Dienstag, 27. 12. 2005:
Um 6.30 Uhr läutet der Wecker. Nach der Morgentoilette fahren wir ins „Kaiona“ und genehmigen uns Eggs Benedict mit Kona Coffee. Anschließend geht es nochmals zum Hotel zurück, denn wir müssen unsere Rucksäcke holen: Heute steht ein Teil des Lahaina-Pali Trails am Programm.
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| Zu diesem Zweck fahren wir in Richtung Ma'alaea und ich muss, um zum Trailhead zu gelangen, etwas ziemlich irrwitziges Unternehmen, nämlich vom Highway auf die andere Fahrspur (also entgegen unserer jetzigen Fahrtrichtung) wechseln. Glücklicherweise gibt es sogar eine Linksabbiege- bzw. U-Turn-Spur und die Sache funktioniert leichter als gedacht.
Kaum auf der anderen Fahrspur fahren wir über eine ziemlich unscheinbare kleine weiße Brücke und sofort ( ) unmittelbar danach muss ich mich auf den Pannenstreifen begeben. Nein, wir haben keine Panne, sondern einige Meter hinter uns kann ich den Jeep abstellen. Dazu muss ich allerdings den Rückwärtsgang benutzen, denn zum Umdrehen ist hier kein Platz. Wieder einmal mehr kann ich mich nur über die diversen Reiseführer und sonstige Infos wundern, denn überall heißt es, es gibt keinerlei Beschilderung, die auf den Lahaina-Pali Trail hinweist. Und was bitte schön steht dann auf diesem Schild hier „Lahaina Pali Trail“. Schön groß, gelbe Schrift auf braunem Hintergrund…
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Den Trailhead in Maalaea kenne ich übrigens auch. Er befindet sich am Hwy. 30: Nach Ma'alaea kommt, westwärts gefahren, ein Tunnel und bald darauf ist rechterhand der Trailhead. Startet man in Ma'alaea, hat man die Sonne von der falschen Seite, d. h., man wird sehr lange von ihr geblendet, was auch nicht die schönsten Fotos ergibt. Das war der Grund, weshalb wir uns für unseren gewählten Trailhead entschieden haben.
Wir ziehen unsere Wanderschuhe an, nehmen unsere Rucksäcke, das Manfrotto und los geht's 
Ein kurzes Stück gehen wir landeinwärts, dann findet sich das nächste Hinweisschild (vonwegen, der Trail ist nicht ausgeschildert ): „Lahaina Pali Trailhaid 0,6 mi“, also biegen wir scharf links ab und folgen einer 4WD-Piste.
Immer wieder weisen Schilder „stay on road“ darauf hin, was man zu tun bzw. zu lassen hat 
Plötzlich laufen uns viele verschieden farbige Raupen über den Weg. Sie sind in verschiedenen Größen unterwegs und haben am Ende ihres Körpers einen gebogenen Stachel.
Michi nimmt eines dieser Tierchen in die Hand und rasch klettert die Raupe an seinem Arm entlang 
Wie angekündigt haben wir nach 0,6 mi den Lahaina Pali Trailhead erreicht. Dort wäre der eigentliche Parkplatz, doch den entdecken wir erst jetzt.
Ist auch gut so Kurz zuvor sahen wir nämliche etliche geöffnete Reisetaschen und Koffer am Wegesrand, teilweise war auch Kleidung mit dabei sowie eine kleine Kühlbox. Sind das die Relikte von aufgebrochenen Autos
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| Jedenfalls bin ich froh, dass wir unseren Jeep nahe des Highways geparkt haben, auch wenn das noch lange keine Sicherheit darstellt.
Unmittelbar an der linken Seite des offiziellen Parkplatzes ist der Durchschlupf zum Trail. Mountainbiken ist verboten, nur hiken ist erlaubt. Kaum haben wir den Durchschlupf passiert, erwarten uns linkerhand Info-Tafeln „welcome to the Lahaina Pali Trail“ (noch mal soviel zum Thema, der Trail ist nicht ausgeschildert… Manchmal kann ich mich wirklich nur mehr wundern…).
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| Durch lichten Wald mit dem entsprechenden Boden – Steine mit Wurzeln abwechselnd – gehen wir langsam aber sicher bergauf, schließlich wollen etliche Höhenmeter überwunden werden.
Die Sonne lacht vom Himmel und wir haben einige Male sehr schönen Blick auf Kihei und den Kealia Pound, der Haleakala zeigt sich zwar nicht ganz wolkenfrei, aber wir sehen den Gipfel.
Bei angenehmen Temperaturen von 35° C wandern wir weiter bergauf, jeder Fleiß hat seinen Preis  |
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| Wanderer scheinen hier Seltenheitswert zu haben, kein Wunder bei den nicht zielführenden Beschreibungen in den Reiseführern, aber eigentlich ist es auch besser so 
Vom Bewuchs her ist es nicht gerade abwechslungsreich, meist wandern wir durch Graslandschaft, ab und zu stehen Bäume, die ein wenig Schatten spenden und wo wir unseren Durst stillen.
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Ganz kurz nach dem Meilenmarker 3 (wird von Ma'alaea aus berechnet, nicht von jener Stelle, von wo wir starteten – von unserer Richtung sind es bis hierher 2,5 Meilen) steht ein großer Baum, um dem herum zahlreiche große Steine liegen. Der ideale Platz für ein Picknick 
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Selten finden sich Kakteen und wenn, dann scheinen sie hier eher fehl am Platz zu sein.
Der Trail ist insgesamt so gut markiert, dass man ihn nicht verfehlen kann. Gerade jetzt genießen wir einen schönen Blick auf den Hafen von Ma'alaea, in den die Schiffe ein- und ausfahren.

Wir lassen uns nieder und verzehren unser Mitgebrachtes, genießen die Ruhe und die Ausblicke. Wie aus dem Nichts taucht eine einsame Wanderin auf. Sie scheint in Ma'alaea gestartet zu sein.
Unser Lunch ist beendet und wir beschließen, den Rückweg anzutreten. Flotten Schrittes, weil abwärts, geht es zurück zum Auto, das wir um 15.30 Uhr unversehrt antreffen. Unsere Entscheidung war somit jedenfalls nicht falsch.
So, was könnten wir für den Rest des Tages anstellen
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Michi wünscht sich die nochmalige Fahrt ins Ka'ahumanu Shopping Center. Was soll's, meinen Segen hat er Ans Shoppen werde ich mich wohl nie gewöhnen können, aber vielleicht doch noch ans Mitlaufen 
In diesem Shopping Center bekommt Michi nun endlich eine neue Batterie für seine Armbanduhr. Seit Wochen läuft er ohne Uhr herum, was aber eigentlich egal ist, meine funktioniert ja.
Anschließend genehmigen wir uns einen Kaffee und statten dem Borders einen kurzen Besuch ab. Ausnahmsweise kaufen wir nichts Man reiche mir einen Kalender   
Schließlich fahren wir zum Hotel zurück, wo wir um 20 Uhr ankommen. Zum Abendessen gibt es – wie fast schon gewohnt – Salat für Michi und zwei Blatt Wurst mit zwei Blatt Scheibletten-Käse für mich. Das müsste bis zum morgigen Frühstück reichen.
Nun kommt noch der technische Teil des heutigen Tages an die Reihe – ein gewisser Nachteil von Digicamera und Camcorder 
Unser morgiger Plan sieht den Pi'ilany Hwy. vor, den wir von West nach Ost fahren wollen und dann wieder retour. Mal sehen, was daraus wird.
Um 1 Uhr gehe ich schließlich ins Bett. |
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