Mittwoch, 9. 6. 2004:

Wie programmiert, läutet der Wecker erst um 8 Uhr morgens. Irgendwie war der gestrige Tag zu kurz - sehr früh aufgestanden, sehr spät ins Bett gegangen, die Folge: ich bin todmüde Exclamation

Da muss schnellstens ein Kaffee her Winken
Also gehen wir ins hoteleigene Restaurant frühstücken, was uns sehr schmeckt.

Anschließend müssen wir wieder umdisponieren. Eigentlich möchten wir eine Wanderung im Polipoli State Park unternehmen, aber die dort befindlichen Wolken lassen uns den Plan ändern.

Also nehmen wir die für gestern geplante Nordwestroute von Kahului nach Lahaina in Angriff. Tja, auf Hawaii muss man flexibel sein, aber das macht auch nichts, schließlich ist man im Urlaub und kann sich jeweils das einteilen, was man möchte.

Vorerst denken wir noch, wir können den Waihe'e Ridge Trail gehen, doch als wir bei Waihe'e sind, zeigt sich, dass wir auch diesen Plan für heute fallen lassen müssen. Dichteste Wolken hängen über dem Waihe'e Valley und somit hat der Trail keinen Sinn.

Ein Segen, dass ein Großteil dieser Straße immer noch in einem solchen (schlechten) Zustand ist wie 2001. Hoffentlich bleibt das noch lange so. Teilweise ist die Straße (und auch die Brücken) nur einspurig, immer wieder muss ich zurück fahren, weil mir jemand entgegen kommt, der sich selbst nicht traut, zurück zu fahren. Das müssen wohl jeweils Amerikaner sein, die nur Highway-fahren, aber nicht Kurven-fahren gewöhnt sind Laughing

Das Schild "The Cliffs of Kahakuloa" macht uns neugierig, denn das sagt uns ausnahmsweise mal gar nichts.

Wir erinnern uns zwar daran, dass 2001 in diesem Gebiet Grundstücke ausgesteckt bzw. vermessen wurden, aber das ist auch schon alles.
Also biege ich linkerhand ab und wir fahren eine völlig neue, breite Straße, an der linker- und rechterhand zahlreiche neue Gebäude entstanden sind.
Zwar ist es verständlich, dass sich reiche Leute in dieser Gegend ein Haus bauen lassen, aber für die Landschaft selbst ist es schade.
Wir selbst möchten nicht in diesem Gebiet wohnen, es wären uns zu viel Wolken und zu viel Regen, von beidem haben wir in Linz mehr als reichlich genug.

The Cliffs of Kahakuloa

Nach dieser Rundfahrt gelangen wir wieder auf die ursprüngliche Straße und kurz darauf zu "Curleys Fruit Stand", den wir auch schon kennen. Wir machen Halt, werden herzlich von Curley begrüßt und er bietet uns frische Früchte zum Verkosten an. Sein Fruit Stand ist wirklich einen Besuch wert und abgesehen davon unternimmt Curley auf Wunsch Touren per Pferd mit Interessierten, man kann sich Fische aus dem Meer angeln, diese werden dann gegrillt, also Natur pur und von dem leben, was die Natur her gibt.

Curley selbst ist ein besonderer Mensch, wir unterhalten uns lange Zeit mit ihm, er zeigt uns viele Bilder aus früheren Zeiten seines Obststandes und erzählt auch etliches aus seinem Leben.
Er bietet uns auch Coconut Candy an, die ich leider ablehnen muss, Michi aber umso lieber annimmt Winken Das geht sogar soweit, dass Michi Curley fragt, wann die nächsten Candies fertig werden, denn es sind nur mehr 3 Stück vorhanden.
Und dann können wir uns nicht mehr halten - Curley greift zum Handy, ruft seine Frau an und fragt, wann die nächste Lieferung von Coconat Candy fertig sei Exclamation Exclamation Exclamation Wir drei lachen fast Tränen (auch Curley) und rasch greife ich zum Fotoapparat, um Curley und Michi zu fotografieren. Ein Bild für Götter Exclamation

Nachdem sich dann Michi 5 Bananen kauft, andererseits aber 10 Dollar für das bereits Konsumierte in die Tip-Box wirft, bekommt er sogar die Bananen "geschenkt". Egal, wie - dieses Erlebnis ist jedenfalls die 10 Dollar wert Exclamation
Michi will übrigens unbedingt nochmal zu Curley fahren, um sich weitere Coconat Candies zu kaufen Exclamation Vielleicht mieten wir uns zu diesem Zweck eine Harley Davidson Question Wäre gar nicht übel Smile

Schließlich fahren wir weiter, es muss ja mal sein und gelangen zum "best banana bread on the planet" - Stand, in dem Michi Bananenbrot ersteht. Doch davon kann ich ihn, auch wenn es jedermann lobt, nicht gerade begeistern. Komisch irgendwie, aber es ist halt so.

Nur wenige Meter danach gelangen wir in den kleinen Ort "Old Kahakuloa", der nichts mit den "Cliffs to Kahakuloa" zu tun hat.

Ein kurzes Stück danach kommen wir zum Aussichtpunkt für den "Pu'u Koa'e", der wirklich einen Stopp wert ist. Er sieht von jeder Seite anders aus und es ist phänomenal, wie steil er ist.

Es ist bereits 3.00 pm und längst Zeit für Lunch. Wir lassen uns auf Lavasteinen nieder und genießen unser mitgebrachtes Essen.

Pu'u Koa'e

Honomana Bay

Die Honomana Bay sollte man nicht mit der Honomanu Bay an der Hana Road verwechseln Winken

Bald darauf wird die Straße besser bzw. eigentlich fast zum Highway. In rascher Fahrt geht es über Ka'anapali nach Lahaina.

Welch Überraschung Exclamation "Unser" Parkplatz in Lahaina, jener in der Shaw Street, ist mittlerweile gebührenpflichtig Exclamation Egal, wir stellen trotzdem unseren Jeep dort ab und zahlen für 2 Stunden 3 Dollar.

Was tun gegen unsere Müdigkeit Question Es bietet sich umgehend "Maui Island Coffee" an, ein Laden, der, bis auf den Besitzer (Pächter Question ) völlig leer steht. Und was sollen wir hier erleben Question Den besten Kaffee, den wir je auf Hawaii getrunken haben Exclamation

Ein Genuss pur.

Dann stellt sich heraus, dass dieser Laden auch weltweit Kaffee verschickt, was besonders Michis Interesse weckt. Fürs Erste kauft er - zum Mitnehmen ( Exclamation ) 2 kg Kaffee um knapp 100 Dollar Exclamation Exclamation Ich denke, mich tritt ein Elch, umso mehr, als Michi andeutet, dass wir nun für zu Hause eine "ordentliche" Kaffeemaschine brauchen würden, denn unsere Nespresso ist dafür völlig ungeeignet - womit er Recht hat, denn die ist echt Mist Exclamation

Kahekili Hwy.

Front Street in Lahaina

Über den West Maui Mountains bilden sich dichte Wolken, aber sie irritieren uns nicht.

Wir sind in Richtung Banyan Tree unterwegs, der uns jedes Mal in Staunen versetzt. Welch ein Baum Exclamation Sagenhaft, welche Fläche er bedeckt, den muss man wirklich live erleben. Schon beachtlich, wie stark sich Luftwurzeln im Boden verankern können und das Gefühl verleihen, der Baum hätte mehrere Stämme.

Gewitterstimmung über den West Maui Mountains

Banyan Tree

Wir schlendern durch die Front Street von Lahaina, schießen Fotos, filmen und die Zeit verrinnt leider viel zu rasch.

Um 6.36 pm läuft unser Parkzettel ab und wir wollen pünktlich beim Auto sein, denn wir haben nicht die geringste Lust, Strafe zu zahlen.
Am Rückweg zum Auto brauen sich über den West Maui Mountains noch weitaus dichtere Wolken zusammen als zuvor, die Mountains sind kaum noch zu sehen. Filmen und fotografieren ist angesagt, zumal sich dann schöne Regenbogen bilden.

Die Rückfahrt nach Kihei ist wegen des starken Windes nicht ganz einfach, denn der Jeep nimmt jeden Windhauch seitwärts auf.

Kurz vor Kihei überlegen wir wegen des Abendessens. Richtigen Hunger haben wir beide nicht, also entschließen wir uns, in "Jack in the Box" zu gehen. Dort kann man Getränke kostenlos re-fillen und die Speisen werden erst dann gerichtet, wenn man bestellt hat. Entsprechend knusprig ist mein Fish & Chips und auch Michis spicy chicken Burger.

Erstaunlich, wir sind um 8:00 pm im Hotel, ich falle sofort über die nicht besetzte kostenlose Internet-Station her und antworte auf eine Mail.

Dem folgt ein gemütlicher Abend und obwohl ich mich nun wirklich mit sämtlichen Sachen (Fotos runterladen, Akkus laden, Reisebericht schreiben, von der Körperpflege mal ganz abgesehen) beeile, ist es mittlerweile schon 23.07 Uhr, daher ende ich.

Morgen möchten wir, je nach Wetter, entweder den Slidings Sands Trail oder Trails im Polipoli State Park gehen, wenn nicht, dann ev. eine Harley mieten und wenn das auch nicht, tja, dann werden wir mal sehen Laughing Wir sind ja im Urlaub Exclamation