Montag, 3. 9. 2007:

 

Wir landen wie geplant um 00.45 Uhr in Frankfurt.
Was ist denn das Ich meine, gegen einen ordentlichen Empfang habe ich ja nichts, aber ist das hier nicht ein wenig übertrieben

Ich gucke linkerhand aus dem Fenster und sehe Feuerwehrautos im Einsatz – direkt neben unserer Maschine Feuerwehrmänner laufen eifrig herum Soll das heißen, irgendwas an unserem Flugzeug brennt schon jetzt oder in Kürze Und wir sitzen demnächst im brennenden Gefängnis

Und schon kommt die in solchen und ähnlichen Situationen übliche Meldung des Piloten, die Passagiere müssen sich keine Sorgen machen, es ist alles unter Kontrolle.

Sehr schön. Und was bitte ist unter Kontrolle
Wir erfahren es nach ca. 30 Min. des Wartens im Flieger: Angeblich sei dem Pilot während des Essens eine Serviette unbemerkt auf den Boden gefallen. Dort ist sie – angeblich – auf einer im Boden eingelassenen Lampe zum Liegen gekommen. Und – wiederum angeblich – habe die Serviette dadurch Feuer gefangen, welches aber umgehend vom Pilot gelöscht worden sei. Und es müsse in solchen Fällen, auch wenn keinerlei Gefahr mehr bestehe, die Feuerwehr gerufen werden.

Naja, von mir aus, aber einen Wunsch hätten wir denn doch: Wir möchten morgen – ähem – nein, heute, um 9.45 Uhr gerne nach SFO und in der Folge nach HNL fliegen…

Endlich dürfen wir aus dem Flieger hinaus. Unsere Koffer sind schon hier, ich atme insgeheim auf. Wir verlassen das Airport-Gebäude und warten auf den Steigenberger Airport Hotel Shuttle. Dieser Shuttle fährt alle 20 Minuten rund um die Uhr.

Es dauert nicht sehr lange, bis der große weiße Bus kommt und wir zum Steigenberger Airport Hotel gebracht werden. Hier legen wir unsere müden Häupter für wenige Stunden nieder.

Um 5 Uhr morgens läutet der Wecker. Wir lassen uns noch zusätzlich vom Weckdienst wecken, sicher ist sicher.

Mit dem Shuttle um 6 Uhr lassen wir uns zum Airport bringen. Dann beginnt die allseits bekannte Prozedur des Eincheckens, des Sicherheits-Checks und nachdem das erledigt ist, genehmigen wir uns ein Frühstück.
Wir sind auch im Besitz sämtlicher Boardkarten bis Honolulu, müssen uns also in San Francisco nicht nochmal anstellen, obwohl das auch kein Beinbruch ist.

Um 9.20 Uhr geht’s ans Boarden. Nun, uns ist es egal, wenn wir nicht ganz pünktlich wegkommen, wir haben in San Francisco ein paar Stunden Zeit.
Doch wider Erwarten rollt der Flieger pünktlich um 9.45 Uhr und kurze Zeit darauf sind wir in der Luft.
Unsere Flugnummer ist LH 454 und wir belegen die Sitze 50 F und 50 G. Freiwillig hätte ich diese Sitzplätze nicht reserviert, das war ein Wunsch von Michi… Dabei wären zum Zeitpunkt der Reservierung unsere sonst üblichen Lieblingssitzplätze noch frei gewesen

Ich sitze also eingepfercht in dieser 4-er Gruppe. Rechts von mir belegt Michi den Gangplatz, zu meiner Linken sitzt ein gewaltig übergewichtiger Herr, dem Dialekt nach aus Bayern und neben diesem, also wieder Gangplatz, ein nicht minder übergewichtiger Amerikaner.
Als Dominoeffekt ergibt sich, dass der Amerikaner auf Grund seiner Breite einen Teil vom Sitzplatz seines Nachbarn benötigt, der selbst mit seinem Platz nicht auskommt. Die äußerst unangenehme Folge für mich ist, dass ich automatisch auf das Minimum meines Sitzplatzes verdrängt werde. Mit meinen Beinen flüchte ich zu Michis Beinen, denn mein „Beinplatz“ wird von meinem unmittelbaren Nachbarn belegt.

Was es zum Essen gibt, weiß ich nicht, ich schätze mal „turkey or pasta“.

An Schlaf ist nicht zu denken, an lesen aber auch nicht. Nun weiß ich, wie sich eine Sardine in der Dose fühlt

Kurz vor der Landung am International Airport von SFO wechseln wir unsere warmen Klamotten gegen Shorts und Sandalen und um 11.55 Uhr setzt der Flieger auf.

Nun haben wir ein paar Stunden Zeit, ehe es weiter in Richtung HNL geht

Wir bummeln ein wenig herum, trinken abwechselnd diet coke und Espresso und schon ist es 17 Uhr. Also die kühlen Klamotten gegen warme getauscht, denn nun ist Zeit fürs Boarden auf Terminal 3. Wir haben die Flugnummer 9138.

Es kommt so, wie es kommen muss: Kaum startet der Flieger nahezu pünktlich um 17.25 Uhr, fallen uns die Augen zu. Kurze Zeit später – naja, ein paar Stunden später – werden wir durch die Durchsage, wir würden in 15 Minuten am Honolulu International Airport landen, wach.

Yippp Wir sind gleich hier Der Landeanflug auf Honolulu ist wunderschön, auch wenn wir ihn schon etliche Male erleben durften.

Um 19.43 Uhr ist die geplante Landung, wenig später setzt unser Flieger auf. Ich will raus Ich möchte endlich wieder heimatliche Luft einatmen, bin so unendlich glücklich, hier zu sein – und das für 8 Wochen

Wider Erwarten sind unsere Koffer mitgeflogen, ein seltenes Ereignis. Also nichts wie hinaus, ab in den Alamo Shuttle.
Ich habe den Jeep Wrangler gebucht und wir möchten ein Upgrade auf den Extended, wie er sich letztes Jahr nannte.
Doch den Extended gibt es nicht mehr im Programm, statt dessen einen 4-door-Jeep Wrangler. Noch besser
Wie üblich, begutachten wir das Fahrzeug auf Beschädigungen jeglicher Art oder besondere Flecken im Innenraum, doch der Wagen ist soweit ok. Ein Genuss – ein Jeep mit 4 Türen.

Wir beladen unseren Jeep und fahren – wie schon beim letzten Mal – ins Resort Quest Pacific Monarch Hotel in 2427 Kuhio Ave.

Dort bekommen wir diesmal ein sehr kleines Apartment. Mal sehen, vielleicht können wir morgen wechseln.

Da wir einige Tage hier wohnen werden, packe ich unsere Sachen aus. Anschließend schlendern wir durch Waikiki. Kurz vor Mitternacht kaufen wir in einem abc-Markt Wasser sowie Obst, Müsliriegel und Fischkonserven. Mein begehrtes Cola light ist nicht zu bekommen.

Um 3 Uhr morgens beschließen wir, es doch mit einer Runde Schlaf zu versuchen. Obwohl wir eigentlich nicht müde sind, sind wir trotzdem kurz darauf im Land der süßen Träume.