Lage:

Vom Hwy. 50, der sich im Süden von Kaua’i befindet, in den nach Norden führenden Hwy. 550 (oder 55, das ist egal, die beiden Hwy.’s treffen später zusammen) abbiegen.
Kurz vor dem MM 16 lässt man die Abzweigung zur Koke’e Lodge links liegen und fährt für weitere 0,35 Meilen weiter.

Nun biegt man rechterhand in eine nicht ausgeschilderte Piste ein, es handelt sich um die Mohihi Rd.

Ab hier verliert man mit einem Mietwagen den Versicherungsschutz, da der weitere Weg nicht mehr asphaltiert ist! Autos mit hoher Bodenfreiheit sind anzuraten!


Im September 2007 war die Mohihi Rd. einerseits mit großen, tiefen Schlaglöchern, andererseits mit großen, spitzen, aus der Piste herausragenden Lavasteinen übersät.

Nach 2,7 Meilen ist ein nicht als Parkplatz zu erkennendes Areal erreicht (turnaround). Hier das Auto abstellen. Eine große Wiese mit Picknicktischen ist vorhanden.

Trailhead: Turnaround auf der Mohihi Rd., Koke’e State Park
Länge: 7 Meilen (in & out)
Dauer: 6 Std.

Der Alaka'i Swamp Trail führt durch das höchstgelegene Moor der Welt. Bis 1998 war dieser Trail nahezu ungangbar, dann wurden in monatelanger Arbeit Holzstege und -treppen angelegt und somit das Moor zugänglich gemacht.

Link zu dieser Karte, zusätzlich mit Höhenprofil

 

Beschreibung und Bilder:

 

Am turnaround fällt linkerhand ein großes, hölzernes Schild auf, das schon ein wenig verwittert ist. Darauf stehen die Längenangaben von einigen Trails, nur der Alaka’i Swamp Trail steht auf diesem Schild nicht… Ein Hinweisschild zum gesuchten Trail findet sich hinter dem Holzschild.

 

Der Weg ist von Bäumen und Farnen gesäumt, dazwischen blühen – je nach Jahreszeit – Ginger-Pflanzen, es duftet herrlich!

 

 

 

Kurz nach dem MM 0.25 beginnen die Holzbretter mit darüber montierten Eisengittern, die das Ausrutschen verhindern. Man taucht in ein Gemisch aus Wald und Farne ein, im September beginnt die Blüte der Ohia lehua.

 

Ohia lehua

 

 

Nach 1,6 Meilen ist die Kreuzung erreicht: Geradeaus führt der Alaka’i Swamp Trail weiter, linkerhand verläuft der Pihea Trail, der beim Pu’u o Kila Lookout endet und rechterhand geht es zum Kawaiko’i Camp.

 

Anschließend beginnen die steg- und treppenartigen Holzstufen, mit jedem Schritt geht es durch hoch gewachsenen Wald mehr und mehr bergab.
Abwechselnd blühen Strelizien und Ginger, Vögel zwitschern – die fast einsame Wanderung durch den Regenwald ist wunderschön.

Zwischendurch wechseln sich die Holzbohlen mit natürlichem Waldboden ab. Der Kawaiko’i Stream ist nahezu immer problemlos zu überqueren, da große Steine aus dem Bach ragen. Etwas später beginnen die Holzbohlen wieder.

Die Vegetation wird niedriger, Bäume werden von Farnen und Ohia’s abgelöst.

Jene, die in den 'Wintermonaten’ diesen Trail laufen, wandern durch ein Ohia-Meer.

Hier ist leider auch sehr oft jene Stelle, an dem sich Wolken vor die Sonne schieben, Nebel eintritt und es zeitweise zu regnen beginnt.

Nach 3,5 Meilen ist das Ziel, der Kilohana Lookout, erreicht. Von hier hat man – schönes Wetter vorausgesetzt – einen herrlichen Blick in das Wainiha Valley, zur Hanalei-Bay und Princeville.

Festes Schuhwerk, Wasser, Sonnen- und Regenschutz sind unerlässlich.

Als Alternative zu diesem Trail bietet sich die Kombination Pihea Trail - Alaka'i Swamp Trail an.

 

Kleine Story am Rande

Wir hatten im September 2007 das Glück, Aaron Loewe von Na Ala Hele kennen zu lernen. Aaron ist der Hauptverantwortliche für die Trailinstandsetzung und –erhaltung auf O’ahu, aber fallweise auch auf anderen Hawai’i-Inseln.
Er erzählte uns, dass er 1998 beim Bau der Holzbohlen für den Alaka’i Swamp Trail beteiligt war. Monatelang standen er und zahlreiche Helfer oftmals im eiskalten Moor, um die Rundhölzer in den Boden zu rammen und die Stege zu errichten. Das dafür nötige Material wurde per Helikopter geliefert.

Die erwähnten Helfer waren meist Gefangene, denen die Arbeit im Moor lieber war, als rund um die Uhr die Mauer der Gefängniszelle anzusehen.