Mittwoch, 2. 6. 2004:

Uihh, heute schlafen wir aber lange Exclamation Erst um 6.30 Uhr bimmelt der Wecker Laughing

Im Restaurant des Hotels nehmen wir unser Frühstück ein, ist ganz gut und besteht aus Toast, scrambled eggs, gebruzzeltem Speck, Bratkartoffeln sowie Kaffee und Orangensaft.

Und dann kommt's - shoppen ist angesagt. Etwas, was ich gar nicht liebe, Michi aber dafür umso mehr. Er hat sogar eine Einkaufsliste geschrieben, darauf stehen Dinge, die wir tatsächlich brauchen und Dinge, die er sich wünscht. Die nötigen Dinge sind gar nicht so leicht aufzutreiben und wir vergeuden viel Zeit damit. Dazwischen kommen immer wieder Geschäfte, in denen es Hawaii-Hemden gibt und da ist Michi kaum zu halten Laughing Bei ein paar Hemden meint er "das ist doch schade, immer wenn mir ein Hemd gefällt, kostet es 40 Dollar, das ist einfach zuviel". Kurz darauf greift er zu einem Hemd, das ganz schön ist. Mein Blick auf das Preisschild lässt mich fast in Ohnmacht fallen - 63 Dollar Exclamation Michi meint, das sei gar nicht so teuer und ich verstehe die Welt nicht mehr. Das Beste ist, als er sagt, ich könne doch mit einem Reisescheck von mir zahlen. Wortlos tue ich das und erst Stunden später frage ich ihn, ob er denn wisse, wieviel das Hemd kostete. "Ja, 36 Dollar". "36 Dollar Question Question Question ". "Ja, 36, oder waren es 37 Question". "Nein, es waren 63". "Wieeeeviel Question Question Question ". "63". "Wieso hast du mir das nicht gesagt Question". - Tja, wieder mal war ich schuld an etwas Crying or Very sad
Abgesehen davon kauft er sich noch zwei weitere Hawaii-Hemden und ein T-Shirt.

Gegen 11 Uhr pilgern wir ins Hotel zurück, legen die Sachen in unser Zimmer und lassen von einem der Angestellten unser Auto holen.

Heute soll es endgültig ins Polynesian Cultural Center gehen, wäre doch gelacht Exclamation

Also auf geht's. Allein bis man aus Honolulu hinaus kommt, dauert es seine Zeit und dummerweise wurde von gestern auf heute vor Kane'ohe eine Großbaustelle eröffnet, was zügiges Voranfahren verhindert.

Wie auch schon gestern, machen wir auch heute am Kualoa Regional Park Halt. Schließlich haben wir noch eine Papaya und zwei Bananen zum Essen und dieser Platz bietet sich dafür an. Der Kualoa Park hat Bänke und Tische und wir lassen uns häuslich nieder. Gerade als ich die Papaya halbiert habe, beginnt es zu tröpfeln. Hastig packen wir alles zusammen und eilen zum Auto. Doch das hilft alles nichts, denn innerhalb von 20 Sekunden gibt es einen Wolkenbruch, den wir so bei uns nicht kennen. Tja, was nun Question Weiterfahren heißt die Devise. Nur wenige Kilometer weiter nordwärts bietet sich die nächste Gelegenheit zum Picknicken an. Ob es wohl diesmal gut gehen würde Question Ja, das tut es, wir können seelenruhig unser Obst essen und fahren um 12.30 Uhr weiter.

Kurz nach 13 Uhr sind wir beim Polynesian Cultural Center, der Himmel ist leicht bewölkt. Hat das irgendetwas zu bedeuten oder sollen wir es ignorieren Question

Wir beschließen, es zu ignorieren und gehen in Richtung Eingang. Dort werden wir einem Sicherheitscheck unterzogen, d. h., wir müssen den Inhalt unserer Hüfttaschen der Inspektion zugänglich machen. Der Herr ist zufrieden mit uns, lässt uns weitergehen und kurz darauf dürfen wir den Eintrittspreis von $ 35,00 pro Person bezahlen.

Auf Grund des Planes, den wir bekommen haben, stelle ich die Route der Shows zusammen, sodass wir wieder möglichst viel sehen können. Es ist (nicht in dieser Reihenfolge) Samoa, Tonga, Tahiti, Hawaii, Aoreatoa, Marquesas, Fiji - fehlt noch etwas Question Smile
Das hört sich jetzt nach wenig an, aber wir haben echten Stress, besonders ich, da ich einen guten Sitz- bzw. Stehplatz wegen des Filmens haben will und oftmals die pralle Sonne in Kauf nehmen muss.

Eine der besten Shows ist jene von Samoa.

Die Show von Hawaii war dieses Jahr sehr lustig, weil den Zuschauern der Hula-Tanz beigebracht wurde.

Polynesian Cultural Center

Show von Samoa

Beeindruckend war auch die Show von Neuseeland, die damit begann, dass die Zuschauer bereits vor dem Haus begrüßt wurden.

Show von Hawaii

Show von Neuseeland

Dazwischen versorgt mich Michi mit Getränken, d. h., er holt einen Becher mit Strohhalm und verschiedenem Inhalt, mal Ananas, mal Guave (letzteres ist zu süß für mich) und währenddessen ich filme, schlürfe ich nebenbei den Saft.

Geht ganz gut und wir tragen zur Belustigung der anderen bei Laughing

Als wir die letzte Show verlassen, regnet es in Strömen. Kein Hindenken, dass wir zum Auto kommen würden, daher warten wir ab. Nach nicht allzu langer Zeit gelingt es uns doch, auf drei Etappen zu unserem Wagen zu kommen.

Abschluss

Nun geht's retour nach Honolulu, ein relativ weiter Weg wartet auf mich.

Dass Michi plötzlich Hunger anmeldet, verwunderte mich nicht, denn wir hatten, außer dem Obst und den Getränken, nichts zu uns genommen.

Während der Fahrt sehe ich rechterhand im Augenwinkel brennende Fackeln, die meine Aufmerksamkeit erregen. Ich frage Michi, was das sei. Er meint, ein Restaurant. So schnell habe ich noch nie umgedreht Winken

Das Restaurant nennt sich "Chrouching Lion Inn" und steht in Ka'a'a'wa.
Die Speisen, die wir bestellen (ich ein Pfeffersteak) sind mehr als ausgezeichnet, sozusagen äußerst delikat. Dieses Restaurant kann man guten Gewissens weiter empfehlen.

Gegen 19.30 Uhr treten wir die weitere Fahrt nach Honolulu an. Doch im Handumdrehen beginnt es nicht nur zu regnen, sondern wie aus Eimern zu schütten. Der Scheibenwischer läuft auf höchster Stufe und trotzdem kann ich nur noch Schritttempo fahren. Und genauso rasch, wie der Regen begonnen ist, hört er auch wieder auf - allerdings erst etliche Kilometer später Winken

Im Outrigger Reef on the Beach Hotel angekommen, checken wir als Erstes für morgen früh aus, denn für solche Scherze haben wir morgen nun wirklich keine Zeit. Dann packe ich unsere Reisetaschen zusammen.
Anschließend gilt es noch, die Fotos auf den Laptop zu überspielen, die Akkus zu laden und den Reisebericht zu schreiben. Kurz vor 1 Uhr morgens - des nächsten Tages - gehe ich ins Bett. Für 4 Uhr ist der Wecker gestellt. Na servus, das wird eine kurze Nacht Exclamation