Montag, 31. 5. 2004:

Guten Morgen Exclamation Ich stehe doch glatt kurz nach 6 Uhr auf.

Was ich ganz vergessen habe zu erzählen ist, wie die Story mit der nicht funktionierenden MasterCard vom 28. 5. weiter gegangen ist.
Um es kurz zu machen: Wir haben am nächsten Tag mit beiden MasterCards problemlos bezahlen können.
Aber mit MasterCard hatten wir schon einmal ein Problem, es war zu Beginn unseres Australien-Urlaubes 2002. Da ich damals wusste, dass wir in Australien den Großteil der Bushcampermiete mit der MasterCard bezahlen werden, habe ich extra das Limit hinaufsetzen lassen und zwar weit über die Bushcampermiete darüber. So, wir haben den Bushcamper übernommen und bezahlt, was problemlos ging, aber einen Tag später, genauer gesagt gegen 23 Uhr, als wir bei einer Tankstelle zahlen wollten, ging nichts. Michi rief bei MasterCard an und als Antwort auf seine Frage bekam er folgendes zu hören: Die Karte sei gesperrt worden, weil ein sehr hoher Betrag auf einmal mit der Karte bezahlt worden sei. Das sei verdächtig, dass die Karte gestohlen sei und MasterCard habe die Karte vorsichtshalber gesperrt. Na prima Exclamation Zur Identifikation, ob Michi wirklich der Karteninhaber sei, musste er seinen vollen Namen nennen, die MasterCard-Nummer sowie das Ablaufdatum. Anschließend wurde die Karte wieder aktiviert. Wir machten uns nur unsere Gedanken, denn wäre die Karte gestohlen gewesen, hätte derjenige die gefragten Daten einfach von der Karte ablesen können und die Karte wäre - trotz Diebstahls - ebenfalls aktiviert worden.....

Und nun übersiedeln wir wieder nach Hawaii, ist ja von Australien nicht allzu weit Winken

Nach der Morgentoilette besuchen wir das zweite Perry's, das noch viel näher an unserem Hotel liegt als das Erste. Das Angebot ist ident, auch der Preis natürlich. Der einzige Unterschied ist, dass man sich im zweiten Perry's die warmen Speisen, die Toasts, Marmelade etc. sowie das frische Obst im Erdgeschoss holt, damit geht man dann in den ersten Stock, dort stehen zahlreiche Tische bereit. In diesem Geschoss gibt es dann Kaffee, mit oder ohne Coffein, sowie Tee und verschiedene Kuchen. Das Lokal verlässt man durch das erste Stockwerk, geht also "one way", genauso wie im ersten Perry's.
Anschließend gehen wir nochmals ins Hotel, um unsere Rucksäcke zu holen, dann fahren wir in Richtung Diamond Head los. Und was ist in Anbetracht der Uhrzeit von 7.45 Uhr Question Das wird wohl niemand erraten..... Der Diamond Head bzw. der Parkplatz ist wegen Überfüllung gesperrt und die Leute werden angehalten, umzudrehen, was wir auch machen. Der Eintritt hat sich übrigens von früher null Dollar, dann einen Dollar auf mittlerweile fünf Dollar erhöht - pro Auto gerechnet, nicht pro Person.

So, was nun Question Ein Blick in Richtung Nordostküste lässt auch den weiteren Plan, das Polynesian Cultural Center, dahin schmelzen. Seltsam, vor 3 Jahren, als wir zuletzt um haarscharf dieselbe Jahreszeit hier waren, war es trocken wie selten und dieses Jahr regnet es besonders an der Ostküste mehrmals pro Tag und das recht ausgiebig und lange. Dafür ist auch alles schön grün, aber so manche Aktivitäten in diesem Gebiet stellen wir derzeit hinten an.

Michi macht den Vorschlag, ein wenig im Süden und im Westen "herum zu fahren", doch das gefällt mir ganz und gar nicht.
O'ahu-Begeisterte mögen mir verzeihen, aber ich finde nun mal nichts daran, im Süden und Westen Meilen für nichts zu verfahren.

Mein Gegenvorschlag ist, den Kaena Point von der leeward side zu erwandern. Michi ist erstaunlicherweise sofort damit einverstanden. Doch außer Getränke haben wir nichts, nur ein paar spärliche Chips, daher wollen wir uns eine Kleinigkeit unterwegs kaufen. Dazu erscheint uns Makakilo gerade recht, eine relativ große Ansiedlung, eigentlich Stadt, östlich des Farrington Highways im Süden von O'ahu. Doch als was entpuppt sich Makakilo Question Wir fahren kreuz, wir fahren quer, wir fahren hinauf (Makakilo ist auf einen Hügel gebaut), wir fahren hinunter - es gibt ausnahmslos Wohnhäuser in jeder Menge, zahlreiche Autos stehen davor, kaum eine Menschenseele ist zu sehen. Wir finden weder einen Supermarkt, geschweige denn ein Einkaufszentrum. Nicht mal eine Tankstelle. Es gibt auch keinen Frisör, ok, den brauchen wir nicht, das ist nur eine Feststellung, es gibt keinen Hinweis, wo ein Doc seine Praxis hat, wo um alles in der Welt kaufen die Leute ein Question Wo arbeiten sie Question Besser gesagt, woher nehmen sie das Geld zum Leben Question Fragen über Fragen, die ohne Antwort bleiben.
Durch unser kreuz- und quer-Fahren landen wir in einer dead-end-road, die uns einen tollen Blick nach Honolulu, genauer gesagt zum Diamond Head, verschafft. Beeindruckend, wenn man bedenkt, wie viele Meilen dazwischen liegen Exclamation

Doch wir wollen weiter und in Kapolei, das südlich von Makakilo liegt, finden wir endlich einen riesigen Supermarkt mit allem Drum und Dran. Wir kaufen eine kleine Dose Fisch, eine ebenso kleine Dose Spam sowie ein Brötchen und ziehen zufrieden von dannen.

Dann gebe ich Gas und nach nicht all zu langer Zeit am Farrington Highway sind wir bald an seinem Ende angelangt.
Schon kurz vorher sehen wir zahlreiche Autos stehen, Zelte sind aufgebaut, die Leute sitzen und feiern - es ist ja schließlich immer noch Memorial Day.

In Anbetracht dieser Menschenmengen haben wir nicht mal Angst, dass unserem Auto in unserer Abwesenheit etwas passieren könnte. Auch Polizei, wie 2001, ist nicht mehr vorhanden und warnt vor den Einheimischen. Das Ganze scheint sich gemäßigt zu haben.

Ausgerüstet mit viel Wasser und ein wenig Lunch machen wir uns auf den Weg, es ist 11.15 Uhr. Nicht übel, den heißesten Trail von ganz O'ahu um die Mittagszeit zu beginnen Laughing
Meine Güte, die Sonne knallt doch wirklich erbarmungslos vom Himmel, jede halbe Stunde bleiben wir stehen und trinken etwas.

Kaena Point Trail

Schlimm ist nur, dass wir das Positionslicht von Anfang an sehen und genau wissen, dass wir mindestens 1,5 Stunden bis dorthin brauchen würden Exclamation

Zu Beginn treffen wir noch das eine oder andere Auto, aber insgesamt gesehen sehr wenige, kein Vergleich zu gestern, wo wir uns manchmal auf den Highway versetzt glaubten. Selten begegnet uns ein menschliches Wesen. Der Trail ist also wesentlich ruhiger als die gestrige Variante.

Und dann, nach ca. 1 Stunde, kommt das, was ich unbedingt fotografieren möchte.

Nämlich jene Stelle, die schon 2001 nur mit Hilfe eines damals angebrachten Seiles zu überwinden war, der Weg war schon damals großteils ins Meer abgestürzt und 2001 war das Hinabklettern fast eine Kunst für sich.

Weshalb ich das unbedingt heute fotografieren will Question Ganz einfach Winken Im brandneuen "Reise know how", Ausgabe 2004, steht nämlich, dass man, von der leeward side kommend, mit einem Allrad (oder auch zu Fuß) bis zum anderen Ende des Farringston Highways, also dort, wo wir gestern das Auto stehen ließen, fahren könne. Und das stimmt nun mal 1000000 %ig nicht Exclamation

Man kann weder von der Nordküste her noch von der leeward side her die Insel umfahren. Das geht schlicht und einfach nicht. Zu Hause werde ich dem Autor von Reise Know How diese Info und notfalls auch ein paar Fotos schicken.

Nachtrag: Email an Reise know How habe ich geschickt, mein Beitrag ist bei http://www.reise-know-how.de/news/latestnewsindex.html nachzulesen (Nordamerika/USA).

Um 12.45 Uhr sind wir beim Kaena Point, die Sonne glüht vom Himmel und die Temperatur, an der Uhr gemessen, zeigt 37.4° C an. Ganz schön heiß Exclamation

hier kann man wirklich nicht mehr mit einem Auto fahren Exclamation

Kaena Point mit der Waianae Ranch

Wir belegen wiederum das einzige schattige Plätzchen, das es hier draußen, am westlichsten Punkt von O'ahu, gibt. Es ist fast eine kleine Höhle, aber aus unerfindlichen Gründen scheinen wir die einzigen zu sein, die sie finden. Dort essen wir unsere mitgebrachten Speisen, trinken jede Menge Wasser und nach einiger Zeit machen wir uns auf den Rückweg. Zu diesem Zeitpunkt ist es 14.15 Uhr.

Ohje, ohje, der Rückweg zieht sich und zieht sich. Da wir auf der leeward side unterwegs sind, scheint erbarmungslos, ohne jeglichen Schatten, die Sonne auf uns herab. Meine Schultern und meine Halsregion beginnen zu brennen - Sonnenbrand, nimm' dir einen Anlauf Laughing - deshalb klemme ich mir ein T-Shirt darunter und so lässt es sich gut aushalten. Zahlreiche Trinkpausen folgen und um 15.45 Uhr kommen wir beim unversehrten Auto an.

Unser einziger Wunsch ist, etwas Kaltes trinken, denn der Rest unserer Getränke hat gut und gerne 28 - 30° C, also nahezu ungenießbar. Dazu wählen wir Waianae aus, denn dort finden wir zumindest einen geöffneten McDonalds. Vieles ist heute, am Memorial Day, geschlossen.

Auf der Weiterfahrt sehe ich plötzlich das Schild zur Abfahrt "Ko'Olina", und da klingelt es bei mir. Ko'Olina ist ein ziemlich neues Resort, das im Südwesten einfach so aus dem Boden gestampft wurde und wo man, wenn man sich einmietet, eine ganze Stange Geld dort lässt. Das müssen wir sehen, auch wenn es für uns nicht in Frage kommt. Solch eine Anlage, mit allen möglichen Annehmlichkeiten ist nichts für uns, denn wir verlassen morgens mit Rucksack das Hotel und kehren irgendwann abends zurück.

Wir biegen also ab und kurz darauf werden wir gefragt, wohin wir möchten. Na, wir möchten das Ko'Olina sehen und dort auch einen Kaffee trinken. Ok, war die Antwort, parkt dort oben. Das machen wir dann auch.

Bei der Rezeption fassen wir einen Prospekt aus, dann hocken wir uns an die Poolbar und wollen eigentlich einen Capucchino bzw. einen großen Braunen. Beides ist nicht möglich (in diesem sündhaft teuren Resort Exclamation), wir bekommen statt dessen den ungefähr billigsten und am schlechtesten schmeckenden Kaffee der ganzen Insel. Eine herbe Enttäuschung Exclamation

Wir verlassen die Anlage und fahren am Farrington Hwy. weiter, und zwar genau bis zur Abzweigung Barbers Point. Michi sieht nämlich schon aus einiger Entfernung, dass rechterhand ein Industriegebiet liegen müsse, deshalb biege ich gleich freiwillig ab Winken Ich fahre kreuz und quer durch das Industriegebiet, einerseits landen wir im Hafen, dann bei der Raffinerie, der Gasstation usw., usw. Ist recht interessant, muss ich zugeben.

Und dann geht es weiter. Der Hunger veranlasst uns, in Kapolei ein Restaurant zu suchen und auch zu finden. Es heißt "Zippy's" und ist ähnlich den Sizzlers oder Dennys, also family stile und entsprechend auch das Essen. Mehr schreibe ich nicht dazu...


In weiterer Folge fahren wir ziemlich rasch nach Honolulu zurück. Schräg gegenüber unseres Hotels (rechterhand) befindet sich ein Restaurant mit angeschlossener Bar, in Letztere gehen wir. Da gerade happy hour ist, genehmigen wir uns einen Mai Tai (Michi) und ich einen Blue Hawaii.

Anschließend ist das Laden der Akkus dran, die Fotos wollen auf den Laptop und mein Reisetagebuch geschrieben werden.

Morgen steht, zumindest theoretisch, der Diamond Head wieder mal am Programm. Ob das Wetter wohl mitspielt Question Mal sehen.