Sonntag, 20. 6. 2004:
Heute ist in den gesamten USA Father Day Aber da Michi kein Vater ist, gibt es auch nichts zu feiern.
Ausnahmsweise bimmelt der Wecker anstatt um 6:00 erst um 7:00, so spät Frühstück wie immer im hoteleigenen Restaurant, längere Zeit später sah Michi, dass auch E&A zum Frühstück kommen, aber sie sehen uns nicht und wir sind viel zu weit entfernt, um einfach mal quer durchs Restaurant "hallo" rufen zu können.
Nach dem Frühstück packe ich unsere Reisetaschen-Koffer (ich muss mal ein anderes Wort dafür erfinden, denn dieses dauert mir zu lange) und kurz nach 9:00 checken wir aus.
Heute steht die Fahrt von Hilo nach Kailua-Kona am Programm.

Wir verlassen Hilo in nördlicher Richtung, denn wir wollen die Ostküste entlang fahren, um dann nach Waimea zu fahren.
Der Pepe'e'keo Drive ist noch eindrucksvoller als zuvor, ich bleibe etliche Male stehen, um zu filmen und zu fotografieren.
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Michi bleibt während dieser Zeit im Auto, denn er hat Angst, dass ihn Moskistos stechen könnten. Klar, mich stechen viele in dieser kurzen Zeit, aber das ist die Schönheit dieser Natur auch wert. Von mir aus soll es mich nun 5 Tage jucken, dann kratze ich halt 5 Tage, aber dann ist es gut
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| Am Hwy. angelangt, schüttet es dort wie aus Eimern Ein Blick in den Norden verheißt nichts Gutes, der Himmel ist grau in grau, besser gesagt: schwarz 
Macht es Sinn, die ursprünglich geplante Route weiter zu fahren Wäre es nicht vernünftiger, über die Südwestroute zu fahren Diese Gedanken schießen mir durch den Kopf, aber ich fahre trotzdem in Richtung Norden weiter.
Irgendwann frage ich Michi, ob es nicht besser wäre, die Südwestroute zu wählen, er ist einverstanden. Also nochmals nach Hilo retour, ab Hilo in Richtung Volcanoes National Park bzw. Südwesten. |

an der Ostküste von Big Island (Hawaii Belt Road)
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Kurz nach Hilo sehe ich rechterhand die schon auch die letzten Tage zuvor gesehenen Stainback Hwy., das ist, von Hilo aus gesehen, genau jene Straße, die später, wahrscheinlich nach dem Gefängnis, in den unwahrscheinlich schlecht zu befahrenen Track übergeht, den wir 2001 von der Mauna Loa Road aus fuhren bzw. nur bis zum verschlossenen Gate kamen. Ein Ereignis, das wir wohl niemals vergessen werden.
Ich möchte wissen, wie dieser Stainback Hwy. beginnt, wie er weitergeht usw. Also fahren wir ihn, besser gesagt, ich fahre ihn
Der Anfang ist in einem sehr guten Zustand, beidseits der Straße blühen verschiedene Arten von Orchideen. |
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Orchideen entlang der Stainback Road
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für Orchideen-Liebhaber vergrößert |



mal sehen, ob wir die Meereschildkröten zu Gesicht bekommen
Es ist allerdings schon 5:00 pm, aber was soll's Wir fragen, ob es einen Espresso geben würde, die Antwort ist nein, nur einen regular coffee. Also bestellen wir diesen. Michi bekommt ihn umgehend geliefert. Fast im selben Augenblick kommen offenbar Einheimische in die Bar, 4 Erwachsene und 1 Säugling. Die Bedienung widmet ihnen die ganze Aufmerksamkeit, die 4 Leute bestellen ihr Essen, was umgehend gebruzzelt wird, bekommen ihr Essen in null komma nix serviert, inklusive der Getränke. |
Mit der Zeit wird die Straße zwar enger, aber sie ist immer noch gut zu befahren. Erstaunlich ist, angesichts dessen, dass sie (unserem Wissensstand nach) nur zum Gefängnis führt, die vielen Autos, die uns entgegen kommen bzw. uns überholen. Manche Fahrer grüßen von sich aus, andere wiederum ignorieren uns.
Nachdem wir den Stainback Hwy. längere Zeit gefahren sind, möchte ich eigentlich umdrehen. Der Zufall will es, dass ich 1. genau an dieser Stelle ein Schild sehe, das uns die Weiterfahrt verwehrt
und 2. eine nach links (Westen) abgehende Straße sehe, die weder "no outlet" noch "no through road" - Schilder hat. Es handelt sich um die North Kulani Road, der wir dann folgen. Die Häuser entlang dieser Straße, sofern welche stehen, sind ganz gut gepflegt, auch die Vorgärten sind halbwegs aufgeräumt, wir sind erstaunt, denn das haben wir nicht erwartet.
Automatisch landen wir wieder am Hwy. 11 und unser nächster Stopp ist beim Punalu'u Black Sand Beach. Dort sind üblicherweise um diese Jahreszeit die grünen Meeresschildkröten anzutreffen, die nachts im dortigen Sandstrand ihre Eier ablegen.
2001 sahen wir ein paar Schildkröten von beachtlicher Größe, doch heute ist die Brandung enorm und es ist keine einzige Schildkröte zu sehen.
Daher fahren wir weiter, auf der Suche nach einem Café und werden kurz nach Punalu'u fündig. Vor uns steht die "most southern bar in USA", auch "Shaka Restaurant" genannt; sie scheint uns genau richtig, also gehen wir hinein.

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Ein weiteres Ehepaar, offenbar Touristen (Amerikaner ) kommen ins Lokal, bestellen ebenfalls. Die anderen 4 Erwachsenen sind mit ihrem Essen fertig, Michi's Kaffee ist von ihm getrunken - und meiner ist immer noch nicht hier Es ist in der Zwischenzeit ca. 1/2 Stunde vergangen. Die Bedienung, eine weibliche Person, entdeckt mich ohne Getränk, meint "oh, sorry, I've forgot your coffee". Meine Chancen steigen Aber umsonst Nach weiteren 15 Minuten Wartezeit verlassen wir diese Bar, Michi hinterlässt 1 Dollar, das ist der Preis für einen regular coffee, der in der Preisliste steht.
Zu erwähnen ist, dass das Wetter auch hier an der Südküste mehr als ätzend ist, die meiste Zeit regnet es, nur ab und zu scheint die Sonne. Wir sind also vom Regen in die Traufe geraten, aber das konnten wir vorher nicht ahnen, denn üblicherweise ist die Südküste pausenlos sonnig. Nur so konnte das Ka'u Desert entstehen, die Wüste also. Selbst die Straße zum South Point ist mehr als verregnet, wie wir feststellen.
Wir biegen trotzdem in die South Point Road ein und zwar deswegen, weil hier in der Nähe die Kula Kai Caverns sein sollen. Diese Caves stehen seit Monaten auf meinem Programm, sie müssen sehr interessant sein. Doch wir finden sie nicht Daher drehen wir um und am Hwy. 11 fahren wir in Richtung Kailua Kona weiter.
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die Linzer Torte auf Big Island |
Doch kaum auf dem Hwy. 11 zurück, sehe ich im Rückspiegel einen traumhaften Regenbogen, weitaus größer bzw. breiter in den Streifen, als wir einen Regenbogen von zu Hause kennen.
Da heißt es anhalten und fotografieren und filmen, was das Zeug hält. Es ist interessant anzusehen, wie der Regenbogen immer größer wird, die Streifen der diversen Farben immer dicker - es ist ein Schauspiel sondergleichen Nun ja, nicht umsonst heißen die Hawaii-Inseln "rainbow islands"
Auf der weiteren Fahrt werden wir durch die umstrittenen "Ocean View Estates" unterbrochen. Dort steht, wie wir wissen, "Desert's Rose Café". 2001 haben wir hier ganz gut zu Abend gegessen, jetzt wollen wir Kaffee. Diesen gibt es auch, allerdings wiederum nur "regular", aber wir geben uns auch mit diesem zufrieden.
Witzig ist, als Michi in der Glasvitrine, in der mehrere Kuchen- und Tortenstücke präsentiert sind, die "Linzer Torte" entdeckt
Ich sage zu der Lady, die uns bedient "that's nice, this cake, because we're from Linz in Austria". |
| Und sie antwortet: "really??? My mom makes this cakes, we've friends in Austria , Hermann & [den zweiten Namen weiß sie nicht], they told mom, how to make this cake".
Nun ist Michi natürlich verpflichtet, sich solch ein Kuchenstück zu kaufen, das geht jetzt nicht mehr anders. Vom Aussehen her gleicht er so ziemlich unserer Linzer Torte, genauso trocken.....
Michi findet die Torte nicht schlecht, meint aber, der Tortenboden sei zu dünn geraten und das Ganze zu süß - wie halt alles auf Hawaii.
Vor der "City of Refuge" zweigen wir bei Ho'okena zum Kea'lia Beach ab. Meine Güte, das ist eine elendslange, meist nur einspurig zu befahrene, asphaltierte Straße bis hinunter zum Strand. Doch bis wir nach unten gelangen, laufen uns seltsame Tiere über den Weg, die wir auch schon die letzten Tage gesehen haben. Sie laufen auf 4 Beinen, sehen einer Maus ähnlich, nur sind sie viel größer (länger), sind extrem scheu und haben einen sehr langen, aber nicht buschigen Schwanz. Michi meint, es sei eine Art Freckies - ich habe keine Ahnung, welche Tiere das sein können. Jedenfalls veranlassen sie uns zu längeren Film- und Fotopausen und die Zeit schreitet voran......
Am Kea'lia Beach angekommen sehen wir, dass es dort äußerst primitive Hütten bzw. Unterkünfte für die Einheimischen gibt. Selbige sitzen unter einem provisorischen Dach zusammen und selbst, als wir sie grüßen, kommt kein Gruß zurück. Wir sind also unerwünscht und fahren zurück.
Es folgen die Orte "Captain Cook" und "Kealakekua" sowie "Keauhou" und bald darauf erreichen wir Kailua Kona. So, wo ist nun das Hote Eine gute Frage, aber ich habe ja die Hausnummer. Diese nützt uns aber nichts, da wir bei keinem Haus etc. eine Hausnummer finden können. Also hilft nur mehr, nach dem "Royal Kona Resort" Ausschau halten, das wir auch kurz darauf finden. Eine von außen sehr schöne Anlage.
Wir checken ein, das Zimmer scheint soweit in Ordnung - aber nur auf den ersten Blick. Der 2. Blick zeigt uns, dass es außerhalb der Dusche nass ist. Wir denken, es wäre zu feucht aufgewischt worden – Fehlanzeige Nächste Möglichkeit: die Dusche rinnt – Fehlanzeige Weitere Möglichkeit: die Toilette, die sich unmittelbar daneben befindet, rinnt - auch Fehlanzeige Ok, wir geben auf und duschen uns.
Anschließend will ich unsere Kleidung einräumen, die Schubladen klemmen, bei den Türen sind die Scharniere ausgerissen und das Schlimmste! - die Klimaanlage funktioniert seltsam Sie lässt sich zwar einschalten, aber die Regelung "low, medium oder high" reagiert nicht So etwas Dummes Und dafür bezahlt man so viel Geld
Das Schlimmste für mich persönlich ist aber, dass ich mich jetzt ( ), also zu spät, über mich selbst ärgere. Was um alles in der Welt hat mich veranlasst, auf Big Island auch ein Hotel an der Westküste zu buchen Hier in Kona, wo wir eine elendslange Anfahrt bis in den Nationalpark haben Ich verstehe mich selbst nicht mehr Was wollen wir hier an der Westküste Nix..... Unser Interesse gilt der Lava, der Saddle Road, dem Mauna Kea, dem Mauna Loa, Haleiwa, der Ostküste.
Allerdings muss ich erwähnen, dass es unsere ganz persönliche Meinung ist, auf Big Island nur eine Unterkunft und diese an der Ostküste zu haben. Für Ersturlauber bzw. für jene, die auch mal gerne am Strand liegen, ist gewiss die Westküste genauso interessant.
Michi gegenüber erkläre ich mich zum größten Deppen, der auf der Erde herumläuft und füge noch an, das Vernünftigste wäre, auf die bereits bezahlten 2 weiteren Nächte hier in Kona zu verzichten und wieder nach Hilo zu übersiedeln. Bleiben wir hier, müssen wir pro Tag, um in den Nationalpark und wieder retour zu kommen, mit einer Gesamtfahrzeit von ca. 5 Stunden ( ) rechnen Aber logisch, dass Michi das nicht will, das Royal Kona Resort ist ja bezahlt und wir bekämen keinen Cent zurück.
Zum Zwecke des Abendessens verlassen wir nochmal das Hotel. Es ist allerdings mittlerweile 9:30 pm, die Restaurants sind geschlossen und somit essen wir beim KFC.
Anschließend mein übliches Abendprogramm und gegen 1:30 am (des nächsten Tages) gehe ich ins Bett. |
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