| Um 6.40 Uhr weckt uns das Handy aus unseren süßen
Träumen. Nach der Morgentoilette will ich unser Frühstück
richten, aber mir schießt plötzlich durch den
Kopf, dass wir heute eigentlich das Breakfast im Coconut
Grill, dem hoteleigenen Restaurant, testen wollten
und schon steht Michi neben mir.
Es dauert nicht lange, wir betreten das Restaurant und
sind angenehm überrascht: Die Gestaltung ist sehr
gut gelungen: Alles im hawaiischen Stil, schön aufeinander
abgestimmt. Auch die Möglichkeit eines warmen Buffets
gibt es bereits, dies ist jedoch noch nicht in Betrieb,
dürfte aber in absehbarer Zukunft geplant sein.
Etliche Tische sind schon besetzt und einige Angestellte
sind damit beschäftigt, die Wünsche der Gäste
zu befriedigen. Wir bestellen Kama'aina Eggs Benedict.
Kurz darauf werden uns zwei riesengroße Portionen
geliefert. die wir nicht aufessen können. Dazu gibt
es Kaffee, es wird einige Male nachgeschenkt. Wir bezahlten
$ 23,85, wobei insgesamt $ 3 für den Frühstücksgutschein
abgezogen werden.
Wir gehen zu unserer Suite, die Rucksäcke sind bereits
gepackt. Am Plan steht die Hana Rd. und in der Folge der
Pi'ilani Hwy., da wir gerne wissen möchten, in welchem
Zustand er sich befindet – hauptsächlich jenes
Stück, das während des Erdbebens mit den nachfolgenden
Felsstürzen im Oktober 2006 sehr stark beschädigt
wurde.
Ob wir die drei Heiaus finden, die sich – aus Richtung
Hana kommend – vor dem Kaupo Store befinden, wird
sich herausstellen. Auch ist in unmittelbarer Nähe
eine kleine Kirche aus dem Jahr 1859, die ein Kronjuwel
ist.
Nun ist es 9.35 Uhr. Nachdem ich jetzt Schweißausbrüche,
Magenkrämpfe, Durchfall und heftige Kreislaufstörungen
hatte, sind wir nun abfahrbereit. Der Grund meiner plötzlich
auftretenden Beschwerden war, dass der Autoschlüssel
nicht auffindbar war. Nach einiger Sucherei findet er
sich: Er hat sich in der langen Hose versteckt, die ich
gestern im Foodland trug…
Wieder am Parkplatz wundern wir uns: Wie schon gestern,
stehen auch heute drei Polizeiautos hier.
Egal, wir fahren los.

Gemütlich fahren wir die Hana Rd. entlang. Viele
Foto- und einige Videostops werden eingelegt. Die Tulpenbäume
blühen fantastisch, sie sind eine Augenweide.
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Der
Abzweig zur Ke'anae Halbinsel ist ein Muss. |
Wie auch sonst, lassen wir uns bei dem kleinen Stand
bzw. an einem der dazugehörigen Tische und Bänke
nieder. Wir schlecken genüsslich Eis, der Durst wird
mit einem kühlen Cola light gelöscht.
| Kurz vor Hana gab es einen Hangrutsch, der von rechts
oben kam, aber nicht in diesem Moment, sondern schon
ein wenig früher passiert ist. Die Leitplanken
sind an dieser Stelle weggerissen, da die abstürzenden
Teile des Hanges auf der linken Seite weiter unten
landeten. |
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Um 12.50 Uhr treffen wir im kleinen schnuckeligen Ort
Hana ein. Der Parkplatz am Beach ist hoffnungslos überfüllt,
an vielen Autos sind Bootsanhänger montiert. Nach
einiger Zeit finden wir ein Plätzchen und lassen
uns an einem der Picknicktische am Strand nieder.
40 Minuten später verlassen wir Hana in Richtung
Pi'ilani Hwy. Der Haleakala ist fast nicht zu sehen, er
hält sich unter einer dunklen Wolkenschicht versteckt,
aber der Blick zum Pazifik ist frei.
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"Queen
Emma lily" - sie hat einen Ehrenplatz in
hawaiischen Gärten. Den Namen erhielt die
Pflanze von Queen Emma, der Ehefrau von King Kamehameha
IV. Queen Emma förderte die Gesundheitsversorgung
für ihr Volk, worauf das Queen Emma Hospital
erbaut wurde.
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Bei der Paihi Bridge ist eine Baustelle, es wird eine
Ersatzbrücke gebaut.
Um 14.35 Uhr zweigen wir in die Piste ein, die zu Lindbergh's
Grab führt. Am dortigen Parkplatz trifft uns fast
der Schlag! Busse von "Polynesian Adventure Tours"
und "Jack's Tours" stehen hier 
Wir beschließen, im angrenzenden Kipahulu Point
Park abzuwarten, bis die Touris weg sind.
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Kaum betreten wir den Park, kommt von linkerhand
ein Kater auf uns zu und begleitet uns. Er will gar
nicht mehr von uns weichen, folgt uns auf Schritt
und Tritt. Wir spielen ein wenig mit ihm und er tollt
herum. |
Nach einiger Zeit sind die Touris weg und wir nähern
uns Lindbergh's Grab.
Gegenüber unseren vorhergehenden Besuchen fehlt nun
der kleine Plastikflieger, der immer auf dem Grabstein
stand.
| Auf diesem Friedhof (und auch anderen auf Hawai'i)
gibt es einige quadratische Steine, die am Boden liegen.
Neben manchen Steinen sind bereits Pflanzen gesetzt.
Diese Steine bedeuten, dass sich hauptsächlich
Einheimische bereits ihr Grab reserviert haben. Es
werden hier allerdings nicht nur Einheimische begraben,
da es sich um einen öffentlichen Friedhof handelt. |
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Schade, dass wir nicht an das Schließen der Kirche
gedacht haben. Als wir hinein gehen wollen, ist die Tür
versperrt. Demnach wird vermutlich heute auch kein weiterer
Tourbus mehr kommen.
Um 15.15 Uhr fahren wir weiter.
Der Pi'ilani Hwy. ist, wie gewohnt, sehr kurvenreich
und zeitweise dermaßen eng, sodass nur ein Fahrzeug
fahren kann und man sich arrangieren muss, was aber kein
Problem darstellt.
Die ungeteerten Meilen sind eine rot-staubige Piste
in nicht besonders gutem Zustand. Saniert wurde 2007/2008
lediglich jenes Stück, das durch das Erdbeben im
Oktober 2006 stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.
| Beim – wie von mir befürchtet - geschlossenen
Kaupo Store legen wir einen kurzen Stopp ein. |
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Wir denken erst ein paar Minuten nach dem Weiterfahren
daran, dass wir eigentlich die Heiaus sehen wollten und
zwar den Lo'aio'a Heiau sowie den Hale o Kane Heiau. Also
wieder ein Stück zurück gefahren und unmittelbar
hinter dem Kaupo Store linkerhand (landeinwärts)
eingebiegen.
Wir fahren die einspurige Straße entlang, der Asphalt
ist in einem schlechten Zustand. Eigentlich wissen wir,
wo die Heiaus sein sollen, aber wir finden sie trotzdem
nicht und das hat seinen Grund: Die Zugänge sind
mittlerweile Privatland und entsprechend abgesperrt.
Die Piste wird schlechter und schlechter und schließlich
stehen wir am Trailhead des Kaupo Trails. Entsprechende
Schilder mit den Aufschriften" Haleakala National
Park" sowie "Kaupo Trailhead" weisen zusätzlich
darauf hin.
Also gut, der Zugang zu den Heiaus ist nicht mehr möglich,
daher wollen wir - nach vielen Jahren wieder einmal -
der Hui Aloha Church einen Besuch abstatten. Sie wird
in einigen Reiseführern als "Perle" bezeichnet
und das nicht zu Unrecht.
Um zur Zufahrt zu kommen, müssen wir nochmals ein
Stück Richtung Hana zurück fahren und was ist
dann
Richtig
Genau diese Road, also die Zufahrt, ist jetzt eine "private
road" und mit einer Kette abgesperrt. Na super 
Vom Pi'ilani Hwy. sieht man die Hui Aloha Church, aber
wir hätten sie gerne aus der Nähe betrachtet.
Wir drehen wieder einmal um und fahren wie geplant Richtung
Westen. Erstaunlicherweise ist ziemlich viel Verkehr,
auch vier Harlys sind mit von der Partie.
Die untergehende Sonne blendet mich ganz schön,
aber was soll's, geht nicht anders, wenn man westwärts
fährt. Noch vor Einbruch der Dunkelheit haben wir
Asphalt unter den Rädern, wobei das gar nicht unser
Ziel war. Den Pi'ilani Hwy. sind wir schon oftmals in
der Dunkelheit gefahren und das stellt für uns kein
Problem dar.
Im Handumdrehen sind wir bei der Tedeschi Winery.
Flott geht es dann am Kula Hwy. weiter und genauso flott
fahre ich in Keokea beim geöffneten Grandma's
Coffee House vorbei. Also wieder einmal mehr umgedreht.
Sehr schön: Zwischenzeitlich hat Grandma's Coffee
House geschlossen
Heute haben wir ein Talent dafür.
Um 19.30 Uhr sind wir wieder in unserem Hotel in Kahului
und widmen uns den technischen Dingen.
Morgen ist für uns ein außergewöhnlicher
Tag. Wir werden um 4.40 Uhr aufstehen, denn um 7.15 Uhr
ist in Lahaina Abfahrt per Boot nach Moloka'i.
Man lese und staune: Um 22 Uhr gehen wir ins Bett 
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