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Día
de Haragán 14. Dezember 2009
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Auf den starken Sonntag
folgt der Tag der Faulenzer (haragán), möglicherweise
zur Erholung für Festgäste und Veranstalter.
Gegen 13 Uhr stapfen wir los nach Santa Lucía.
Es ist extrem ruhig, als würden noch alle schlafen,
kaum ein Auto ist unterwegs, es wirkt wie ausgestorben.
Trotzdem gehen wir diesmal unterhalb der Straße
über einen Wanderweg, festes Schuhwerk ist dabei
Pflichtausstattung.
Es sieht regnerisch aus, aber schon nach wenigen Minuten
haben wir unsere Jacken in der Hand und schwitzen gewaltig.
Am Dorfplatz treffen wir auf eine paar Touristen, die
enttäuscht zwischen den geschlossenen Buden umherirren.
Nichts los heute – nicht einmal für Faulenzer.
Doch die Ruhe täuscht.
Ein Stück hinter dem Gemeindeamt, am höchsten
Punkt der Calle Leopoldo Matos, kreischen Kinder und Erwachsene
vor Vergnügen.
| In der großen Garage einer Bäckerei (Panadería
Santa Lucía) wird Paella zur allgemeinen Ausspeisung
zubereitet, mit Brot und Getränk – alles
frei und ohne Arbeit. |
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Ein Festessen für Faulenzer (bis auf den Koch und
ein paar Helfer) 
Die Sonne lacht dazu, düsterste Wolken verhüllen
die umliegenden Berggipfel. Außer uns ist niemand
auf Regen vorbereitet. Warum auch, irgendeine „solucción“
wird es schon geben, falls…
Gegen 15 Uhr wird es auch hier ruhiger, Zeit für
die Siesta, die Ruhepause am Nachmittag beginnt. Wir machen
uns auf den Rückweg und kommen wenig später
trockenen Fußes zu Hause an.
Abends ziehen wir neuerlich los, diesmal mit Auto.
Um 19 Uhr, unter starkem Polizeischutz , beginnen die
Vorbereitungen für den Umzug mit den "Papahuevos",
deren Figuren in der Aufbahrungshalle abgestellt waren.
Diese Figuren bestehen aus einem riesigen Pappmaschee–Kopf
und einem Untergestell, mit dessen Hilfe ein Träger
die Figur tanzen lässt.
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Eine Figur ahmt beispielsweise die (weltliche) Königin
des Lichtes nach. |
Unter Begleitung der Musikkapelle "Charanga Joven"
und meist jugendlichen Dorfbewohnern tanzen die Papahuevos
durch die Gassen des Dorfes und bringen den Angeklagten
Haragán (eine Puppe, die verschiedene Personen
verkörpert) zu einer Bühne vor der Panadería
de Santa Lucía. Dort werden ihm später in
der Art einer Gerichtsverhandlung die nicht eingehaltenen
Versprechen vorgeworfen.
Jetzt gibt es zur Stärkung erstmal Kraftbrühe
("caldo"), ehe die Papahuevos die große
Runde durch Santa Lucía antreten.
Gegen Ende des Umzuges, kurz vor "Verhandlungsbeginn"
gegen Señor Haragán, wird heiße Schokolade
ausgeteilt und uns überfällt der Hunger, geht
sich das noch rasch aus

Heute ist doch jede Bar geschlossen, verflixt, aber beim
Umzug haben wir doch einen provisorischen Tresen gesehen…
Tatsächlich, in dem ehemaligen Lebensmittelmarkt
ist eine Bar eingerichtet, wie ein Tapezierertisch, auf
Holzböcken.
Bis auf einen Tisch im Hintergrund mit 6 Personen ist
alles leer, es sieht etwas verlassen aus, darum setzen
wir uns auch nach hinten.
Der „Wirt“ – welch Überraschung
,
ein Nachbar aus Rosiana – versorgt uns gerne mit
dem Alltags- und Festessen der Canarios: aceitunas (Oliven),
pan (Brot) , queso (Käse), carne frita (gegrilltes
Fleisch), papas (Kartoffeln) , cerveza (Bier), vino tinto
(Rotwein) und für mich Cola light (keine Übersetzung
nötig ).
Bald beginnt am Nachbartisch jemand eine Gitarre zu stimmen,
mitten hinein in diese Klänge singen zwei (mit vollem
Mund) ein bekanntes kanarisches Lied. Die Sänger
kommen uns bekannt vor… 
„Ja“, sagt der Wirt, „das sind Musikanten
aus der Gegend“ auf unsere Frage.
Etwa die „Los Parranderos del Sur“
– Tatsächlich, sie sind es
Eine unserer Lieblingsgruppen, unser Lieblingslied, „Amores“
wird sofort gesungen

einer der beiden
der Gruppe "Los Parranderos del Sur"
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eine ihrer CD-Cover
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Obwohl wir ein paar CD’s von der Gruppe haben,
sind auch uns unbekannte Lieder zu hören.
Von der Verhandlung gegen den Haragán haben wir
dafür nichts mehr mitbekommen 
Wir waren wohl unter den Letzten, die den Heimweg antraten
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