Um 4.15 Uhr bimmelt das Handy,
um uns zu wecken, fünf Minuten später
Handy Nr. 2. Wir stehen auf, machen uns rasch fertig
und fahren um 5 Uhr vom Hotel ab.
Um 5.50 Uhr retournieren wir mit nahezu leerem
Tank unseren Jeep und fahren mit dem Shuttle zum
Airport. Der Security Check In geht äußerst
rasch vor sich. Bei einem Chinesen genehmigen
wir uns ein Frühstück. Michi wählt
Reis mit Schinken und Eierspeise, ich French Toast,
Schinken und Eierspeise, dazu Kaffee für
jeden.
Anschließend fasse ich einige Maui-Broschüren
aus und wir gehen zu unserem Gate 54. Der geplante
Abflug soll um 8.20 Uhr erfolgen.

Um 7.40 Uhr ist boarding time und um 8.15 Uhr
rollen wir bereits auf dem Flugfeld dahin. Unser
Fluggerät ist eine Boeing 717 Overwater.
Wir belegen die Sitzplätze 23 A + B und blicken
nochmal auf O'ahu hinunter.
Um 8.47 Uhr landen wir in Kahului auf Maui.

Bei Alamo erkundigt sich Michi nach einem 4-door-Jeep
und erfährt, dass das Upgrade $25/Tag kostet.
Wortlos deute ich mit meinem nach unten gehaltenen
Daumen an, dass der Herr uns gegenüber doch
bitte den Preis senken möge. Das brachte
genau $1 minus… Also nochmal Daumen nach
unten: $23… Der freundliche Herr schmunzelt,
zückt seine Geldbörse und entnimmt ihr
eine Costco-Kundenkarte,
worauf der Aufpreis nur mehr $20/Tag beträgt.
Wir sind mit diesem Preis sehr zufrieden, den
Mietvertrag darf ich x-mal unterzeichnen. Anschließend
gehen wir mit dem Herrn hinaus (er trägt
unsere Koffer
),
wo er uns bittet, zu warten. Ca. 10 m von uns
entfernt steht ein 4-door-Jeep, das könnte
eigentlich unserer werden – und so ist es
dann auch. Der Herr geht alleine zum Jeep und
fährt bis zu uns vor. Das nennt sich Kundenservice
Mit einem Meilenstand von 221 übernehmen
wir den Jeep und fahren zu unserem gebuchten Maui
Seaside Hotel in Kahului.
Hier wird uns gesagt, das Zimmer sei noch nicht
fertig, was uns nicht überrascht, da wir
sehr früh dran sind und wir sollen um 3pm
wiederkommen. Ok, machen wir, aber noch ehe ich
die Bitte nach Gepäckhinterlegung loswerden
will, sagt die freundliche Dame, wir sollen doch
noch einen Moment warten. Sie tippt irgendetwas
in den PC, guckt auf den Monitor, holt ihre Kollegin.
Michi äußert den Wunsch nach einem
Zimmer im 1. Stock, worauf die Lady fragt, ob
wir auch gerne einen Balkon hätten. Na klar,
ehe wir uns schlagen lassen
Und dann das völlig Unerwartete: Die Lady
teilt uns nämlich mit, dass sie uns ein kostenloses
Upgrade auf die Junior Suite gibt
Diese Suite können wir sofort beziehen. Glücklich
ziehen wir von dannen, um zu unserer Suite 18
zu gehen.
Der Zugang ist gewöhnungsbedürftig,
da er weniger als schmal ist. Die Koffer über
die Stiege zu befördern, ist auch nicht ganz
einfach, aber wir machen das ja nicht alle Tage,
was soll's.
Beim Betreten unserer Junior Suite fehlen uns
die Worte
Wir haben nämlich ab sofort eine wunderschöne
Wohnung, die Bezüge der Couch und des Fernsehsessels
sind neu. Es ist alles tip-top hergerichtet.
Übrigens hat das Maui Seaside Hotel jetzt
ein eigenes Restaurant, es nennt sich Coconut
Grill. Dort kann man Breakfast, Lunch und
Dinner einnehmen.
Beim Einchecken ins Hotel erhielten wir vorhin
Voucher für den Coconut Grill. Für das
Breakfast wird $1,50 bei einer minimum order von
$8 abgezogen; bei Lunch minus $2 bei minimum order
$10 und beim Dinner minus $2,50 bei minimum order
$18.
Zimmersafes gibt es nach wie vor nicht, es hat
aber jeder Gast die Möglichkeit, seine Wertgegenstände
in einen persönlichen Safe bei der Rezeption
zu geben, kostenlos ist das noch dazu, was nicht
selbstverständlich ist.
Wir deponieren unsere Wertgegenstände in
einem dieser Safes, anschließend packen
wir die Koffer aus, unsere kleinen Rucksäcke
ein und machen uns auf den Weg nach Lahaina, wo
wir unser Auto am gewohnten Parkplatz in der Show
Street abstellen.

Zunächst trinken wir einen hervorragenden
italienischen Espresso und zwar am südlichen
Ortsbeginn, in "Angelinas Café".
Angelina erzählt, dass sie eine echte Italienerin
sei und seit einigen Jahren auf Hawai'i wohne.
Dem folgt ein Besuch des ersten activity centers,
das uns über den Weg läuft. Unser Wunsch
ist eine Eintagestour nach Moloka'i. Der Herr
telefoniert mit allen möglichen Leuten, kommt
aber zu keinem Ergebnis. Gut, dann eben nicht…
Auf Grund der Hitze kaufen wir uns bei E*Z eine
große Wasserflasche und setzen uns damit
unter den Banyan Tree und genießen, dass
wir Zeit, Zeit, Zeit haben 
| Wir gehen zur Bootsanlegestelle und sehen
uns ein wenig um. Ach, wäre das schön,
wenn es dieses Jahr mit Moloka'i klappen würde... |
 |
Anschließend suchen wir das nächste
activity center auf, bei dem wir endlich die gewünschte
Tour, nämlich die Ali'i
Tour, buchen können. Diese Tour machen
wir am kommenden Montag. Wir werden mit der Fähre
nach Moloka'i fahren, dort wird uns ein Van ohne
Aufschrift erwarten und mit diesem werden wir
die bekanntesten Ziele von Moloka'i ansteuern.
Die Lady empfiehlt uns, in der Apotheke Tabletten
gegen Seekrankheit zu kaufen, die wir möglicherweise
auf der Rückfahrt am späten Nachmittag
brauchen, da dann die See etwas rauer sein kann.
Ich halte es zwar für überflüssig,
aber was soll's, vielleicht hat sie ja Recht.
Um für unser leibliches Wohl zu sorgen,
gehen wir ins Pioneer
Inn.
Wir bestellen einen Caesar Salad mit gegrilltem
Hühnerbrustfilet, dazu je ein Cola light
und zahlen $31,95.
Beim Weiterschlendern auf der Front Street in
nördliche Richtung sind nur sehr wenige Touristen
unterwegs, doch als wir auf das Lahaina Center
stoßen, sind wir zugegebenermaßen
schockiert: Ca. 90 % der Geschäfte sind geschlossen,
aber nicht im Moment, sondern für immer.
Die Schaufenster und Türen sind mit Papier
zugeklebt, es hängen Schilder mit "Closed"
daran. Wenn man den Link anklickt ist zu sehen,
dass "Shopping" deaktiviert ist.
Geöffnet ist ein ABC-Store, ein activity
center und die Toiletten, die aber in einem entsetzlichen
Zustand sind.
Wir unterhalten uns ein wenig mit dem Herrn,
der traurig in seinem activity center sitzt und
erfahren Näheres über das Schließen
der einzelnen Geschäfte.
Lahaina 2007 war voll Leben, Lahaina 2009 ist
wie eine Geisterstadt…
Wir schlendern gemütlich in Richtung Auto,
doch plötzlich durchschießt mich der
Gedanke, dass unsere Parkuhr schon abgelaufen
sein müsste. Daher legen wir einen Zahn zu
und sind knapp vor 17.30 Uhr beim Jeep, der keinen
Strafzettel bekommen hat.
Da uns der Sinn nach einem weiteren Espresso steht,
gehen wir nochmals zu "Angelinas Café",
doch es ist bereits geschlossen. Ein Schild verrät,
dass sie um 17 Uhr zusperrt. So früh 
Ok, dann trinken wir halt woanders einen Espresso.
Doch Fehlanzeige
Sehr viel hat um diese Uhrzeit schon gesperrt,
nur ein Restaurant ist geöffnet, doch dort
gibt es keinen Espresso…
Also gut, dann wieder zum Auto zurück, wir
fahren nach Kahului. Gähnende Leere auf dem
Hwy. Wenn man den Stau zwischen Lahaina und Kahului
oder Kihei kennt… Teilweise gehört
uns der Hwy. völlig alleine. Vor uns weit
und breit kein Auto, hinter uns ebenso nicht…
In Kahului angekommen fahren wir zum Foodland.
Kaum betreten, bekommen wir einen Schüttelfrost.
Das Foodland ist – wie immer – ein
Gefrierschrank und wir sind in Short und T-Shirt…
Nicht so mit uns. Wir drehen um und fahren zum
Hotel, wo wir uns entsprechend warme Kleidung
anziehen. Gut gerüstet, als ob wir einen
Ausflug in die Antarktis machen würden, treten
wir erneut die Fahrt zum Foodland an.
Die Preise, die wir dort teilweise sehen, lassen
mich schwindlig werden:
1,5 l Wasser: $ 2,99
1 Pfund Äpfel: zwischen $ 2,49 und $ 2,99
1 Pfund Tomaten: zwischen $ 2,49 und $ 2,99 usw.,
usw.
Wir haben bei der Kassa nicht viel im Einkaufswagen,
dürfen aber $ 100,01 berappen.
Wieder im Hotel, verfrachten wir die entsprechenden
Lebensmittel in den Kühlschrank und reinigen
die Kaffeemaschine und den Toaster.
Um sicher zu stellen, dass der Toaster auch wirklich
funktioniert, gibt Michi probeweise eine Toastbrotscheibe
hinein. Kurz darauf ein mehrfaches schrilles "piep-piep-piep",
das nicht mehr aufhört. Toaster ausschalten
bringt nichts, es piept weiter. Was ist denn jetzt
los 
Plötzlich brechen wir in Lachen aus
Ungefähr
20 cm oberhalb des Toasters ist der Rauchmelder
Es
ist 20.45 Uhr und wir warten gespannt auf das
Eintreffen der Feuerwehr
Und sie kummt net, kummt net, kummt net
Als Abendessen gibt es etwas Obst und dann lassen
wir den Abend ganz gemütlich ausklingen.