Erbarmungslos bimmelt um 6 Uhr der Wecker. Ich
ergebe mich freiwillig, stehe auf und bereite
unser Frühstück zu.
Ich vermute, unsere Katze Bine ahnt, was wir
vorhaben, sie ist nicht sichtbar – und ich
traurig. Doch weit gefehlt - Bine kommt, frisst,
als hätte sie die ganze letzte Woche nichts
gegessen, will Streicheleinheiten ohne Ende und
geht dann auswärts
.
Nach dem Frühstück packe ich die Koffer
und Rucksäcke in das Mietauto. Just in diesem
Moment geht eine andere Nachbarin bei uns vorbei,
verabschiedet sich herzlich und wünscht uns
eine gute Reise.
Wir fahren, wie geplant, um 8 Uhr Richtung Airport
und geben dort um 8:45 Uhr unser Mietauto ab.
Bis zum Checkin haben wir noch Zeit. Zeit genug,
um für A. & W. noch etwas im Duty Free
zu kaufen.
Um 11.15 Uhr ist boarding time. Nach kurzer Zeit
sind sämtliche Plätze belegt und wir
könnten eigentlich starten. Ja, eigentlich…
Wenn nur nicht immer etwas dazwischen käme…
Ein Herr, ein paar Reihen vor uns sitzend, verlautbart
nämlich, sein Pass wurde ihm abgenommen.
Die Crew bemüht sich, aber der Pass ist unauffindbar.
Ein ungeduldiges Raunen geht durch den Flieger,
wofür ich absolut kein Verständnis habe.
Wer möchte schon ohne seinen Pass ein Land
verlassen 
Es wird seitens der Crew telefoniert, hinaus und
wieder in den Flieger gelaufen – der Pass
ist weg, die Geduld der Mitpassagiere nahezu am
Ende.
Wir erkennen, dass es sich bei dem Herrn, dem
der Pass auf irgendeine Art und Weise abhanden
gekommen ist, jener ist, der zuvor im Rollstuhl
saß. Genau in dem Moment, wo wir durch die
Sicherheitskontrolle gehen wollten, wurden diesem
Herrn, von uns durch eine Glasscheibe getrennt,
seine persönlichen Gegenstände –
so auch der Pass – abgenommen und anschließend
muss es wohl passiert sein.
Wie dem auch sei, nach 30 Minuten findet sich
der Pass und wir fliegen ab.
Unser Fluggerät ist eine Boeing 757-300
und wir haben die Sitze 21 C und 21 D.
Um 13 Uhr gibt es Mittagessen. Die Frage ist
nicht „pasta or chicken“, sondern
wir bekommen ein Einheitsmenü vorgesetzt.
Es besteht aus Krautsalat, Huhn in Barbecuesauce
mit Kartoffeln und Mischgemüse. Dazu genehmigen
wir uns Cola light und Kaffee.
Trotz des späten Abfluges landen wir um
17.30 Uhr pünktlich in Frankfurt. Die Koffer
lassen lange auf sich warten und – wie ebenfalls
üblich – belagern diverse Touristen
mit ihren quer stehenden Kofferwagen den Zugang
zum Laufband, auf dem sich die Gepäcksstücke
malerisch drehen.
Ich sehe einen Koffer von uns, aber keine Chance,
an ihn ranzukommen. Kurz entschlossen bitte ich
einen Herrn, doch mal kurz zur Seite zu treten,
damit ich unseren ersten Koffer in Empfang nehmen
kann. Erstaunlicherweise darf ich dann sogar Koffer
Nr. 2 auch gleich vom Band holen. Welch eine Gnade…
Mit dem Steigenberger Shuttle fahren wir zum
Steigenberger
Airport Hotel, Unterschweinstiege. Das kennen
wir schon bestens und sind sehr zufrieden.
Wir checken ein und dann
Tja, was dann
Wir fahren wieder mit dem Shuttle zum Airport
– just for fun. Ein wenig bummeln ist angesagt
und wir essen eine Kleinigkeit: Michi einen Hot
Dog und ich den Mittelteil einer Mini-Pizza.
Um 22.30 Uhr fahren wir mit dem Shuttle wieder
zum Steigenberger Airport Hotel, sehr praktisch
.
Ehe wir ins Bett kommen, ist es 1 Uhr –
des nächsten Tages.