Freitag, 6. 1. 2006:
Na, der Tag fängt ja gut an Michi wacht – ohne Wecker – um 7.45 Uhr auf. Nein, er hat nicht vergessen, das Handy zu stellen, sondern er hat die Weckzeit schlicht und einfach falsch gestellt So kommen wir zu einem unfreiwilligen längeren Schlaf. Schaden tut er uns gewiss nicht.
Um 8.35 Uhr gehen wir frühstücken.
Wettermäßig ist es derzeit sehr wechselhaft, es ist eine Mischung zwischen stark bewölkt mit Sprühregen und herrlichstem Sonnenschein.
Tja, aber wie ist eigentlich der Wetterbericht Wir haben keine Ahnung und fragen deshalb bei der Rezeption nach, in der Hoffnung, eine der Damen wüsste etwas genauer als wir Bescheid. Doch weit gefehlt Unsere Frage nach dem Wetterbericht wird mit „it's always the same. There might be some showers, otherwise it could be pretty sunny“. Echt  Das bringt uns unheimlich weiter 
Wozu habe ich eigentlich die Telefonnummern der Wetterdienste von Big Island heraus geschrieben 
Wetter Hilo: 935-8555
Wetter Big Island gesamt: 961-5582
Vom Tonband erfahren wir die Wettervorhersage bis inklusive 10. Januar, na, immerhin etwas. Ob sich das Wetter danach richtet, wird sich zeigen.
Michi schlägt vor, in den Volcanoes NP zu fahren, damit ich bei meinen Filmaktivitäten eventuell wieder einen Schritt weiter komme.
Auf der Fahrt dorthin machen wir jedoch in Glenwood im „Hirano Store“ Halt und kaufen uns einen Kaffee. Irgendwie sind wir müde 
Im National Park angekommen, fahren wir als Erstes zum Volcano House. Ich will unbedingt wissen, ob der Kilauea sichtbar oder von Nebel eingehüllt ist. Glück muss der Mensch haben Dank des Sonnenscheins und nur ganz wenigen Wolken liegt der Kilauea in voller Größe vor uns, traumhaft
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Der nächste Punkt ist nochmals der Southwest Thrift, da das Wetter heute optimaler ist als gestern.
Über den von hier aus kurzen Halema'uma'u Trail gehen wir zum gleichnamigen Krater, um den – zumindest in diesem Gebiet – mittlerweile eine Absperrung errichtet wurde. An einer etwas weiter entfernten Stelle ist die Absperrung „durchbrochen“ , was ich, eh klar , zum darübersteigen nutze.
Jetzt ist mir keine Absperrung mehr im Weg und ich habe eine fantastische Sicht um und in den Krater. 
Unbekannte haben der Feuergöttin Pele Obst und Leis gespendet und entsprechend schön am Kraterrand drapiert.

1790 brach der Pu'u Pua'i aus, eine hohe Lavafontäne schoss in die Luft und die Lava begrub alles unter sich.

Am Ende des Trails sind wir beim Kilauea Iki Overlook, von wo wir aus einen sehr guten Blick in den Kilauea Iki Crater mit seinem Trail haben.
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Wasser- und Schwefeldämpfe steigen auf, letztere lösen bei mir eine Hustenattacke aus.

Anschließend fahren wir zum Devestation Trail, den sind schon ein paar Jahre nicht mehr gegangen.

Zeugen dieser Zeit sind die weiß wirkenden Baumstämme, die über der schwarzen Lava verteilt liegen.
Gegenüber unserem letzten Besuch hier sind diverse Sträucher um einiges höher gewachsen.

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| Leider blühen auch hier nur wenige Ohelos, die volle Blüte lässt noch ein wenig auf sich warten. Doch die zahlreichen Knospen versprechen wiederum ein rotes Blütenmeer.
Am Rückweg zum Auto sehen wir Familie Nene mit ihren drei Kindern beim Spaziergang. Ein älterer Herr, der eben vorbei kommt, wundert sich, weshalb ich abseits vom Trail so gezielt auf etwas gucke, kommt näher, erkundigt sich, was es zu sehen gibt, zückt seinen Fotoapparat und meint „oh, that's great “ Stimmt Ich vergesse die Zeit und alles andere um mich Erst Michi mit seinem Hinweis „wolltest du heute nicht noch anderes sehen “ bringt mich wieder in die Realität zurück 
So, ein kurzes Stück weiter gefahren, dann lassen wir an einer ganz bestimmten Stelle das Auto in einer kleinen Parkbucht stehen und gehen einen Teil des Crater Rim Trails. Diesen Teil haben wir natürlich ganz gezieht ausgesucht, wir wollen unbedingt zum Keanakako'i Crater, dort stehen die schönsten Lava Trees von ganz Big Island. Im Urlaub 2004, als wir den gesamten Crater Rim Trail gingen, regnete es ausgerechnet beim Keanakako'i Crater wie aus Eimern, entsprechend sind die damaligen Fotos. Das soll heute nun anders werden  
Wir wandern zügig durch einen Ohia-Wald, der Weg ist uns bestens bekannt. Vögel zwitschern, die Bäume knarren im sanften Wind und wir sind wieder einmal ganz alleine unterwegs 
Dann, nach ca. 30 Minuten, sind wir bei den Lava Trees.
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| Was ist das denn
Wassertropfen auf meiner Brille
Ist ja typisch
Wir sind beim Krater und es beginnt wieder einmal zu regnen 
Na gut Aber nicht mit uns, wir sind hier, um an schöne Fotos zu kommen und nun warten wir ab, bis der immer mehr werdende Regen aufhört.
Ich ziehe mir meine Wanderjacke über und verstecke den Camcorder darunter, damit er ein wenig geschützt ist. Sieht witzig aus Unter meiner Wanderjacke gucken die drei Standbeine des Manfrottos heraus  Nach 20 Minuten ist der Spuk vorbei, die Sonne kommt hervor und wir können unserer Ämter walten.
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Doch so schnell, wie man meint, geht das nicht, wir können uns nämlich nicht so rasch von hier trennen 
Aber schließlich muss es sein, es stehen noch weitere Punkte am heutigen Programm. Wir treten den Rückweg an und fahren auf der Chain of Craters Road bis zu „Alanui Kahiko“.
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| 1972 begrub die Lava des Mauna Ulu große Teile der damaligen Chain of Craters Road unter sich, von der bei Alanui Kahiko noch zwei kleine Teile sichtbar sind. Ich klettere zur alten Chain of Craters Road hinunter, schließlich will ich sie nicht nur vom Lookout begutachten Die Lava ist hier ein Gemisch aus Pahoehoe Lava und a'a Lava.
Wieder zurück und weiter gefahren ist unser nächster Stop beim Trailhead zu den „Pu'u Loa Petroglyphs“.
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| Nach einer Meile Wanderung über Pahoehoe Lava sind wir bei den Petroglyphs, um die ein Brettersteg errichtet wurde, damit die Petroglyphos von den Touristen nicht zerstört werden. |
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| Teilweise braucht man ein wenig Fantasie, doch großteils kann man die Petroglyphs sehr gut erkennen. Die Abendsonne versetzt sie in ein fast kitschig wirkendes Rot. |


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Gerade vor Einbruch der Dunkelheit sind wir wieder beim Auto, verspeisen je einen Apfel und nun geht es wieder nach Hilo zurück.
Am Weg zum Hotel legen wir beim Safeway einen kleinen Einkaufstopp ein.
Im Hotel angekommen folgt der technische Teil, wir lassen den heutigen Tag Revue passieren. Michi verschwindet um Mitternacht ins Bett, ich folge ihm um 1 Uhr.
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