Samstag, 10. 12. 2005:
Uihhh, habe ich gut geschlafen 
Da wir den Wecker nicht verstellt haben, läutet er auch heute um 8 Uhr.
Ein vorsichtiger Blick aus dem Fenster: Strahlender Sonnenschein, nur nördlich, ohnehin wie immer, die üblichen Wolken. Die stören uns aber nicht.
Nach der Morgentoilette marschieren wir zu Perry's Smorgy. Schon auf dem Weg dorthin erwischt uns leichter Regen. Aber es ist witzig: Von vorne werden wir angesprüht, von hinten getrocknet, fast wie in einer Waschanlage 
Bei Perry's ist heute enorm viel los und nur mit Glück erwische ich einen Tisch, der frei ist. Wir frühstücken gemütlich und gerade, als wir losgehen wollen, sieht Michi, dass es schon wieder regnet. Also bleiben wir hocken 
Endlich können wir los und gehen, wie geplant, zum Herrn, der Sun Island Travel vertritt. Doch was ist Er ist nicht hier Trotz Vereinbarung Ich bin mittelmäßig zornig, weil das Gespräch mit dem Herrn nur Zeitverlust für uns ist. Wir erfahren, dass er von hier aus zum Coral Reef ging, also gehen wir auch dorthin. Was erfahren wir von einer sehr netten Dame? Er ist heute nicht hier Jetzt reicht es langsam 
Die Dame ruft ihn an und bekommt von ihm die Auskunft, heute sei er nicht im Dienst. Wie? Was? Zuvor war er – angeblich – im anderen Hotel vertreten, was wir nicht überprüfen wollen und können und jetzt hier auch nicht 
Die Dame reicht Michi das Telefon herüber und Michi kann mit dem Deutschen selbst reden. Jaaa, heute sei er nicht im Dienst (Nein ) und ähhhh und ähhhhh, - jetzt reicht's Michi sagt ihm, er solle den falschen Voucher gegen den richtigen eintauschen und bei uns im Hotel hinterlegen. – Ok, macht der Deutsche angeblich.
Wir gehen ins Hotel zurück und während dessen Michi kramt, lese ich den Honolulu Advertiser.
Morgen um 5 Uhr früh beginnt der 33. Honolulu-Marathon, über 26,2 mi und 385 yards. Na – hoffentlich hat das jemand nachgemessen 
Start ist beim Ala Moana Shopping Center/Queen Street Extension, Ende beim/im Kapiolani Park.
Für Interessierte: www.honolulumarathon.com
Gut, mit diesem Wissen gestärkt geht's los.
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Wir fahren nach Wahiawa und zwar beginnen wir das um 11.15 Uhr.
Am H1 + H2 erleben wir den Megastau den Jahrhunderts Wir stehen ohne Ende, zu Fuß wären wir schneller. Doch was soll's Egal, wir sind im Urlaub und nicht auf der Flucht 
Um 12.20 Uhr kommen wir bei der Dole Company an. Zahlreiche Autos stehen am Parkplatz, wir gesellen uns dazu. |
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Der Eintritt in den Souvenirshop ist nicht ganz einfach, denn es sind wahre Menschenmassen unterwegs. Das Einzige, was uns anlächelt, ist ein Ananas-Eis, mit dem wir uns wieder nach draußen begeben.
Noch im Hotel habe ich einen Gutschein aus einem Cuponheft ausgeschnitten, bei dem der Eintritt in den Irrgarten für eine Person frei ist, wenn sie in Begleitung einer zahlenden Person den Irrgarten betritt. Pro Nase kostet der Eintritt $ 5, dazu mein Gutschein, demnach zahlen wir nicht $ 10, sondern $ 5 .
Doch mit dem Irrgarten ist ein kleines Spiel verbunden. Jeder Gast erhält eine Karte, auf der 6 Nummern stehen, dazu gibt es den Plan vom Irrgarten, auf dem eingezeichnet ist, wo sich jene „Stationen“ verstecken, an denen man die Symbole ergattern kann.
Dazu kommt, dass jene, die am schnellsten des heutigen Tages sind, am Ende irgendwas geschenkt bekommen. Die Zeit der heute bisher Schnellsten wird mit 7 und 8 Minuten angegeben, leicht illusorisch 
Wir machen uns also auf den Weg und denken, wir brauchen mindestens eine Stunde, wenn nicht länger Dann komme ich hinter einen Trick! Ich sehe am Boden Stellen, die auf das vermehrte Begehen aufmerksam machen und genau diesem Weg folge ich. Michi hat keine Ahnung, woher ich plötzlich „weiß“, wie der Weg lang läuft Ich rase vor ihm, er hinter mir, mit vielen großen Fragezeichen im Hirn Er fragt immer nur „woher weißt du denn… “ und meine Antworten sind „… ich weiß es halt, das ist die weibliche Intuition“ Er kapiert gar nichts ? Und ich könnte mich biegen vor lachen 
Ein asiatischer Junge hat spitz bekommen, wenn er uns folgt ist er schneller, als wenn er alleine seine Runde dreht. Wir haben also ein Adoptivkind Jedes Mal, wenn er ein Symbol aufmalt, strahlt er über das ganze Gesicht und jagt uns wieder nach 
So, der Irrgarten ist zu Ende und wir denken kurz darüber nach, mit der kleinen Eisenbahn zu fahren. Da aber morgen ohnehin eine bereits gebuchte Eisenbahnfahrt ansteht, lassen wir die bei der Dole bleiben.
Stattdessen verlassen wir das Gelände und fahren Richtung Norden, genau genommen nach Haleiwa, wie könnte es anders sein Den dortigen Eiskaffee lassen wir uns wirklich nicht entgehen.
Dann geht's weiter Richtung Waimea. Auf dem Weg dorthin zweigt rechterhand (südlich) die Twin Road ab. Man kann sie laut Plan in Loop-Form fahren, das habe ich so ausgesucht, allerdings mit der Befürchtung, dass die Twin Road – wie so oft – auf Privatgelände verläuft.
Und tatsächlich! Nach nur kurzem Weg sehen wir das Schild „private road“ und kehren daher um 
Was bleibt uns übrig, als über den Kamehameha Hwy. zurück zu fahren Gar nichts, daher nehmen wir ihn.
Um 17.20 Uhr kommen wir im Hotel an. Wir restaurieren uns und der abendliche Spaziergang durch Waikiki kann beginnen.
Da das Kings Village Shopping Center in unmittelbarer Nähe zum Hotel ist, kommt es auch als Erstes dran. |
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Komisch, heute sind beim Haupteingang die linke und die rechte Spur per Kette gesperrt, nur in der Mitte kann man durch. Etliche Leute warten anständig unten auf dem Gehsteig – aber worauf Wir wissen es nicht, fragen aber auch nicht nach und gehen ein paar Schritte nach oben. Kaum sind ein paar Minuten vergangen, hören wir Seltsames, es hört sich wie eine Vorführung – Wachablöse – an. Doch Quatsch, was soll hier eine Wachablöse. Doch von hinten nähern sich die Stimmen, die einen sehr militärischen Charakter haben. Ich drehe mich um und gucke gleichzeitig 12 Augen ins Gesicht. Es ist tatsächlich eine Parade! Schwups mache ich Platz, sonst rennen sie mich noch über den Haufen Doch zu dumm |
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| Jetzt habe ich die Truppe nur in der Rückenansicht Das passt mir ganz und gar nicht! Michi hat den Filmer, ich den Foto, also eile ich mit letzterem hinunter auf die Straße bzw. steige einen knappen Meter an einer Straßenlaterne hoch, um besser fotografieren zu können.
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| Sinn und Zweck der Parade ist das Abnehmen der amerikanischen Flagge, das jeden Abend erfolgt, morgens dann das Gegenteil.
Das ganze Schauspiel dauert bis gegen 19 Uhr, dann werden auf Wunsch noch Fotos mit den Zuschauern angefertigt – ja, wir auch  |
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Wir gehen ein Stück weiter, genau genommen bis ins Royal Hawaiian Shopping Center, in dem es schon relativ ruhig ist. Warum dem so ist, sehe ich einige Minuten später – trotz der frühen Uhrzeit haben schon einige Läden geschlossen.
Trotzdem machen wir eine kleine Sightseeing-Tour und bei einem Laden im 1. Stock sieht Michi im Schaufenster ein Hawaii-Hemd, das ihm gefällt, demnach gehen wir hinein.
Fürs Erste kauft er drei Hemden, geht zur Kassa, die Rechnung wird erstellt und dann meint er „oh sorry, please wait a moment“, die gute Frau legt alles aus der Hand und harrt der Dinge, die da kommen – ich auch 
Michi kehrt zu den Hawaii-Hemden zurück, anscheinend zu jenen, die ihm gut gefallen haben, er aber aufs Erste nicht nahm. Und die kommen jetzt dran Nochmal sechs Stück  
Irgendwann entdeckt er eine Hüfttasche für mich und meint, sie sei schön, ich solle sie doch mal angucken, sie hänge im rechten hinteren Eck. Ich gehe hin, begutachte, komme zurück und gebe Michi Recht – die Hüfttasche ist schön. Er akzeptiert offenbar, dass ich endlich mal seiner Meinung bin und das war's…..
Was ich nicht weiß ist, dass er, während dessen ich mir die Hüfttasche angucke, einen Zweiteiler für mich entdeckt, bestehend aus Hosenrock und Oberteil.
Doch das erfahre ich sehr bald, denn er fragt mich „siehst du den Zweiteiler dort drüben Der ist schick, oder “. Meine Antwort „hast Recht, der ist schick“.
Was soll diese Fragerei, was ist schick, was nicht, was ist schön, was nicht 
Egal, vergessen wir es, Männer   
Wir wandern weiter und zwar zum International Market Place. Das „Coconut Willy“ kennen wir schon seit ein paar Jahren und dort gibt es von Freitag bis Sonntag Abend abgesehen von gutem Essen, das es immer gibt, einen Tanzabend.
Nein!!! Nicht wir tanzen, das mögen wir beide nicht, aber wir sehen gerne zu und das machen wir jetzt. Nebenbei bestellen wir uns einen Caesar Salad. Doch allzu lange halten wir uns dann nicht mehr auf, sondern treten den Rückweg zum Hotel an.
Ich werfe umgehend den Laptop an, um die Fotos zu überspielen und beginne, den Reisebericht zu schreiben, doch mit Letzterem komme ich nicht weit. Michi beginnt die Diskussion, wie wir es morgen wohl anstellen könnten, vom Hotel wegzukommen, denn wegen des Honolulu Marathons sind sehr viele Straßen – gerade um unser Hotel herum – gesperrt. In der Zeitung las ich morgens schon die genaue Route und weiß nun, dass wir kein Problem haben werden, vom Hotel wegzukommen, aber wie um alles in der Welt soll ich das Michi erklären Er weigert sich, es zu verstehen, sondern beharrt auf seiner Meinung, es geht nicht.
Reichlich entnervt fällt mir nur mehr eine Lösung ein und die heißt Street Atlas 
Dort zeichne ich die genaue Route des Marathons ein, vom Start bis zum Ende und präsentiere sich Michi. Erwartungsgemäß kommen dann etliche „…aber…“, aber - die lasse ich nicht gelten Ich vergrößere gewisse Ausschnitte vom Street Atlas und kann damit beweisen „nix aber….“ .
Beruhigt legt sich Michi um 23 Uhr schlafen, ich bin noch bis 00.30 Uhr beschäftigt.
Sleep well, cu tomorrow  |
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