Sonntag, 19. 4. 2009

Um 6.40 Uhr weckt uns das Handy aus unseren süßen Träumen. Nach der Morgentoilette will ich unser Frühstück richten, aber mir schießt plötzlich durch den Kopf, dass wir heute eigentlich das Breakfast im Coconut Grill, dem hoteleigenen Restaurant, testen wollten und schon steht Michi neben mir.

Es dauert nicht lange, wir betreten das Restaurant und sind angenehm überrascht: Die Gestaltung ist sehr gut gelungen: Alles im hawaiischen Stil, schön aufeinander abgestimmt. Auch die Möglichkeit eines warmen Buffets gibt es bereits, dies ist jedoch noch nicht in Betrieb, dürfte aber in absehbarer Zukunft geplant sein.
Etliche Tische sind schon besetzt und einige Angestellte sind damit beschäftigt, die Wünsche der Gäste zu befriedigen. Wir bestellen Kama'aina Eggs Benedict. Kurz darauf werden uns zwei riesengroße Portionen geliefert. die wir nicht aufessen können. Dazu gibt es Kaffee, es wird einige Male nachgeschenkt. Wir bezahlten $ 23,85, wobei insgesamt $ 3 für den Frühstücksgutschein abgezogen werden.

Wir gehen zu unserer Suite, die Rucksäcke sind bereits gepackt. Am Plan steht die Hana Rd. und in der Folge der Pi'ilani Hwy., da wir gerne wissen möchten, in welchem Zustand er sich befindet – hauptsächlich jenes Stück, das während des Erdbebens mit den nachfolgenden Felsstürzen im Oktober 2006 sehr stark beschädigt wurde.
Ob wir die drei Heiaus finden, die sich – aus Richtung Hana kommend – vor dem Kaupo Store befinden, wird sich herausstellen. Auch ist in unmittelbarer Nähe eine kleine Kirche aus dem Jahr 1859, die ein Kronjuwel ist.

Nun ist es 9.35 Uhr. Nachdem ich jetzt Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, Durchfall und heftige Kreislaufstörungen hatte, sind wir nun abfahrbereit. Der Grund meiner plötzlich auftretenden Beschwerden war, dass der Autoschlüssel nicht auffindbar war. Nach einiger Sucherei findet er sich: Er hat sich in der langen Hose versteckt, die ich gestern im Foodland trug…

Wieder am Parkplatz wundern wir uns: Wie schon gestern, stehen auch heute drei Polizeiautos hier.

Egal, wir fahren los.

Gemütlich fahren wir die Hana Rd. entlang. Viele Foto- und einige Videostops werden eingelegt. Die Tulpenbäume blühen fantastisch, sie sind eine Augenweide.

Der Abzweig zur Ke'anae Halbinsel ist ein Muss.

Wie auch sonst, lassen wir uns bei dem kleinen Stand bzw. an einem der dazugehörigen Tische und Bänke nieder. Wir schlecken genüsslich Eis, der Durst wird mit einem kühlen Cola light gelöscht.

Kurz vor Hana gab es einen Hangrutsch, der von rechts oben kam, aber nicht in diesem Moment, sondern schon ein wenig früher passiert ist. Die Leitplanken sind an dieser Stelle weggerissen, da die abstürzenden Teile des Hanges auf der linken Seite weiter unten landeten.

Um 12.50 Uhr treffen wir im kleinen schnuckeligen Ort Hana ein. Der Parkplatz am Beach ist hoffnungslos überfüllt, an vielen Autos sind Bootsanhänger montiert. Nach einiger Zeit finden wir ein Plätzchen und lassen uns an einem der Picknicktische am Strand nieder.

40 Minuten später verlassen wir Hana in Richtung Pi'ilani Hwy. Der Haleakala ist fast nicht zu sehen, er hält sich unter einer dunklen Wolkenschicht versteckt, aber der Blick zum Pazifik ist frei.

"Queen Emma lily" - sie hat einen Ehrenplatz in hawaiischen Gärten. Den Namen erhielt die Pflanze von Queen Emma, der Ehefrau von King Kamehameha IV. Queen Emma förderte die Gesundheitsversorgung für ihr Volk, worauf das Queen Emma Hospital erbaut wurde.

Bei der Paihi Bridge ist eine Baustelle, es wird eine Ersatzbrücke gebaut.

Um 14.35 Uhr zweigen wir in die Piste ein, die zu Lindbergh's Grab führt. Am dortigen Parkplatz trifft uns fast der Schlag! Busse von "Polynesian Adventure Tours" und "Jack's Tours" stehen hier

Wir beschließen, im angrenzenden Kipahulu Point Park abzuwarten, bis die Touris weg sind.

Kaum betreten wir den Park, kommt von linkerhand ein Kater auf uns zu und begleitet uns. Er will gar nicht mehr von uns weichen, folgt uns auf Schritt und Tritt. Wir spielen ein wenig mit ihm und er tollt herum.

Nach einiger Zeit sind die Touris weg und wir nähern uns Lindbergh's Grab.
Gegenüber unseren vorhergehenden Besuchen fehlt nun der kleine Plastikflieger, der immer auf dem Grabstein stand.

Auf diesem Friedhof (und auch anderen auf Hawai'i) gibt es einige quadratische Steine, die am Boden liegen. Neben manchen Steinen sind bereits Pflanzen gesetzt. Diese Steine bedeuten, dass sich hauptsächlich Einheimische bereits ihr Grab reserviert haben. Es werden hier allerdings nicht nur Einheimische begraben, da es sich um einen öffentlichen Friedhof handelt.

Schade, dass wir nicht an das Schließen der Kirche gedacht haben. Als wir hinein gehen wollen, ist die Tür versperrt. Demnach wird vermutlich heute auch kein weiterer Tourbus mehr kommen.

Um 15.15 Uhr fahren wir weiter.

Der Pi'ilani Hwy. ist, wie gewohnt, sehr kurvenreich und zeitweise dermaßen eng, sodass nur ein Fahrzeug fahren kann und man sich arrangieren muss, was aber kein Problem darstellt.

Die ungeteerten Meilen sind eine rot-staubige Piste in nicht besonders gutem Zustand. Saniert wurde 2007/2008 lediglich jenes Stück, das durch das Erdbeben im Oktober 2006 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Beim – wie von mir befürchtet - geschlossenen Kaupo Store legen wir einen kurzen Stopp ein.

Wir denken erst ein paar Minuten nach dem Weiterfahren daran, dass wir eigentlich die Heiaus sehen wollten und zwar den Lo'aio'a Heiau sowie den Hale o Kane Heiau. Also wieder ein Stück zurück gefahren und unmittelbar hinter dem Kaupo Store linkerhand (landeinwärts) eingebiegen.

Wir fahren die einspurige Straße entlang, der Asphalt ist in einem schlechten Zustand. Eigentlich wissen wir, wo die Heiaus sein sollen, aber wir finden sie trotzdem nicht und das hat seinen Grund: Die Zugänge sind mittlerweile Privatland und entsprechend abgesperrt.

Die Piste wird schlechter und schlechter und schließlich stehen wir am Trailhead des Kaupo Trails. Entsprechende Schilder mit den Aufschriften" Haleakala National Park" sowie "Kaupo Trailhead" weisen zusätzlich darauf hin.

Also gut, der Zugang zu den Heiaus ist nicht mehr möglich, daher wollen wir - nach vielen Jahren wieder einmal - der Hui Aloha Church einen Besuch abstatten. Sie wird in einigen Reiseführern als "Perle" bezeichnet und das nicht zu Unrecht.

Um zur Zufahrt zu kommen, müssen wir nochmals ein Stück Richtung Hana zurück fahren und was ist dann Richtig Genau diese Road, also die Zufahrt, ist jetzt eine "private road" und mit einer Kette abgesperrt. Na super
Vom Pi'ilani Hwy. sieht man die Hui Aloha Church, aber wir hätten sie gerne aus der Nähe betrachtet.

Wir drehen wieder einmal um und fahren wie geplant Richtung Westen. Erstaunlicherweise ist ziemlich viel Verkehr, auch vier Harlys sind mit von der Partie.

Die untergehende Sonne blendet mich ganz schön, aber was soll's, geht nicht anders, wenn man westwärts fährt. Noch vor Einbruch der Dunkelheit haben wir Asphalt unter den Rädern, wobei das gar nicht unser Ziel war. Den Pi'ilani Hwy. sind wir schon oftmals in der Dunkelheit gefahren und das stellt für uns kein Problem dar.

Im Handumdrehen sind wir bei der Tedeschi Winery.
Flott geht es dann am Kula Hwy. weiter und genauso flott fahre ich in Keokea beim geöffneten Grandma's Coffee House vorbei. Also wieder einmal mehr umgedreht. Sehr schön: Zwischenzeitlich hat Grandma's Coffee House geschlossen Heute haben wir ein Talent dafür.

Um 19.30 Uhr sind wir wieder in unserem Hotel in Kahului und widmen uns den technischen Dingen.

Morgen ist für uns ein außergewöhnlicher Tag. Wir werden um 4.40 Uhr aufstehen, denn um 7.15 Uhr ist in Lahaina Abfahrt per Boot nach Moloka'i.

Man lese und staune: Um 22 Uhr gehen wir ins Bett