Mittwoch, 19. 9. 2007:
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Gääähn
Um 7.15 Uhr läutet der Wecker. Da ich kein
Fenster einschlagen möchte, werfe ich ihn nicht
durch selbiges, ergebe mich meinem Schicksal, stehe
auf und richte unser Frühstück, während
Michi seelig weiter schlummert.
Eines weiß ich ganz genau: Im nächsten
Leben komme ich als Mann auf die Welt 
Nach dem Frühstück schleiche ich mich
mit unseren Wanderschuhen hinunter an den Rand des
Parkplatzes. Meine Güte
Die Schuhe sind vielleicht verdr…. –
ähhhh – verschmutzt
Aus unerfindlichen Gründen gelingt es mir,
sie in den fast neuen Zustand zu versetzen. Dann
heißt es die sieben Sachen packen.
Wettermäßig ist hier in Kapa’a
alles grau in grau und es ist enorm schwül.
Auch wenn wir aus der Erfahrung wissen, dass wir
von unserem Hotelzimmer aus Berge sehen können,
so sind diese jetzt nicht sichtbar, die Wolken hängen
bis auf den Boden. Was soll’s, wir lassen
uns deswegen den heutigen Plan (noch) nicht durcheinander
bringen.
Um 10.20 Uhr (so spät!) fahren wir endlich
los.
Am heutigen Programm steht u. a. die Ha’ele'ele
Rd., an deren Ende ein Trail weggeht. In der Karte
wird dieser Trail als „unnamed“ bezeichnet,
es würde mich nicht wundern, hieße dieser
Trail „Ha’ele'ele Trail“, aber
wir werden es ja sehen. |
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Der Weg von Kapa’a in den Waimea
Canyon zieht sich gewaltig und die Müdigkeit
übermannt mich. Genau zum richtigen Zeitpunkt
entdeckt Michi in Waimea rechterhand den „Barfood
Burger“, der unmittelbar vor der Abzweigung
zum Waimea Canyon Drive (550) ist.
Auf der Liste (so etwas ähnlich wie eine Speisekarte
)
steht, sie haben auch Espresso. Welch eine Seltenheit
auf der Insel! Wir bestellen also den Espresso,
aber die gute Lady kommt drauf, dass sie die Maschine
noch nicht eingeschalten hat, diese also kalt ist
und eine ihr nicht bekannte Zeit zum Aufwärmen
braucht. Ok, uns ist alles Recht, Hauptsache, wir
bekommen einen Espresso. Um die Wartezeit zu überbrücken,
bestellt Michi ein Cola light, will dieses gleich
bezahlen, aber die Lady sagt „no, that’s
free for your waiting“. Ups, wer rechnet denn
damit
Erfreut bedanken wir uns und warten auf der Terrasse
auf den Espresso, der gar nicht mal sooo lange auf
sich warten lässt und dann gut schmeckt, auch
wenn er ungewohnt mit viel Milch serviert wird.
Beim Weiterfahren Richtung Waimea Canyon haben
wir – eh klar – schönes Wetter
und schießen zum soundsovielten Male etliche
Fotos vom Canyon. Kann man davon eigentlich einmal
genug haben
Ich denke nein. |
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| Auch werfen wir zum x-ten Mal einen Blick auf die
Insel Ni'ihau. |
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| Aber nun wollen wir ein wenig den westlichen
Teil der Koke'e Rd. erkunden. |
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Dann erreichen wir endlich die Ha’ele'ele
Rd., die sich genau beim MM 12, aber auf der linken
Seite, befindet. Sie ist als 4WD-Piste ausgewiesen
und daher werden wir mit unserem Jeep wohl kaum
große Probleme bekommen. Als nichts wie ran
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Um 13.30 Uhr stehen wir beim Lua Reservoir. Gegenüber
des Sees ist ein kleiner Hügel, er heißt
– logischer Weise – Pu’u Lua.
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Das Reservoir hat einen ziemlich niedrigen
Wasserstand. Michi fragt einen Herrn, der neben uns
seinen Pickup belädt. Der Herr sagt, das Reservoir
habe irgendwo ein Loch und sie fischen jetzt ab, ehe
die Fische sterben. Naja, ok, aber sterben die Fische
nicht in beiden Fällen  |
Wir fahren weiter und stehen kurzerhand
vor einem geschlossenen Gate, das nur an „hunter
days“ geöffnet ist, d. h. an Wochenenden
und Staatsfeiertagen.
Daher fahren wir links in Richtung Süden weiter
und erreichen bald die Lapa Picnic Area, die sehr
schön angelegt ist und auch über eine
Toilette verfügt. In Anbetracht der Uhrzeit
picknicken wir hier, genießen die Ruhe und
die schöne Landschaft.
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Beim Weiterfahren
in Richtung Norden stellen wir fest, dass sämtliche
4WD-Tracks Richtung Westen mittels Gate verschlossen
sind und nur an hunting days geöffnet werden
– und selbst an diesen Tagen darf man die
Pisten nur mit einem Permit befahren.
Egal, wir kümmern uns jetzt nicht um verschlossene
Gates, sondern fahren weiter. Die Piste ist in einem
sehr guten Zustand, könnte auch mit einem 2WD
befahren werden. Wir stellen jedoch immer wieder
fest, dass die Zufahrten, d. h. die Abzweigungen
von der Koke’e Rd. auf eine dieser Pisten
absichtlich (  )
in einem sehr schlechten Zustand sind, wo mit einem
2WD nun wirklich kein Vorwärtskommen wäre.
Landschaftlich bietet die Gegend nichts
Überwältigendes. Schön für uns
ist, abseits der geteerten Straßen unterwegs
zu sein, in Gegenden, die sonst wohl kaum ein Tourist
sieht. Und ich stelle eines fest: Die Landschaft
wird durch die Koke’e Rd. fast in zwei Teile
geteilt: Linkerhand (westlich) der Koke’e
Rd. gibt es sehr wenige Blühpflanzen, rechts
der Koke’e Rd. (östlich) blüht alles
auf Teufel komm’ raus.
Um 16 Uhr stehen wir vor der Ka'aweiki
Rd., aber auch hier ist kein Weiterkommen.
Wir beschließen daher, einfach auf der Contur
Rd. Richtung Norden zu fahren, bis wir letztendlich
gezwungen werden, auf die Koke’e Rd. zu wechseln.
Die Contur Rd. ist eigentlich nichts Anderes als
eine Piste, die fast parallel zur Koke’e Rd.
verläuft.
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| Endlich erreichen wir die Miloli'i Ridge Rd., sogar
mit einem geöffneten Gate. Hoffentlich ist das
auch noch geöffnet, wenn wir zurückkommen,
sonst haben wir schlechte Karten. |
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Also geht es mal die Miloli'i Ridge Rd. entlang,
die schon bald mit einem auf dem Dach liegenden Auto
präsentiert, was passieren kann, wenn… |
Ok, also langsamer
gefahren, auf dem Dach fährt es sich anscheinend
nicht so gut.
Schon sehr bald fahren wir nur noch
auf der typischen rot-braunen Kaua’i-Erde,
die Piste hat zeitweise sehr tiefe Furchen, sodass
ich diese in die Mitte der Räder nehme. Wenn
es jetzt zu regnen beginnt und wir umdrehen müssen,
fahren wir auf Schmierseife. Schöne Aussichten,
aber wir wollen es ja nicht anders…
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Doch dann ist die Stelle erreicht, wo ich „stopp“
sage, es reicht. Wir haben keinen Versicherungsschutz,
die Piste geht steil bergab, hat enorm tiefe Rinnen,
die aber zu breit für unseren Radabstand sind,
dazu kommt, es ist 17.30 Uhr – nein, das muss
echt nicht sein, zumal der Autor eines Buches rät,
hier auf alle Fälle umzudrehen bzw. zu stoppen
und den weiteren Weg zu Fuß zurück zu legen. |
Ok, zu Fuß ist für uns heute auch zu
spät, also umdrehen, das war’s also. Just
in dem Moment, in dem ich umdrehe, sehe ich den Picknickplatz
– direkt hinter ein paar Bäumen versteckt.
Von der Seite, von der wir vorher kamen, war der Picknickplatz
nicht zu sehen, außer man kennt ihn –
und wer von den Touris hat schon diese Infos
Ja, ich weiß, wir jetzt
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Wir treten den Rückweg an, ein
Besuch vom Koke’e Restaurant sparen wir uns,
es hat seit 15 Uhr geschlossen, also ab in den Süden.
Unser „Barfood Burger“ hat geschlossen,
also gehen wir schräg gegenüber ins „Wranglers
Steakhouse“. Nein, wir wollen kein Steak,
wir wollen nur Kaffee, sonst nichts. Und Kaffee
bekommen wir auch, mit free refill, aber es ist
halt kein Espresso, sondern wieder nur ein Milchkaffee.
Naja, was soll’s, es gibt Schlimmeres.
Anschließend geht es, mit einem kurzen Stopp
beim Foodland in Kapa’a, ins Hotel. Die üblichen
Dinge, wie Abendessen richten, Akkus laden, Reisebericht
schreiben, stehen am Programm.
Während dessen ich den Reisebericht schreibe,
liest Michi erstmalig in der „Bibel“
von Kaua’i und findet einen Trail für
morgen, der eine gewisse Herausforderung ist. Der
Trail wird seit dem Hurrikan 1982 nicht gewartet
bzw. wurde nicht wieder hergestellt. Nur ab und
zu gehen Volonteers diesen Trail. Bin gespannt,
was auf uns wartet 
Um 1 Uhr drehe ich sämtliche Lichter ab und
lege mich aufs Ohr. |
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