Lage:

Der Ka'u Desert Trail befindet sich im Hawai'i Volcanoes NP. Er beginnt am Ende der Hilina Pali Rd. und führt in südwestliche, später in nördliche und nordöstliche Richtung und mündet in den Crater Rim Trail.
Dieser ganze Trail ist für einen Tagesausflug nicht machbar, erstens von der Länge her und zweitens, da der Ka'u Desert Trail wegen des Vents im Halema'uma'u Crater, der SO2-Dämpfe ausstößt, ab der Kreuzung mit dem Mauna Iki Trail gesperrt ist.

Camping entlang des Ka'u Desert Trails ist in der Pepeiao Cabin möglich. Hierfür ist ein Permit nötig, das man kostenlos im Kilauea Visitor Center erhält. Bei Interesse an overnight camping im Visitor Center nachfragen, ob es bei der Cabin Wasser gibt, das ist nämlich nicht immer der Fall.

Wir sind den Ka'u Desert Trail nicht bis zur Pepeiao Cabin gelaufen (campen hatten wir ohnhin nicht vor), da uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen wollte.
Immerhin haben wir 3,7 Meilen one way geschafft, zur Cabin wären es noch 0,5 Meilen mehr gewesen.

Von Hilo fährt man am Hwy. 11 Richtung Volcanoes NP und biegt zu diesem linkerhand ab. Unmittelbar hinter dem Kassenhäuschen fährt man linkerhand auf den Crater Rim Drive, nach 3 gefahrenen Meilen zweigt man linkerhand auf die Chain of Craters Rd. ein.

Nach weiteren 2,2 Meilen ist rechterhand die ausgeschilderte Hilina Pali Road zu sehen, in diese biegt man und fährt sie bis zu ihrem Ende.

Hilina Pali Road

Trailhead:

Hilina Pali Overlook

Länge: 9 Meilen (in & out)
Dauer: 6,5 Stunden

Link zu dieser Karte, zusätzlich mit Höhenprofil

Die Karten wurde mit der Topo Map von DeLorme erstellt.

Beschreibung und Bilder:

Der Ka'u Desert Trail ab dem Hilina Pali Overlook führt, wie der Name schon sagt, in das Ka'u Desert. Es ist ein Gebiet, in dem niedrig wachsende Pflanzen dominieren, an höheren Pflanzen gibt es fast ausnahmslos Ohia lehua.

Am Parkplatz vor dieser Hütte stellt man das Auto ab und schon kann es losgehen.

Der Trail ist mit Steinmännchen markiert, aber auch sonst gut zu erkennen. Ab jetzt hat man den Trail fast oder ganz für sich allein. Ruhe, Natur und Einsamkeit pur. Während des Wanderns die Seele baumeln lassen, das ist es, was mir gefällt!

Der Ka'u Desert Trail führt zu Beginn über Lavaboden, der teilweise mit Gras bewachsen ist. Beidseits des Weges wächst hüfthohes Gras, das teilweise vertrocknet ist. Je nach Jahreszeit blühen auch Ohia lehua.

Und weiter geht es durch die karge Landschaft, die auf mich immer wieder anziehend wirkt.

In der Folge ist der Weg mit Farnen und Gras bewachsen. Zeitweise kann man deutliche Wildschweinspuren erkennen.

Dieses hohe Etwas auf dem Foto ist kein überdimensional großes Steinmännchen, sondern ein Baum.
Nach ca. 2 Stunden geht man direkt auf ein Wäldchen zu, das nahezu ausnahmslos aus Ohia lehua besteht, die aber gut und gerne zur Hälfte abgestorben sind.
Es gibt auch eine sandige Passagen.
Und weiter geht es durch hüfthohes Gras.

Es dauert nicht sehr lange, macht der Trail einen 90°-Knick nach Süden und man geht Richtung Meer.

Anschließend geht es über a'a-Lava weiter.

Nach 3 Stunden ist die Pepeiao Cabin in Sichtweite, am Foto in Bildmitte am grauen Dach zu erkennen.

Die Steinmännchen führen allerdings nicht zur Hütte, sondern weit rechts daran vorbei.

Geradeaus geht der Ka'u Desert Trail weiter.

Auf dem Schild steht:

Ka'u Desert Trail
Hilina Pali Rd. 4,8 nach rechts
Mauna Iki 6,3 links
Footprints 7,5 links
Hwy. 11 8,1

 

Um zur Pepeiao Cabin zu gelangen, geht man linkerhand weiter.

Ein Schild verrät:

Ka'aha Trail
Pepeiao Cabin 0,2 mi
Ka'aha Shelter 6 mi

15 Minuten später ist die Pepeiao Cabin erreicht. Sie ist naturgemäß sehr spartanisch eingerichtet.
Nur wenige Meter von der Cabin entfernt befindet sich eine Pit Toilet, die zum Zeitpunkt unseres Besuches sehr sauber war.

Neben der Cabin steht ein großer Wasserbehälter, es ist jedoch kein Trinkwasser. Man muss es entweder abkochen oder entkeimende Tabletten mithaben.

Möchte man in der Cabin übernachten, muss man sich zuvor im Kilauea Visitor Center ein Backcountry Permit ausstellen lassen, das kostenlos erhältlich ist.

Festes Schuhwerk, Sonnenschutz (-creme, -kappe), Regenschutz sowie reichlich (!) Trinkwasser und Verpflegung sind nötig. Auch die Mitnahme einer Jacke ist empfehlenswert, da es bei Wetterumschwüngen recht frisch werden kann.