Sonntag, 13. 6. 2004:
Good Morning
Der Wecker läutet um 6:30, kurz nach 7:00 sind wir beim Frühstück, wiederum im hoteleigenen Restaurant.
Anschließend packen wir unsere kleinen Rucksäcke, die wir in die Seitentaschen der Harley verstauen und ab geht die Post
Heute steht die Umrundung der West Maui Mountains am Programm, sicherheitshalber aber von Ma'alaea, über Lahaina, Ka'anapali beginnend. Den engsten Teil der Strecke wollen wir uns zum Schluss aufheben.

Wir machen diesmal fast keine Fotostopps, anstatt dessen filme ich einiges während der Fahrt, was immer wieder zu großen Augen bei den Fahrern der entgegenkommenden Autos führt Tja, Sonntag und immer wieder diese Zivilstreifen
Wettermäßig haben wir Glück. Es gibt zwar immer wieder düstere Wolken am Himmel, aber wir bekommen keinen einzigen Tropfen ab.
Bei "Curleys Fruit Stand" machen wir wieder Rast. Oh weh Michis heißgeliebte Coconut Candies sind ausgegangen Schon wieder
Curley und sein "Freund" ( ) erinnern sich sofort wieder an uns. |
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Curley und sein Freund (rechts hinten) |
Curley ruft seine Tochter an und fragt, wann sie die nächsten Candies liefern würde. In 10 Minuten, ist die Antwort. Diese 10 Minuten dauern, wie wir dann merken, ca. 1,5 Stunden
Es macht uns nichts aus, wir unterhalten uns in der Zwischenzeit mit Curley und dem anderen Herrn, beide tragen Paniolo-Kleidung. Dazu gehört auch, mehrere Gürtel um den Bauch geschnallt zu haben, ein Bild für Götter Überhaupt ist Curleys Freund eine Nummer für sich, er hat vorne kaum mehr Zähne im Mund und trotzdem kann man halbwegs verstehen, was er sagt. |
Er bietet uns auch Kaffee an, den er dann vor unseren Augen "frisch" zubereitet. Oh Gott, wenn wir das aushalten, dann sind wir für alles abgehärtet
Die Zubereitung des Kaffees erfolgt folgendermaßen: Er nimmt Wasser aus einem Gartenschlauch und spritzt es in den Deckel von einem Jenaer Glas. Selbiges setzt er auf einen mit Gas betriebenen Ofen, schüttet geriebenen Kaffee hinein, kocht das Ganze auf und gießt es dann in Keramikbecher, die er uns in die Hand drückt. Nun, diese Keramikbecher haben in früheren Zeiten eventuell schon mal etwas mehr Wasser bzw. Reinigung gesehen.
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Im Augenblick ist es 11:18 pm desselben Tages und ich fühle mich immer noch recht wohl, auch Michi, der aber schon schläft, während dessen ich den Reisebericht tippe. Also stelle ich fest: wir sind abgehärtet
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Zwischendurch bietet uns Curley immer wieder frisches Obst an, wir dürfen aus einem reichhaltigen Angebot wählen, was wir wollen - kostenlos natürlich
Der Gipfel ist jedoch, als Curley etwas Seltsames hervor holt. Es sieht wie eine Friedenspfeife aus, aber was soll eine Friedenspfeife auf Hawaii Wir fragen ihn und er bestätigt uns - es ist eine Friedenspfeife Er stopft etwas Tabak hinein und zündet ihn an. Kurz darauf bietet er Michi an, doch auch mal einen Zug davon zu nehmen. Auch ich soll, aber ich verweigere.
Endlich, nach langer Zeit des Wartens, taucht Susie, die Tochter von Curley, mit frischen Candies auf. Michi kauft 2 Packungen, eine kostet $ 5,00. Michi wirft einen 20-Dollar-Schein in das Tip-Glas (eine Papaya haben wir auch gekauft) und dann fahren wir endlich weiter. Mittlerweile ist es bereits 1:30 pm, um 3:30 müssen wir die Harley retournieren.
Die weitere Fahrt nach Kahului gestaltet sich ohne Probleme, nur das Wetter bereitet uns ein wenig Kopfzerbrechen, allerdings auch nicht allzu viel. Heute morgen habe ich nämlich, im Vorausblick darauf, dass wir vielleicht eingeregnet werden und dann tropfendes Gewand anhaben würden, eine zweite Garnitur Unter- und Oberwäsche für uns eingepackt. Viel kann also nicht schief gehen.
Um 2:45 geben wir die Harley ab, aber nicht ohne dass wir sie vorher volltanken. Wir haben sie ja schließlich auch vollgetankt erhalten.
Es ist wieder jene Herr in dieser Firma, der uns gestern die Harley übergab. Er fragt uns, wo wir denn gefahren wären und wir erzählen, wir haben die West Maui Mountains umrundet. Daraufhin meint er, das habe er noch nicht gemacht. Er sei bisher immer nur über Lahaina hinauf in den Norden gefahren, bis an die nördlichste Spitze. Mehr habe er sich nicht getraut, weil die Straße lt. Erzählungen dann so eng wird Ich denke, ich höre nicht recht Keine Ahnung, wie oft ich diese Straße schon mit einem Auto gefahren bin - aber mit einem Motorrad ist es auf Grund der teilweisen Enge der Straße oftmals einfacher. Tja, manchmal sehen Touristen mehr als die Einheimischen, dafür können wir ihnen dann etwas über ihre Heimat erzählen Echt witzig so etwas, aber Ähnliches ist uns schon öfters passiert.
So, die Harley sind wir nun leider los, wir steigen auf unseren Jeep um. Und jetzt Wir blicken um uns, auf ganz Maui scheint es nur Wolken zu geben. Selbst in Richtung Westen ist es bewölkt und in Richtung Haleakala zu fahren, ist völlig sinnlos, den sehen wir nicht mal richtig.
Der einzig richtige Weg scheint uns, nach Lahaina zu fahren, dem fast ständigen Schönwetterloch von Maui.
Und wir behalten Recht Lahaina ist halt zuverlässig (bis auf ein paar wenige Ausnahmen, was soll's). Wir stellen das Auto in der Shaw Street ab, auf unserem Parkplatz. Dann ziehen wir los.
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| Es ist kurz nach 3:00 pm und wir haben Hunger. Wir pilgern in die Fressmeile, ich meine jene Stelle, wo auch der Subway ist. Bei der "Blue Lagoon" lassen wir uns nieder und bestellen uns wiederum, wie gestern in Paia, einen Caesar Salad. Welch ein Unterschied Paia siegt eindeutig, die Blue Lagoon wird ohne Zweifel Letzter
Dem folgt ein Einkaufsbummel durch Lahaina, Michi kauft sich ein Hemd, ich kaufe für A. zum Geburtstag ein T-Shirt bei Crazy Shirt, ich selbst bekomme auch insgesamt 3 T-Shirts, eines von Crazy Shirt, 2 von einem Laden gegenüber des Banyan Trees.
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Front Street in Lahaina
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Aber was dann kommt, schlägt dem Fass den Boden aus
Michi fällt ein, was nicht mal mir einfällt Nämlich, dass ich in nicht allzu weiter Ferne Geburtstag haben werde (Hilfe Schon wieder ). Ein Schmuckstück soll es werden Entsprechende Läden gibt es mehr als genug und wir pilgern von einem zum anderen, checken die Preise und kommen dahinter: gerade heute (welch Zufall ) ist alles um 60 % verbilligt. Wie gnädig, den Touristen gegenüber. Ich möchte die Handelsspanne lieber nicht kennen
Letztendlich wählen wir einen Humuhumunukunukuapua'a, den Staatsfisch von Hawaii, aus, dazu bekomme ich eine Goldkette, an der der Humu nun hängt.
Mittlerweile ist es 7:00 pm und die Dämmerung hat eingesetzt. |

Lahaina in der Abenddämmerung |

hoffentlich fängt er einen fettarmen Fisch |
| Der Blick zur Nachbarinsel Lana'i ist im Abendrot sehr schön.
Zeit, nach Kihei zurück zu fahren Vorbei am Pioneer Inn Hotel gehen wir zum Auto.
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| Eigentlich möchte ich heute noch Wäsche waschen, aber dafür reicht die Zeit nicht mehr, denn die Laundry ist nur bis 10:00 pm zugängig (und ab 8:00 am), waschen und trocknen geht sich also nicht mehr aus. Ok, morgen ist auch noch ein Tag.
Zurück in Kihei fahren wir zuerst ins Foodland, ein paar Kleinigkeiten brauchen wir und anschließend wollen wir in irgendein fast-food, doch in welches? Sie sind ohnehin der Reihe nach in Kihei aufgefädelt, aber das KFC, das ich gestern entdeckt habe, versteckt sich heute. Es ist absolut nicht zu finden und ich bin mir aber sicher, es befindet sich nur unweit vom Hotel entfernt und auf der linken Straßenseite. Wo ist es nur? Sind wir etwa erblindet???
Wir finden es nicht und beschließen, ein anderes fast-food aufzusuchen. Kaum wollen wir das
tun, sticht mir - jetzt rechterhand, weil wir von der anderen Richtung her kommen - das KFC in die Augen!!! Das darf doch wohl nicht wahr sein! Also gut, umgedreht und beim KFC eingeparkt. Es ist nun 8:45 pm, ab 9:00 pm gibt es beim KFC nur mehr drive-in. Wir haben also Glück und nehmen das "dinner for two". Es besteht aus insgesamt 5 Hühnerteilen mit viel Fleisch und einer knusprigen Haut daran, je eine Dose Kartoffelpürree sowie je ein Getränk nach Wahl. Wir sind reichlich satt und fahren anschließend endlich ins Hotel.
Dort angekommen sehe ich, dass die eine der beiden kostenlosen Internet-Stationen frei ist, also stürze ich mich darauf. Keine Mails zum Beantworten, ein junger Mann wartet hinter mir, dass er auch mal ran darf, also klinke ich mich wieder aus.
Die allabendlichen technischen Aktivitäten folgen und mittlerweile ist es 5 vor 12, im wahrsten Sinne des Wortes.
Sleep well and cu tomorrow!
Ach, vonwegen tomorrow: Unser letzter Tag auf Maui Je nach Wetter stehen mehrere Trails zur Auswahl. Mal sehen, welcher siegt. |
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