachautos vom einem Loch ins andere fallen. |

Kaena Point Trail
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Seltsamerweise sehen wir niemanden, der irgendwas an seinem Fahrzeug reparieren muss. Mit der ruhigen Wanderung zum Kaena Point ist es nun offenbar vorbei.
Trotzdem gehen wir weiter und kommen auch zur Absperrung bzw. Verriegelung, wie auch schon im Jahr 2001. Nur für Wanderer gibt es einen Spalt, wo sie durchkriechen können. Aber für Autos gibt es keinerlei Chance. Gut so
Bald schon sehen wir das Positionslicht und auch Schilder, die darauf hinwiesen, dass man die hier brütenden Kormorane in Ruhe lassen sollte und es ist auch eine gewisse Absperrung vorhanden.
Trotzdem gelingt es uns, ein paar dieser Vögel zu sehen und auch zu filmen bzw. zu fotografieren.
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Kaena Point |
Am Kanea Point angekommen, suche ich als Erstes jene einzige schattige Stelle, die es offenbar gibt und finde sich auf Anhieb. Ach, da kommt Freude auf
Nach einer kurzen Rast treten wir den Rückweg an, mittlerweile ist es schon 13.30 Uhr und die Hitze ist enorm. Nicht umsonst heißt "Kaena" soviel wie "heiß".
Es kommen uns noch mehr Fahrzeuge entgegen bzw. überholen uns, sodass wir ganz schön paniert werden |
| Viele Leute haben am Strand ihre Zelte aufgestellt, es scheint eine Party zu steigen oder liegt es nur am endenden Wochenende Wir rätseln hin und her, bis mir einfällt, dass vom 28. bis 30. 5. 2004 die Feiern zum 50. Jahrestag der Zugehörigkeit von Hawaii zu den Vereinigten Staaten stattfinden. Das war es Uns ist der Groschen, ähhh, Cent , gefallen
Um 15 Uhr sind wir beim Auto und wechseln unsere Wanderschuhe gegen die Wandersandalen.
Und was nun Eh klar Wir wollen Kaffee Doch woher nehmen, wenn nicht stehlen Da bleibt nur Waialua übrig und dort werden wir fündig - allerdings nicht mit Kaffee, sondern wir fallen in ein Schnellimbiss. Warum Keine Ahnung, vielleicht haben wir unterschwelig Hunger Muss wohl so sein. Michi bestellt Chicken Katsu, aber nur eine Portion, denn wir wollen sie zu zweit essen. Geliefert wird eine Riesenportion Chicken mit Reis und Nudelsalat mit Majo, die wir nicht schaffen.
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So, nun ist es 23.55 Uhr, ich habe soeben eine Grille auf Michis Bettdecke entdeckt, unter der er schon selig schlummert. Mittlerweile ist das Tier in der Freiheit, aber ich frage mich - wie schafft es eine Grille, bis in den 11. Stock zu kommen Und vor allem - wie viele Grillen oder sonstiges Getier wartet in unserem Bett, in das ich demnächst gehen werde Ein Gedanke, der mich nicht gerade fröhlich stimmt. Nichts gegen Tiere, aber im Bett müssen sie nun wirklich nicht sein.
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Anschließend fahren wir weiter, aber die Ostküste entlang. In Punaluu gibt es "Ahi's" nicht mehr, besser gesagt, es wurde umgetauft und heißt nun "Punaluu Restaurant". Uns trifft fast der Schlag, als wir das lesen, von wegen Restaurant Wir bestellen uns Kaffee, wobei die Bedienung nicht so recht weiß, wie man einen Kaffee zubereitet und was dazu gehört (Milch, Zucker, ev. Süßstoff). Aber das Ergebnis, auf das wir doch recht lange warten müssen, ist zufriedenstellend. Nur - in dieses "Restaurant" werden wir die nächste Zeit nicht mehr gehen Es ist gegenüber dem "Ahi's" noch mehr herunter gekommen, sieht, um es auf den Punkt zu bringen, elendig aus. Bei uns zu Hause würde man so etwas glatt zusperren.
Kaum verlassen wir dieses "Restaurant", fängt es wie aus Eimern zu regnen an. Erst kurz vor Honolulu hört es damit auf. Wir übergeben wiederum unser Auto und der nächste Punkt war duschen, duschen, duschen. Das ist eigentlich das Einzige, was wir für den Moment möchten. Und es ist eine Wohltat
Anschließend gehen wir die wenigen Meter zum ABC, kaufen Getränke und anschließend konsumieren wir in der hoteleigenen Bar einen Mai Tai (Michi) und einen Blue Hawaii (ich). Die Bardame ist heute nicht gut drauf, vermutlich hat sie mit ihrem Silikonbusen nicht den Erfolg, den sie sich erhofft.
Danach möchten wir eigentlich ein wenig durch Waikiki schlendern, aber es fängt plötzlich zum Regnen an und wir kehren um. Beim ABC erstehe ich noch rasch ein Eis, ehe wir uns in unser Zimmer verziehen.
Ich überspiele die Fotos auf den Laptop, lade die Akkus und bis jetzt (0.05 Uhr) schreibe ich am Reisebericht.
Morgen (nein, heute eigentlich ), läutet der Wecker knapp nach 6 Uhr, wir wollen das zweite Perry's ausprobieren. Dann soll es laut Plan auf den Diamond Head gehen und anschließend ins Polynesian Cultural Center. Mal sehen, was aus diesem Plan wird
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