Warnung
- Das ist ein sehr Foto-lastiger Tag 
Um 1.55 Uhr läutet Handy Nr. 1, fünf Minuten
später Nr. 2. Rasch stehen wir auf und ich gehe auf
den Balkon, um zu sehen, ob es regnet oder geregnet hat.
Nein, glücklicherweise nicht.
Wie magnetisch angezogen gucke ich auf den Balkon, der
rechts von uns ist. Dort schläft doch glatt jemand
auf den zwei unbequemen Sesseln, die halbherzig zusammengeschoben
wurden. Der- oder diejenige ist gut zugedeckt und möchte
anscheinend beim Meeresrauschen dösen.
Wir frühstücken ein wenig und packen die restlichen
wenigen Sachen in unsere Rucksäcke.
Um 2.45 Uhr fahren wir vom Hotel ab.
Schon vor Pahoa beginnt es zu nieseln, später verstärkt
sich der Regen. So ein Käse
Von uns aus kann es in Hilo schütten, aber doch nicht
hier
Es ist kaum Verkehr und schneller als erwartet sehe ich
linkerhand die Painted Church, der Treffpunkt mit Chris.
Das Foto von der Painted Church hat mir freundlicherweise
Elsupremo
vom Forum usa-reise.de
zur Verfügung gestellt. Ganz herzlichen Dank dafür
Die Painted Church ist, wie Chris am Telefon sagte, beleuchtet.
Wir biegen in die kleine Straße zur Church ab und
parken uns am Rasen ein.
Und es regnet und regnet und regnet... Nach wenigen Minuten
lässt der Regen etwas nach und ich ziehe meine Wanderschuhe
an. Anschließend ist mein T-Shirt ganz schön
nass 
Es ist 3.55 Uhr und schlagartig hört der Regen auf
Das gibt's doch gar nicht 
Nahezu zeitgleich kommt Chris. Wir unterschreiben, dass
wir uns der Gefahren bewusst sind, die uns auf der Tour
möglicherweise erwarten und entbinden damit Chris
jeglicher Haftung. Nun noch der finanzielle Teil ($ 150
pro Person) und anschließend folgen wir Chris, der
zur Viewing Area fährt. In der Nähe stellen
wir unsere Fahrzeuge ab.
Mittlerweile ist es 4.20 Uhr. Mit sehr gut leuchtenden
Stirnlampen, die von Chris zur Verfügung gestellt
werden sowie für Chris und mich mit einem hiking
stick bewaffnet, ziehen wir los.
Was wir in der Folge erleben, ist einfach unbeschreiblich
Weit vor uns sehen wir eine große, rot beleuchtete
Dampfwolke, noch weiter westlich eine kleinere Dampfwolke.
Nach ca. 45 Minuten Gehen über der pahoehoe-Lava
stehen wir oberhalb der großen Lavatube, unter uns
fließt die Lava ins Meer. Wir stehen also wie auf
einem Balkon und sehen diesem Schauspiel zu. Das Miterleben,
wie neues Land entsteht, ist einmalig und ich kann es
nicht in Worte fassen, das muss man gesehen und erlebt
haben.
Vor uns geht es senkrecht hinunter. Wir sehen auch einen
Crack im Lavaboden und Chris rät uns dringend davon
ab, über diesen Crack zu steigen, da das restliche
Stück zweifelhaft stabil ist.
Die unter uns befindliche Lava fließt in mehreren
Strömen, es entstehen bei der ins Meer fließenden
Lava kleine Feuerwerke.
Außer uns drei sind noch weitere zwei Leute hier,
ein Fotograf und ein Einheimischer.
Wir wechseln den Standort und gehen ein kleines Stück
nach Westen. Von hier haben wir eine noch bessere Sicht
auf das, was sich uns bietet. Wir stehen auch hier immer
noch auf der Lavatube, unterhalb von uns fließt
nach wie vor Lava ins Meer.
Nach langer Zeit gehen wir westlich zur zweiten Dampfwolke
weiter. Chris erklärt sehr viel. Er wurde auf Big
Island geboren und ist hier aufgewachsen, verbrachte aber
Teile seines Lebens in New Mexico und Kalifornien und
ist überhaupt ein kleiner Weltenbummler. - Und nebenbei
sehen wir fasziniert der Lava zu.
Gerade geht die Sonne auf – es ist unbeschreiblich
schön 
Lust, Videoclips von der Lavatour zu sehen, die ich geschnipselt
habe
Dann nichts wie los - Vorhang auf 
Lavatour bei Nacht
1
Lavatour bei Nacht
2
Lavatour bei Nacht
3
Lavatour bei Nacht
4
Lavatour bei Dämmerung
Lavatour nach Sonnenaufgang
Dass es auf meiner Homepage überhaupt Videoclips
gibt, habe ich Jack Black
aus dem Forum von usa-reise.de
zu verdanken - danke Rainer 
Der Weg zur zweiten Dampfwolke führt teilweise über
eine nur ein Monat alte Lavaschicht.
Ein Stück weiter nördlich unseres jetzigen
Standortes stehen mitten auf der Lava ringförmig
angeordnet Betonsteher.
Chris erzählt, was es damit auf sich hat bzw.
hatte: Ein Mann wollte sich unbedingt hier ein Haus
bauen, das Dach war zeltartig vorgesehen, ähnlich
einem Zirkuszelt. Zu diesem Zweck hat er in der Mitte
einen Mast errichtet, das sollte die Dachspitze werden.
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Dem guten Mann wurde der Weiterbau verboten und er bekam
die Auflage, den in der Mitte angebrachten Mast abzutragen.
Kurz darauf kam die Lava und nun ragen die Betonsteher
nur mehr ca. 1 m aus der Lava heraus, der Rest ist unterhalb
der Lava.
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Weiter nördlich davon steht ein kleines weißes
Haus, darinnen befindet sich Wasser sowie weitere
Warnhinweise, dass man äußerst vorsichtig
sein soll. |
Wir gehen in Richtung der kleinen Dampfwolke weiter.
Rot glühende Lava können wir zumindest jetzt
noch nicht sehen.
Chris rät uns ab einer bestimmten Stelle, nicht mehr
weiter zu gehen, da das Gebiet sehr instabil sei. Wir
halten uns natürlich daran.
Das einzige, was wir von hier aus sehen können,
sind kleine Lavaexplosionen, aber bei weitem nicht so
überwältigend wie bei der großen Dampfwolke.
Witzig ist, dass zwei Mal Chris' Handy läutet. Ein
Mal ein Bekannter, das zweite Mal seine Mutter, die wissen
will, wann er zurück ist. Ihr sagt er, dass er die
Tour um 9.45 Uhr beendet haben wird – vielleicht
erwartet ihn dann das Frühstück - wer weiß.
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Wir müssen uns trennen - vor uns (Richtung
Osten) ein Sea Arch und im Hintergrund die große
Dampfwolke. |
Witzig ist der Wasserdampf, der in Windhosenform aufs
Meer hinaus saust.
Am Rückweg legen wir einen weiteren längeren
Stopp bei der großen Dampfwolke ein, keiner von
uns Dreien kann sich so schnell davon trennen. Wir sind
einfach nur glücklich, dass wir das erleben dürfen.
Gut ist auch, dass der Wind nicht in unsere Richtung,
sondern Richtung Meer bläst. Dies ist aber für
die im Boot vorbeifahrenden Touristen mehr als negativ,
da sie außer Dampf nichts sehen können.
Ursprünglich hatten wir solch eine Morgentour
mit dem Boot auch geplant, aber nach den heutigen
Erlebnissen ist sie ganz schnell gestrichen –
sie kommt für uns überhaupt nicht mehr in
Frage, zumindest in diesem Urlaub nicht. |
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Vorbei an längst erkalteter Lava gehen wir in Richtung
Auto,.
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Wir gehen Richtung Osten fast am Meer entlang und
kommen unterhalb der momentan existenten Viewing Area
vorbei. |
Anschließend gehen wir durch einen kleinen Wald,
es wachsen die verschiedensten Baum- und Farnarten. Chris
erklärt alles ganz genau, z. B. wofür man die
Wurzeln verwendet etc.
Kurz nach 10 Uhr Uhr sind wir beim Auto. Unsere Wasserflaschen,
die wir im Rucksack haben, sind auf der Lava fast leer
geworden.
Chris verspricht, dass er mir die Fotos, die er mit seiner
Kamera machte, schickt, ich darf sie dann mit seiner Erlaubnis
sowohl auf meine Website als auch ins Hawai'i-Board
bei usa-reise.de stellen.
Dann ist es soweit, wir müssen uns von Chris verabschieden.
Ein Küsschen für mich, einen Handschlag für
Michi, Chris fährt schon mal weg, während wir
immer noch von all den Eindrücken geplättet
bei unserem Jeep stehen und nicht wirklich glauben können,
was wir gesehen haben.
Schließlich setzen wir uns ins Auto und fahren
auch zurück. Während der Fahrt gibt es nur ein
einziges Thema: Lavatour mit Chris
In Pahoa parken wir uns direkt vor dem Black Rock Café
ein. 2007 haben wir hier sehr gut gefrühstückt
und das haben wir auch jetzt vor.
Wir bestellen scrambled eggs, hash browns, ham, toasts.
Dazu Kaffee, der kostenlos nachgefüllt wird, so oft
man möchte. Es schmeckt uns wiederum ausgezeichnet
und wir zahlen knapp über $ 16.
Gut gesättigt fahren wir ins Hotel zurück.
Erstaunt stellen wir die fest, dass das Zimmer noch nicht
gemacht ist. Egal, wir müssen dringend unter die
Dusche, denn der Rückweg auf der Lava zum Auto war
in praller Sonne.
In der Zwischenzeit überspielen sich die Fotos auf
das Netbook.
Anschließend sehen wir uns die fast 500 Fotos an
– eines ist schöner als das andere
Die Tele-Fotos sind der Hammer schlechthin 
Um 13.20 Uhr fahren wir in den Volcanoes
NP – wohin auch sonst
Allerdings bleiben wir zuvor in Volcano Village stecken,
genau genommen in "Keawe Kitchen".
Michi bestellt einen Eiskaffee und einen Espresso, ich
mir eine Potatoe Soup, die ausgezeichnet schmeckt.
Wir zahlen $ 17 und fahren endgültig in den Volcanoes
NP. Es ist traumhaftes Wetter
Als Erstes werfen wir einen Blick in den Kilauea Iki
Crater. Ach, ist er schön
Es gehen unten sogar ein paar wenige Leute.
Im Hintergrund ist der neue Vent des Halema'uma'u Craters
gut zu sehen.
Anschließend fahren wir wiederum zu "Devils
Throat", dem folgt der Pauahi Crater. Er ist mit
seinen steil abfallenden Wänden nicht weniger beeindruckend
als Devils Throat.
Im Hintergrund ist der Mauna Ulu zu erkennen.

Pauahi Crater
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Weiter südlich auf der Chain of Craters Rd.
halten wir am Straßenrand an, da wir die zwei
Dampfwolken gut sehen können. Uihh, und dort
waren wir gestern  |
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Es weht aber ein extrem starker Wind, trotzdem fahren
wir noch bis zu Alanui Kahiko weiter.
Alanui Kahiko heißt übersetzt "alter
Highway" und damit ist ein kleines Stück
der früheren Chain of Craters Rd. gemeint, die
an dieser Stelle nicht von der Lava bedeckt wurde. |
Hier drehen wir aber um und fahren nicht bis zum Trailhead
der Pu'u Loa Petroglyphs, da der Wind mehr und mehr zunimmt.
Am Mauna Loa o Mauna Ulu Parkplatz stellen wir den Jeep
ab und sehen uns ein wenig um. Die Rauchschwade des neuen
Vents ist sehr gut zu sehen, die zunehmend größer
und größer wird. Das müssen wir uns aus
nächster Nähe ansehen.
Doch zuerst parken wir uns beim Kilauea
Visitor Center ein, vielleicht ist Frank Box hier.
Von einem Ranger erfahren wir, dass Frank jeden Moment
von seiner Tour zurückkommen müsse und genau
in diesem Moment geht die Tür auf und Frank kommt
herein 
Noch ehe wir etwas sagen können, will er schon wissen,
ob wir gestern bei Alana waren. Ja klar
Wir erzählen Frank, dass wir auch seinen Nachbarn
dort getroffen und mit ihm gesprochen haben. Frank freut
sich sichtlich, dass wir gekommen sind, um ihm Bericht
zu erstatten und jetzt erfahren wir, dass er tatsächlich
zuvor schon Alana von unserem Kommen informiert habe.
Zum Abschied ernte ich von Frank ein Küsschen.
Beim Hinausgehen aus dem Kilauea Visitor Center fällt
mir ein Zettel an der Wand auf. Dort steht geschrieben,
dass morgen zwischen 10.30 und 11.30 Uhr Hula Kahiku sei.
Diese Hula Show findet draußen auf der Plattform
statt, die auf der Wiese errichtet wurde und ist ca. 1
m hoch, mit Lavasteinen umrandet ist. Sieht sehr schön
und gepflegt aus.
| Von hier hat man zwischen den Bäumen hindurch
einen herrlichen Blick auf den neuen Vent des Halema'uma'u. |
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Schließlich fahren wir wiederum zum Halema'uma'u
Crater, um den neuen Vent zu filmen und zu fotografieren.
Dann geht es zum Hotel zurück, wo wir um 18 Uhr
ankommen.
Ich richte unser Abendessen. Brötchen mit Käse
und Schinken für Michi, für mich dasselbe, nur
das Brötchen lasse ich weg
Als Nachspeise essen wir eine Papaya.
Anschließend lade ich einige Lava-Fotos auf meine
Homepage hoch und um 22.30 Uhr gehen wir ins Bett 
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