Donnerstag, 15. 12. 2005:

Um 5.30 Uhr werde ich freiwillig munter. Moment – was heißt freiwillig Question Freiwillig eigentlich nicht, ich werde munter, weil mich meine knapp 50 Moskitostiche allein am rechten Oberschenkel dermaßen jucken, dass ich nicht mehr aus und ein weiß. Es ist zum Verrücktwerden Exclamation Es macht auch keinen Sinn, mich neben Michi im Bett zu wälzen und ihn vielleicht um den Schlaf zu bringen, also schleiche ich mich ins Wohnzimmer und werfe den Laptop an. Schließlich muss ich den gestrigen Tag des Reiseberichtes fertig tippen Wink

Kurz vor 7 Uhr taucht plötzlich Michi auf und ist erstaunt, mich im Wohnzimmer zu finden. Nun, ich muss zugeben, das kommt nicht jeden Tag um diese Uhrzeit vor.

Um 8 Uhr marschieren wir auf den neben unserem Hotel gelegenen Coconut Market Place, denn wir möchten gerne frühstücken. Doch was ist los Question Es ist ja alles geschlossen und es herrscht absolute Stille Exclamation Das darf doch wohl nicht wahr sein Exclamation

Yipp Exclamation Was ist das Question Ich sehe in etlichen Metern Entfernung eine Tür offen stehen, der Innenraum ist elektrisch erhellt Exclamation Na endlich einer, der Erbarmen mit uns hat.

Er nennt sich übrigens „Paradise Burgers & More“ und genau dort gehen wir hinein. Das übliche Schild „wait to be seated“ empfängt uns als Erstes, als Zweites eine sehr freundliche ältere Angestellte, die uns zu unserem Tisch bringt.

Michi bestellt sich ein Mexican Omelett, ich mir ein Hawaiian Omlett (eh klar Exclamation Versteht sich doch von selbst Wink ), dazu gibt es, im Preis inbegriffen, nach Wunsch entweder hash brown oder Reis sowie white toast. Kaffee ordern wir auch.

Nach relativ kurzer Zeit bekommen wir das köstlich schmeckende Frühstück serviert und Michi darf letztendlich dafür knapp $ 25 zahlen.

Wir gehen zum Hotel zurück, schnappen unsere bereits vor dem Frühstück gepackten Rucksäcke und fahren nach Hanalei, es steht der „Hanalei Okolehao Trail“ am Programm.

Kurz nach Princeville fahren wir über eine enge Brücke und müssen unmittelbar danach linkerhand (südwärts) in die Ohiki Road einbiegen.

Und schon begegnet uns das erste Taro-Feld. Taro ist ein Knollengewächs, das im Wasser wächst und besonders im Norden von Kaua'i sehr häufig angebaut wird.

Die Ohiki Road fahren wir entlang, bis wir rechterhand – ziemlich verborgen – im Grün eine Holzbrücke entdecken. Schräg gegenüber der Brücke befinden sich ein paar Parkbuchten, dort stellen wir das Auto ab.

Der Beginn des Trails ist sehr schmal und verwachsen, dann geht es steil bergauf und es ist ziemlich rutschig.

Klar, hier kommt kaum Sonne ran, wie soll dieser Teil jemals auftrocknen Question Es wird noch steiler und dadurch uns heißer.

Orchideen blühen am Wegesrand, zwar nicht sehr häufig, aber immerhin. Die „blue trees“, wie hier immer wieder die Eukalyptusbäume genannt werden, tragen ihren Namen zu Recht.


Beim ersten markanten Strommasten gehen wir linkerhand weiter und der Trail führt teilweise durch einen sehr schönen Wald.



Der Autor eines Reiseführers schrieb zu diesem Trail „climb, climb, climb and than – climb“ – und das stimmt wirklich Exclamation Denn kaum meint man, man hat den größten Anstieg hinter sich, kommt der nächst Größere, der auch noch rutschiger ist.

Ich bin berühmt dafür, schon dann auszurutschen, wenn nur jemand davon redet. Was dann hier passiert, kann sich wohl jeder vorstellen und ich beginne leise vor mich hin zu schimpfen.

Nach einiger Zeit kommen wir zum Gipfel dieser Anhöhe, theoretisch könnten wir noch weiter gehen, aber wir denken auch an den Rückweg, daher machen wir hier Rast und picknicken an einem Aussichtsplatz, von dem aus wir einen sehr schönen Blick auf Hanalei haben.

Nun wird es ernster: Wir müssen den Rückweg antreten…
Oh Mann, wie schrieb der Autor des Reiseführers Question „you will hate me or you will love me“.
Im Moment bin ich für Ersteres..... Wink

Zwischendurch sprühen wir uns wieder mit Moskitospray ein, obwohl wir längst die Übersicht verloren haben, wie viele Stiche jeder von uns hat.

Die Natur und die schönen Aussichten lenken uns jedoch immer wieder von den Moskitostichen ab.

Gegen 16 Uhr sind wir wieder beim Auto, ziehen uns um und fahren nach Hanalei, um Eis und Kaffee zu konsumieren, auch spazieren wir ein wenig durch das Shopping Center.

Dann fahren wir nach Kapa'a zurück. Im Café „Beezers“, Ecke Kuhio Hwy. (= Hwy. 56) und Kuilani Street, konsumieren wir einen mäßig schmeckenden Kaffee. Doch etwas Besonderes hat der Laden an sich: Hier werden die Waffeln für das Eis noch selbst hergestellt Exclamation Wir beobachten das eine geraume Weile, ehe wir uns verabschieden.

Im Safeway versuchen wir unser Glück, Salat für Michi zu ergattern – no chance. Also weiter zum Foodland, wo wir fündig werden.

Endlich fahren wir zum Hotel zurück und kommen hier um ca. 21 Uhr an. Was sehe ich Question Unsere Apartmenttür steht offen Exclamation Was bedeutet das QuestionCrying or Very sad
Michi und ich vereinbaren, er geht zur Rezeption und meldet das, ich gehe ins Apartment und sehe mich um, wer außer uns jetzt hier noch wohnt.

Also: Es wohnt niemand außer uns hier, die Zimmerdame hat anscheinend „vergessen“, die Tür fest heran zu ziehen, obwohl sie das wissen müsste. Wir vermissen nichts, demnach hat niemand unser Apartment betreten, während wir abwesend waren. Stöhn……….

Zum Abendessen bekommt Michi wiederum Salat, ich eine chinesische Nudelsuppe.


Anschließend – nein, nebenbei Wink - erledige ich noch den Elektronikkrams, schreibe den Reisebericht und mache mich um 1.30 Uhr auf den Weg ins Bett.